| Ort: | Grafschaft Sichelwacht, Theaterritterliche Republik an Born und Walsach |
| Stationen: | Salthel, Runhag, Neu-Dragenfeld, Wolfegg, Tiefenfurt, Lonatfurt, Birken, Drahenzwinge (Bornland) |
| Anrainerbaronien: | Baronie Drachenstein, Gräflich Salthel, Baronie Herzogenthal, Baronie Ingerimms Steg, Baronie Rotenforst, Baronie Schroffenfels, Baronie Uhdenwald |
| Brücken und Furten: | XXX bei Salthel (Gräflich Salthel), Pfortenbrücke bei Runhag und Traviensbrücke nache Barchwang (Schroffenfels), XXX bei Neu-Dragenfeld (Ingerimms Steg), Furt bei Tiefenfurt (Uhdenwald), Furt bei Lonatfurt sowie Brücken bei Stiegpfortengrund und östlich der Ruine Drachenwacht (Drachenstein) sowie Brücken bei Birken und kurz vor der Grenze zum Bornland (Rotenforst) |
| Besonderheiten: | Der Sieben-Baronien-Weg ist nach Enstehung der Wüstenei in den Baronien Ingerimms Stag und Uhdenwald auf Geheiß des Herzogenhauses vollendet worden, und zwar unter Umgehung des unheiligen Ortes, an dem Borbarad mit einem schwarzmagischen Ritueal zurück ins DIesseits geholt wurde. Er ersetzt den alten Goblinpfad, der von Salthel aus durch die gesamte Drachenpforte bis ins Bornland führte und Teil des wichtigen Handelswegs zwischen Festum und Trallop war. Dadurch, dass die neue Straße einen großen Bogen schlagen muss, führt sie in Teilen durch gebirgiges Sichelland und birgt einige Gefahren, die es in der Ebene zuvor nicht gab. |
Einen Weg von der Sichelwachter Grafencapitale Salthel ins ferne Bornland hat es von jeher gegeben: Der sogenannte Goblinpfad zog sich seit Menschengedenken quer durch die Drachenpforte, also jenes langgezogene Tal zwischen Roter Sichel auf der einen und Schwarzer Sichel wie Drachensteinen auf der anderen Seite. Sein Zustand war allerdings fragwürdig, die überaus holprige Beschaffenheit für Fuhrwerke kaum geeignet, sodass er für den Handel zwischen Bärenlanden und Land an Born und Walsach kaum taugte. Stattdessen wurden Waren aus Weiden über lange Umwege in die Nachbarprovinz tranportiert: beispielsweise über die Tobrische Straße, den Sichelstieg und Vallusa, über Warunk und den Arvepass oder am Neunaugensee vorbei durch die Grüne Ebene. Hauptsächlich aber erfolgte der Handel mit Schiffen über das Perlenmeer --- von den Häfen Perricum und Mendena aus also.
Ein Nachteil für das Herzogtum Weiden, den zu beseitigen noch unter Herzog Waldemar dem Bären zu einem wichtigen Ziel erklärt wurde. Anstoß dafür gab Aigulf Klawitter, ein Fernhändler aus Salthel: Er trug das Anliegen, den Goblinpfad zu einer echten Straße auszubauen, um den Handel zwischen Weiden und Bornland zu stärken und die Drachenpforte im gleichen Zuge zu beleben, mehrfach am Hof in Trallop vor und fand im Jahr 1012 Bosparans Fall endlich Gehör. Der Herzog nahm sich der Sache höchstselbst an und brachte die Bauarbeiten im Jahr 1013 BF auf den Weg. Der ursprüngliche Plan sah vor, dem Verlauf des alten Goblinpfads zu folgen und dabei nur einige unsinnige Umwege und wildes Zickzack zu begradigen.
Bis 1015 BF waren die rund 70 Meilen von der Stadt Salthel bis ins Grenzgebiet zwischen den Baronien Schroffenfels und Ingerimms Steg fertiggestellt, doch dann schlug das Schicksal zu: Just in diesem Jahr führte der Schwarzmagier Liscom von Fasar ein unheiliges Ritual auf Turm Dragentodt in Ingerimms Steg durch. Er entzog Land und Leuten im weiten Umkreis alle Lebenskraft und sorgte für die Entstehung eines ebenso toten wie gefährlichen Ödlands genau dort, wo die neue Straße die Ebene eigentlich durchqueren sollte. Infolgedessen wurden die Pläne für den Ausbau des Goblinpfads auf Eis gelegt.
Erst Jahre später, als sich die Konsequenzen des Kriegs gegen Borbarad abzeichneten, wurde über eine Fortführung des Projekts nachgedacht. Dies nicht zuletzt, weil alte Handelswege auf einmal nicht mehr gangbar waren --- Vallusa wie der Arvepass umkämpft, Warunk besetzt und das Perlenmeer in Teilen eine Todesfalle. 1021 BF fiel die Entscheidung, den Ausbau des Goblinpfads wieder aufzunehmen, unter Umgehung der unheiligen Wüstenei allerdings, was eine rund 36 Meilen längere Abweichung vom eigentlich geplanten Verlauf erfoderlich machte. Statt durch die Drachenpforte sollte die Straße nunmehr auf Höhe des Ödlands weiter nördlich durch die Ausläufer der Roten Sichel führen.
Eine weitere Änderung: Da in den Kassen des Herzogtums aufgrund der Kriege gegen Orks und Schwarze Horden gähnende Leere herrschte, wurde verfügt, dass die Herrscher der Baronien, durch die die neue Straße verläuft, den Bau nicht nur überwachen, sondern auch dafür zahlen sollen. Bei den Baronen aus diesen Breiten handelt es sich aber keinesfalls um reiche Leute, deshalb wurde genau darüber lange verhandelt. Zu den Zugeständnissen, die das Herzogenhaus seinerzeit machte, gehört, dass die Straße heuer unter dem Namen Sieben-Baronien-Weg statt Herzogsstraße firmiert, dass jeder Baron in Eigenregie Zölle für die Nutzung erheben darf (sie dafür aber auch in Schuss halten muss) und dass nahe Salthel ein kleiner Triumphbogen mit den Namen der edlen "Spender" errichtet wurde.
Nachdem all das geklärt war, wurde der Ausbau des Goblinpfads im Jahr 1022 BF an drei verschiedenen Stellen wieder aufgenommen und Ende Travia 1033 BF ist der neue Sieben-Baronien-Weg feierlich eröffnet worden. Obwohl es mit ihr immer wieder Probleme gibt und der Zustand nicht jederzeit überall makellos ist, wird diese Verkehrsader mittlerweile gut angenommen, auch von Handelsherren aus dem Ausland. Das liegt sicher nicht zuletzt daran, dass es bis heute kaum eine sicherere Alternative für all jene gibt, die aus dem Mittelreich heraus Waren ins Bornland verschieben wollen --- und umgekehrt.
Die vom geistigen Vater des Projekts erhoffte Verbesserung des Handels zwischen Festum und Salthel sowie die Belebung der Drachenpforte sind jedenfalls eingetreten und Sichelwachter Städte wie Salthel, Zollhaus und Braunsfurt haben dadurch einen merklichen Aufschwung erfahren. Letztlich profitieren aber auch Metropolen wie Trallop, Baliho und Menzheim von dem neuen Handelsweg.