Ort: Grafschaft Bärwalde
Ausdehnung: Etwa zwei Dutzend Meilen in der längsten Länge und ein Dutzend Meilen in der größten Breite im Herzen Bärwaldes
Anrainerbaronien: Baronien Moosgrund und Gräflich Pallingen
Art des Waldes: Dichter, von dornigem Unterholz durchzogener Nadelwald aus Eiben, Moorbirken und Waldkiefern mit vereinzelten, riesigen Laubbäumen.
Besonderheiten: Alter, dunkler Wald, der einst Teil des Bärnwaldes und letztlich des Mittwaldes war. Einige der hügeligen, von Dornicht bedeckten Gebiete sind bis heute von keinem Menschen betreten worden – und haben sich jeder Form der Nutzung seit Isegreins Tagen widersetzt.


Hüte dich, leichtfertig das Düsterholz zu betreten, mein Kind. Dieser ifirnverlassene Ort ist ein Alptraum, denn du kannst dich nicht auf deine Sinne verlassen und das Wetter dort schlägt schneller um, als du dir ein Paar Handschuhe überstreifen kannst. Auch wenn ich weiß, dass dich sagenumwobene Stätten locken, denk daran, wie schnell ein Spinnennetz aus einem Baum dein Ende sein könnte.“
Sieghelm Salmbinger von Moorland, zu seiner Tochter Fenia, 1012 BF

Das Düsterholz, das im Isdira den Namen dimhawir (isd: erdrückend düsterer Urwald) trägt, wird von dem meisten Bewohnern der Pandlarilsau gemieden. Er ist ein urtümlicher, dichter und ungewöhnlich dorniger Nadelwald, dessen Säume dunkel in den sanften Hügeln der Pandlarilsau dräuen. Selbst die Auelfen, die schon seit Jahrtausenden hier lebten, schrieben dem Wald eine unheimliche Aura zu und siedelten nie in diesem Teil des Silfûrn, zu dem das Düsterholz vor den Tagen Isegreins gehörte.

Den Baumeistern der bosparanischen Legionen widerstand der Wald ebenso wie den Holzfällern der Barone, Grafen und Herzöge. Selbst wenn immer wieder behauptet wird, dass hier kapitale Bären, Hirsche und sogar Auerochsen lebten, dringen Jäger selten weiter als auf Sichtweite des Waldrandes in das Düsterholz vor.

Finstere Legenden von Waldspinnen, die im Innern des Waldes hausten und eine Art Bau dort errichtet hätten, kursieren in Pallingen und Moosgrund, ebenso wie die Mär vom Wolf des Düsterholzes, der mal ein Werwolf, mal eine alte Waldwölfin sein soll, aber in jeder Geschichte nach dem Blut junger Maiden und Burschen trachtet. An den Namenlosen Tages wollen mache sogar ein unheimliches Leuchten in seinem Innern gesehen haben - und schieben viele Unfälle und Missgeschicke auf das Wirken von Dienern des gefallenen Gottes, die angeblich hier ihre unheiligen Rituale durchführen würden.

Sicher ist, dass der Wald immer wieder Geächteten oder Räuberbanden Schutz bietet, die darauf setzen, dass der Ruf des Düsterholzes die Landjäger der Gräfin oder die Ritter der Barone abschreckt.