| Grafschaft: | Bärwalde |
| Herrscher: | Lanzelund von Weiden-Harlburg und Streitzig |
| Wappen: | Auf gold ein blaues Hollerkraut über einem ebensolchen Dreiberg |
| Einwohner: | 2.100 |
| Baronssitz: | Burg Distelstein, eine der alten Wehren des Nordens |
| Orte: | Rhodenstein, Grauweiler |
| Tempel: | Rondra, Peraine, Travia, div. Schreine |
| Garnison: | folgt |
| Landschaften: | Fialgralwa-Auen, Hexenhain, Hollerheide, Ifirnstann, Lenzwiesen, Löwenreite (Wald), Schratkuppeln |
| Wege: | Alter Weg, Alte Straße, Dornweg, Dornpfad, Heckenstreck, Lämmersprung, Hexenschleich |
| Besonderheiten: | Die zwei Wehren des Nordens Diestel- und Rhodenstein, der Hexenhain (..) |
Die Baronie Hollerheide grenzt im Firun an die Baronie Brachfelde und beide Lehen teilen sich den Ifirnstann, der südlich der Grenze mit den bewaldeten Schratkuppeln recht hügelig daherkommt. Gen Rahja schließt sich die Baronie Moosgrund an und die namensgebende Heidelandschaft dehnt sich bis über die gemeinsame Grenze hinaus aus Nämliches gilt für die im Süden der Baronie gelegenen Lenzwiesen, die sich sowohl in Moosgrund, als auch in der im Praios angrenzenden Baronie Urkentrutz fortsetzen. Im Efferd schließlich wird das Lehen vom Fialgralwa, dem Finsterbach, begrenzt, hinter dem der Blautann ebenso beginnt, wie die Grafschaft Heldentrutz mit der Baronie Schneehag, Hollerheides westlichem Nachbarn.
Große Teile der Baronie werden von der namensgebenden Hollerheide bedeckt, wenngleich der Reisende, von Rahja kommend, zunächst die Lenzwiesen betritt, eine flachwellige, von Ackerbau und Viehzucht geprägte, sattgrüne Landschaft, die sich links und rechts des Alten Wegs erstreckt. Letzterer endet in Rhodenstein und von ihm zweigen zwei regional bedeutsame Wege gen Firun ab, die in die namensgebende und nach wie vor sturmgeprüfte Hollerheide führen. Diese Heidelandschaft zeichnet sich durch zahlreiche, meist sanfte, bisweilen aber auch erstaunlich schroffe Hügel aus, die weitgehend von Hollerkraut, Ginster und allerlei Kleinbäumen sowie Büschen bestanden sind. In tieferen Lagen ist die Heide häufig feucht und sumpfig, in höheren trocken und windzerzaust. Eine Besonderheit der Heidelandschaft sind einerseits die zahlreichen, skurrilen Steinformationen, die an von Risenhand aufgestapelte Felsen erinnern und die kleinen, zwischen den Hügeln gelegenen, üppig bewachsenen Schluchtwälder. Felder, in denen Torf gestochen wird, gibt es allenthaben und auch jene, die nur noch genutzt werden, um die feuchten Soden in Wind und Wetter trocknen zu lassen.
Entlang der efferdwärtigen Grenze fließt der Fialgralwa und seine Auen sind hier die prägende Landschaftsform. Schilf- und Röhrichtgürtel, wasserliebende Bäume und Pflanzen bestimmen ebenso das Bild, wie hier und da Fischteiche oder einzelne Kiesstrände.
Waldig ist die Baronie vor allem im Norden und in ihrem Zentrum. Von Norden schiebt sich der Ifirnstann in die Hollerheide und in ihrem Herzen liegt der uralte Wald Löwenreite, ein den Hollerheidern teurer Ort. Als eher unheimlich empfinden sie den Hexenhain, südlich der Löwenreite und doch beinahe im Zentrum der Baronie. Hier treffen in einer Waldscheide Blautann und Bärenwald aufeinander und ringen - so will es scheinen - um die Oberhand. So ist der Wald ein zumindest seltsamer Ort und zugleich von jeher Heim für eine Tochter Satuarias.
Viehwirtschaft wird in der ganzen Hollerheide betrieben, vor allem natürlich Schaf- und Ziegenzucht. Allein auf den Lenzwiesen stehen auch einige fette Rinderherden. Auch der einzige nennenswerte Ackerbau findet in den Lenzwiesen statt. Anders als die Rinder scheinen Schafe und Ziegen herrenlos durch die Hollerheide zu streifen, einzig markiert mit farbigen Tupfen, die sie einzelnen Herden und Besitzern zuordnen. Auch wenn sie nicht immer in Erscheinung treten, sind Hirtinnen und Hirten mit ihren Hunden tatsächlich stets in der Nähe ihrer Herden, um nach den Tieren zu sehen und sie vor Beuteräubern zu schützen. Große Zusammentriebe finden im Frühling, nach der Lämmerzeit und zum Scheren, statt.
Weiler und Dörfer der Hollerheide sind allesamt von Palisaden, die meisten zudem von Gräben umgeben. Die Hollerheider sind wachsam und sie sind kampferprobt, denn der Schwarzpelz zieht immer durch ihre Heimat, wenn er seine gierigen Finger nach der Mittnacht ausstreckt. So zeichnet die hiesigen Menschen ein recht misstrauisches und stets wachsames Wesen aus. Daneben sind sie stoisch und schicksalsergeben, denn nach jeder Verwüstung bauen sie wieder auf, was der Ork ihnen genommen hat und das ohne zu jammern oder zu zaudern. Fremden gegenüber sind die Hollerheider argwöhnisch, bisweilen gar misstrauisch. Allerdings nur so lange, bis sie zu Gästen werden, denn die Gastfreundschaft ist hier, wie überall sonst in Weiden, heilig. So stehen die Tavernen und Gasthäuser der Baronie jedem offen und sie sind bekannt für ihre heimelige Wärme, die Hollerheider Krachwürste (eine Variante der Tralloper Krachwürste mit Hollerschnucken- statt Rindfleisch, vielen Kräutern und ordentlich Knoblauch) und den honigsüßen Heidemet. Denn die Gebote der Grimmen Schwestern, als die die Herrin des Landes, Rondra, und die Göttin des Herdfeuers, Travia, angerufen werden, stehen in der Hollerheide in höchsten Ehren.
