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Familie Leufels – Standhaft und treu
„Dies ist nicht die Zeit zur Ruhe. Geh weiter und gib Schutz denen, die sich nicht selbst schützen können. Sei Standhaft im Angesicht des Feindes und mein Mut und meine Stärke werden deiner Treu sein.“
- Angebliche Worte Gwyddors an Waloran
Ursprung – Die Stimme des Löwenkönigs
Die Geschichte des Hauses Leufels beginnt mit einer Legende. Waloran, ein einfacher Jäger aus der Baronie Schneehag war auf seinen Streifzügen in den Blautann geraten. Dort stieß er durch Zufall auf eine Gruppe Schwarzpelze auf Kriegszug. Es war die Zeit des 2. Orkensturms. Sie entdeckten den Menschen und setzten ihm nach. Waloran lief um sein Leben und geriet dabei immer tiefer in den verwunschenen Wald. Als er das Gefühl hatte, seinen Häschern entkommen zu sein, erreichte er eine kleine Lichtung. Hier befand sich ein mächtiger Felsen, der die Form eines sitzenden Löwen hatte. Erschöpft lies Waloran sich nieder und schlief ein. Doch sofort schreckte er wieder auf, denn eine donnernde Stimme sprach zu ihm. Es war Gwyddor – der von den Göttern in Stein verwandelt wurde um auf seinen letzten, ihm würdigen Kampf, zu warten. Was der mystische Löwe Waloran alles erzählte, darin weichen die Geschichte über die Jahrunderte hinweg stark ab. Die oben zitierten Worte sind aber immer dabei. Waloran erhob sich und fand den Weg raus aus dem Wald, erreichte ein Dort und warnte die Bewohner vor den nahenden Schwarzpelzen. Die Soldaten des Barons stellten sich ihnen entgegen und auch Waloran soll es sich nehmen gelassen haben mit ihnen zu kämpfen. Im Angesicht des Mutes des jungen Jägers und aus Dank für die Rettung des Dorfes und das man den Vormarsch der Schwarzpelze an dieser Stelle aufhalten konnte, erhielt Waloran ein Stück Land, welches er Leufels nannte.
Geschichte
Als erste Erwähnung findet sich tatsächlich die Lehnsgabe an einen Waloran im Jahre 602 BF mit einem Rittergut mit Namen Leufels in der Baronie Schneehag. In den folgenden Jahrhunderten blieb die Familie klein und bescheiden. Das älteste Kind übernahm das Rittergut, die restlichen Nachkommen suchten ihr Glück, Nebenlinien entstanden, vergingen oder gingen in anderen Häusern auf. Doch ihrem Familienmotte blieben sie immer treu. In allen Schlachten, die das Herzogtum innerhalb und außerhalb der eigenen Grenzen schlug, war auch immer ein Leufelser dabei und bewies seinen Mut und seine Treue zu Lehnsherr, Herzogenhaus und Reich.
Das änderte sich erst mit Waldorn von Leufels (975 – 1027 BF). Er wollte mehr, war ambitioniert, pflegte und knüpfte Kontakte und trat dem Orden der Silberfalken bei. Doch der Tod seiner großen Liebe, Lerana von Ottersberg, brach ihn. Aus Ambitionen wurde krankhafter Ehrgeiz und ein regelrechter Hass auf die „über ihm“, die ihn „klein hielten“. So sah auch er, wie leider viele Silberfalken, im „Herzog“ von Borbarads Gnaden, Baeromar von Geltring-Weiden, den großen Retter und Wegbereiter für seinen eigenen Aufstieg. Bis zum Schluss hielt er ihm die Treue. Auch dann noch, als sein ältester Sohn – Walthari, der gerade so die Schreckendes Ysilia-Feldzuges überlebt hatte – sich von ihm lossagte und in mehreren Scharmützeln auf der anderen Seite stand. Nach dem Fall des Usurpators 1022 BF wurde auch Waldorn zur Rechenschaft gezogen und für immer aus dem Herzogtum verbannt.
Der Sohn, Walthari, wollte das Erbe antreten. Doch die Herrscher von Schneehag versagten es ihm und bestätigten ihn nicht. Eine Entscheidung, die auf die Fehde der Böcklins mit den Schneewlin zurückging. Unter letzteren war die ursprüngliche Belehnung erfolgt und auch nachdem die Böcklins die Baronie übernommen hatten, blieb eine enge Freundschaft der Häuser Schnewlin und Leufels bestehen, die den Baronen von Schneehag ein Dorn im Auge war.
So blieb Walthari mittellos zurück und der Familie drohte der Untergang. Walthari kam als Dienstritter beim Vogt von Gräflich Reichsend, Halgan von Hirschenborn, unter. Diesem oblag ab 1027 BF die Aushebung der neu angedachten Finsterwacht, einer Wachturmkette entlang des Finterkamms, welche das Herzogtum im Falle eines erneuten großen Orkensturms rechtzeitger warnen sollte. So wurde Walthari zu einem Ritter der Wacht. War Tiro von Gernbach zu dieser Zeit die rechte Hand des Wachtgrafen und dessen Vertreter in Reichsend, so war Walthari die linke Hand und wurde dem Wachtgrafen ein verlässlicher Schwertbruder und Freund auf seinen oft langen Reisen durch die Heldentrutz. So wunderte es auch kaum jemanden, als Halgan Walthari zum Ersten Ritter der Finsterwacht ernannte, als Mattis Blaubinge dieses Amt 1029 BF freiwillig abgab. Eher verwunderlich war, dass er ihm das abgelegene Lehen Dergelbruck in der Baronie Dergelquell anvertraute. Seit dem, nun am jeweils anderen Ende der Grafschaft befindlich, begegneten sich die beiden deutlich seltener. Doch durch Dergelbruck hatten die Leufels wieder ein Zuhause.
1032 BF wurde die Baronin von Dergelquell, Aargrein von Ebelried-Streitzig, von Erek Fälklin entführt und verschwand auf Jahre bis man 1035 Gewissheit über ihren Tod erhielt. In dieser Zeit war Walhtari Vogt von Dergelquell und wurde 1036 BF dann durch Graf Emmeran zum Baron ernannt.
Heute (Stand 1045 BF) hat der Name Leufels auch über die Heldentrutz hinaus einen guten Klang und Walthari, als Familienoberhaupt, ist mit vorsichtiger Hand dabei, den neuen Stand im Hochadel des Herzogtums auf solide Füsse zu stellen und auszubauen.
Lehen
Baronie Dergelquell
Edlengut Dergelbrück (Baronie Dergelquell, Grft. Heldentrutz)
Junkergut Goldacker (Baronie Schroffenfels, Grft. Sichelwacht)
Lebende Familienmitglieder
Walthari von Leufels, Familienoberhaupt und Baron von Dergelquell, vier Kinder
Waldhold von Leufels, Junker von Goldacker, zwei leibliche und zwei adoptierte Kinder
Oleana von Leufels, Adoptivtochter von Waldhold, Ehegattin von Ugdalf von Birselburg
Finanzkraft
Gering
Einfluss
… in der Grafschaft Heldentrutz: hinlänglich
… im Herzogtum: gering
