Das Dorf Grevenstein
| Grafschaft: | Bärwalde |
| Herrschaft: | Junker Arnôd Pratos von Grevenstein Dorfälterster Markwolf Blauhiller |
| Wappen: | keins |
| Einwohner: | etwa 150 |
| Garnisonen: | 2 Dorfbüttel |
| Tempel: | Peraine; Ifirnschrein |
| Gasthöfe: | Zum schwankenden Nachen |
| Wirtschaft: | Räucherei Harnischträger, Sennerei Würzhuther, Brauerei Grevensteiner |
| Besonderheiten: | Tatsächlich wurde der Grevenstein über einem mächtigen Ambossstein errichtet, der vor langer Zeit dem Gravesch geweiht war. Vor der Mole in Grevenstein ragen die 7 Schwestern aus dem Wasser des Amorîn, scharfkantige Felsen, von denen die Mär geht, es seien versteinerte Hexen. |
| Stimmung: | Grevenstein ist eines der wehrhaftesten Dörfer der Baronie und man ist zu Recht stolz auf seine Landwehr: Jeder Bauer, Kuhbursche und Handwerker vermag seine Sturmsense zu schwingen oder den Bogen zu spannen. Auch wenn man sich ansonsten eher ruhig und gleichmütig gibt, ist man sich seiner Geschichte wohl bewusst und alleine die Tatsache, dass die größeren Viehherden in Furchanger gehalten werden, vermag einen Grevensteiner aus der Ruhe zu bringen. |
Grevenstein ist ein wehrhaftes Dorf, das sich vor der Schildburg gleichen Namens gebildet hat. Es ist von einer festen Holzpalisade umgeben und schmiegt sich an das Ufer des Amorîn. Etliche Legenden haben sich um diesem See gebildet, denn sein Name leitet sich von seinem mächtigsten Bewohner ab, dem riesigen Harnischwels, dem bereits die Auelfen nachstellten, die lange Zeit hier lebten.
Vornehmlich wird Ackerbau und Viehzucht betrieben, doch ist man dabei nicht ganz so erfolgreich wie die Leute aus Furchanger, was die Grevensteiner maßlos ärgert. So kommt es hin und wieder zu kleinen Fehden zwischen den Dörfern, und regelrechten Massenkeilereien, die dann aber flugs und in bester Eintracht in der Taverne des siegreichen Dorfes ebenso schnell wieder begossen werden (schließlich hat bewiesen, dass man der Bessere ist und muss den armen Verlierer doch einladen; das gebieten Ehre und Anstand). Ebenfalls weit verbreitet sind die Fischerei und die Reeternte.
Die Bewohner des Dorfes haben sich in den letzten Jahrzehnten durch enormen Kampfgeist ausgezeichnet, denn über ein Drittel der Landwehr, die die Moosgrunder Barone aufstellten, rekrutierte sich aus Grevensteiner Freiwilligen. Allgemein kann man sagen, dass die Grevensteiner so treu zu Baron und Junker stehen, wie die Moosgrunder zu Herzog und Land.
Wichtige Gebäude Grevensteins
Apfelschrein – Der Perainetempel
Der kleine Perainetempel steht oftmals leer, wohl aber jedem Besucher offen. Der Hüter der Saat jedoch, Eschholt Brückinger, ist den lieben langen Tag damit befasst auf den Feldern und Weiden nach dem Rechten zu sehen, die Rinder zu begutachten und eigentlich jeder Tätigkeit nachzugehen, bei der man sich die Hände dreckig machen kann. Da er auch ständig von den Bauern und Rinderzüchtern zum Essen und gerne auch zu zwei, drei Hörnern Bier oder Met eingeladen wird, ist er eigentlich nur zum Schlafen oder an Feier- und Festtagen im Tempel zu finden.
Dass der Tempel immer gut in Schuss ist, liegt daran, dass sich die Alten und die Jungen des Dorfes um das Gebäude kümmern und es auch feierlich schmücken, so dass es häufig den Anschein hat, als würde Erntedank gefeiert. Am Tag der Roggenmuhme, hält Eschholt einen großen Göttinnendienst, zu dem sich das ganze Dorf versammelt, so dass viele zwischen den mächtigen Apfelbäumen stehen, die den Eingang des Tempels flankieren.
Artema Albæ – Ifirnschrein
Der kleine, aber prächtigen Schrein wurde ursprünglich durch den Edlen Tirion als Marboschrein errichtet. So mancher Grevensteiner fragte sich, woher der Rittersmann das Geld für den Bau dieses Kleinodes hatte. Nach seinem Tode jedoch verschwand die Marbidin Zalibeth, eine Tulamidin, der viele eine intime Liebschaft mit Tirion nachgesagt hatten, spurlos. Und mit ihr die Marbostatuette und das 30 Finger durchmessende Granatfenster.
Heute ist der Schrein der Ifirn geweiht, der milden Tochter des Alten vom Berge und wird von der jungen Geweihten Falinja von Norburg betreut, die im Jahr 1041 BF eigens aus Bjaldorn hierher entsandt wurde. Seit dieser Zeit werden hier, in einer Nische, die von einer Statuette der Heilgen Artema beherrscht wird, fässerweise Pfeile, Sehnen und Bögen aufbewahrt, für den Fall, dass die Schwarzpelze wieder von der Palisade Grevensteins auftauchen.
Räucherei Harnischträger (Q9 / P7)
Am Amorîn wird gerne und erfolgreich gefischt, so macht es kaum Wunder, dass direkt am Ufer des Sees, nur unweit der kleinen Mole eine feine Räucherei zu finden ist, welche der Familie Bärweniger gehört, in der der bekannte Grevensteiner Barsch beheimatet ist, über Buchenholz geräucherter, gerne warm servierter Flussbarsch. In ganz Bärwalde sind die kleinen Holzkisten bekannt, die das Zeichen der Räucherei tragen, den eingebrannten Kopf des Harnischwelses.
Taverne Zum Schwankenden Nachen (Q7 / P6)
Die Taverne ist trotz des Namens eine sichere Bank. Der Wirt Olin Erlmann sorgt dafür, dass stets frisches Stroh auf dem Boden liegt, und seine Fischsuppe hat schon so manchen davor bewahrt im betrunkenen Kopf in den Amorîn zu stürzen. Zudem gibt es hier einen Schlafsaal, der fünf einfache Strohbetten für Gäste bereithält. Dass es seiner halbnorbarischen Ziehtochter Fannja immer wieder gelingt den wilden Bienen des Luchsforstes Waldhonig zu entlocken und er daraus hervorragenden Met braut, sorgt ohnehin dafür, dass die Schankstube abends gut gefüllt ist und auch von Zeit zu Zeit auch Reisende auf dem Weg nach Brachfelde gerne hier einkehren.