Titel: "Wanderer im Sumpf", Hüter der Saat
Tsatag: 690 BF in Havena
Borontag: 767 BF im Therbûniten-Kloster zu Beonfirn
Nachkommen: keine
Feiertag: 5. Peraine, Tag des Beon in der Baronie Brachfelde
Kurzprofil: Pragmatisch zupackender und volksnaher Heiler und Klostergründer, der die Heilwirksamkeit von Pflanzen und Rüben erforschte.


Art:
Tagesheiliger der Peraine

Aspekte:
Schutzherr vor Krankheiten und Siechen wie dem Sumpffieber. Erforschung der Heilwirkung von Kräutern und Feldfrüchten.

Attribute:
Stab des Beon (Reliquie und Amtszeichen der Klostervorsteher zu Beonfirn; dem über 300 Götterläufe alten, reich beschnitzten Wanderstab des Klostergründers werden peraineheilige Kräfte zugeschrieben). Blaues Sompalit (Heilsalbe, die die Wirkung des Sumpffiebers mindert).

Aventurische Information:
Als Gründer des Therbûniten-Klosters zu Beonfirn wird der Beon aus Havena verehrt. Der Sohn einfacher Bauern wurde 690 BF in Havena geboren und half in jungen Jahren seinen perainefrommen Eltern beim Bestellen der Felder. Immer wieder ging der in der Pflanzenkunde äußerst versierte Junge in die Muhrsape, um für den Peraine-Tempel seltene Pflanzen mit heilender Wirkung zu finden. Schließlich durfte Beon dem hiesigen Hüter der Saat sogar zur Hand geben, um Heilsalben und -tränke für die Kranken und Siechen herzustellen und mehr über die gesundheitsfördernde Wirkung von allerlei Rübenarten zu erfahren. Eines Tages aber erkrankte sein eigener Bruder schwer an einer seltenen Form des Brabaker Schweiß und nichts und niemand konnte ihm helfen. Obwohl Beon in seiner Verzweiflung alles daransetzte, ein Heilmittel gegen das Sumpffieber zu finden, starb der geliebte Bruder. In tiefer Trauer beschloss Beon, selbst Perainegeweihter zu werden, um fortan sein Leben der Erforschung der heilenden Wirkung von Kräutern und Feldfrüchten zu widmen.

Einer Vision der Gütigen folgend ging er nach Trallop und bat um Aufnahme in den Orden der Therbûniten, der im Stadtteil Altentrallop bereits seit vielen Jahrhunderten ein Kloster unterhält. Beons besonderes Interesse galt einem der größten Sümpfe Aventuriens, dem Nebelmoor. Ohne Scheu vor den Gefahren des Moors unternahm Beon viele beschwerliche Wanderungen, um seltene Heilkräuter aufzuspüren, mit denen er das Sumpffieber und andere Krankheiten wirksamer bekämpfen wollte. 
Dem frommen Ordensbruder schlossen sich mehrere wagemutige Gefährten an, die ebenso wie er bereit waren, in demütiger Armut und Enthaltsamkeit zu leben, um Heilmittel für kranke Menschen zu finden. Gemeinsam beschlossen sie, in unmittelbarer Nähe des Nebelmoors ein neues Ordenshaus zu gründen. Vom weisen Herzog Jarlan von Weiden erhielten sie ein kleines Stück Land am Finsterbach und so wurde 727 BF das Therbûniten-Kloster Beonfirn gegründet.
 
Als wichtigste Errungenschaft des Klostergründers gilt eine Heilsalbe aus Donf und Traschbart, die gegen den Brabaker Schweiß hilft und die Wirkung des Sumpffiebers auf einen Tag begrenzt. Blaues Sompalit ist eine Salbe von tiefblauer Farbe und strengem Geruch. Später widmete sich Beon der heilenden Wirkung von Rüben wie Rote Beete, Zuckerrübe, Rettich und Knollensellerie. Auch gewann die Klostergemeinschaft Erkenntnisse, wie die Felder der Bauern noch mehr Erträge bringen konnten.

Die im Volkmund als „Beoniter“ bekannte Gemeinschaft genießt bei Volk und Adel gleichermaßen hohes Ansehen, da sie danach strebt, ihre Glaubenssätze des Cura et Labora zu leben und auf pragmatische Art den Menschen zu helfen.