Dragenfeld, Baronie Ingerimms Steg, Peraine 1037 BF

Es ist nun schon einige Götterläufe her, dass der oberste Geweihte der Perainekirche, auch Diener des Lebens genannt, alle Gläubigen dazu aufrief, am Rande der Wüstenei von Dragenfeld ein deutliches Zeichen für die Kraft des Lebens und gegen Verderben und dämonische Verseuchung zu setzen: Rund um die Todeszone, die 1015 BF durch das lästerliche Wirken eines Schwarzmagiers – unheilig! – geschaffen wurde, sollten Pilger einen Gürtel von Bäumen pflanzen, damit Peraines Gaben wieder Einzug halten können und das Gute über das Böse triumphiert.

Bald wurde erstes zaghaft sprießendes Grün im Schatten der Schößlinge beobachtet. Viel klarer aber trat zu Tage, dass Bäume und andere Pflanzen sich eher nach hinten als nach vorn ausbreiteten – also zum Altenforst hin, der fast die ganze Fläche der Sichelwacht bedeckt. Manche werteten das als schlechtes Zeichen, doch nun scheint sich das Gegenteil zu bewahrheiten. Es sei, als würde der Alte Forst dem jungen Bewuchs Kraft verleihen, gab Oswald von Högelstein, Gräflicher Jagdmeister, zu Protokoll. Die Bewegung weg von der verfluchten Wüstenei habe sich umgekehrt, nachdem das Band zwischen Altenforst und Schößlingen einmal gebildet war. Bleibt abzuwarten, wie es nun weitergeht.