| Voller Name: | Wehrkloster am Etiliengrund zu Ehren von Herzogin Selinde III und der Schlacht im Etiliengrund |
| Ort: | Auf dem Krähensattel in der Nähe des Dorfes Schneekrumme, Baronie Schneehag |
| Art: | Wehranlage mit Borontempel und mehreren Türmen. |
| Tempelvorsteher: | Seine Hochwürden Eslamo Etiliano de las Dardas zu Etiliengrund |
| Geweihte: | 6 Geweihte (davon 1 meistens abwesend), 5 Novizen |
| Besonderheiten: | Wehrkloster, das den letzten Orkensturm wie durch ein Wunder komplett schadlos überstand und soweit bekannt der einzige Borontempel westlich des Pandlaril´s ist. |
Historie:
Gegründet wurde das Kloster 868 BF von Herzogin Selinde III. In der Nähe des heutigen Klosters hatte die damalige Gräfin Selinde mit ihrem Heerbann, unter Führung und zahlenmäßig großer Beteiligung des Familie Böcklin, das Aufgebot der Familie Schnewlin blutig geschlagen. Nach ihrer Krönung zur Herzogin Selinde III empfand sie Reue für das angerichtete Blutbad an ihrem Volk. Sie bat daher die Kirche Borons darum ein Kloster an der Wallstatt zu errichten, erbaut mit direktem Blick auf ehemaligem Schlachtfeld. Während des letzten Orkensturms flohen sehr viele Menschen nach Etiliengrund und das Kloster blieb aus unbekanntem Grund von einem Angriff der Schwarzpelze verschont. Zwar konnten diese Flüchtlinge nur wenig mehr als ihr Leben retten, doch damit ging es ihnen deutlich besser als hunderten Anderen in Schneehag und der gesamten Heldentrutz.
Lage:
Baronie Schneehag, ca. 8 Meilen nördlich des Winterbachs, gut 2 Meilen südlich der Grenze zur Baronie Reichsend. In etwa zweieinhalb Meilen östlich des Klosters liegt das Dorf Schneekrumme. Die Senke zwischen Dorf und Kloster trägt den Namen Etiliengrund. Sie verfügt über, für die Heldentrutz, recht fruchtbare Böden und spiegelte für lange Zeit die Milde, Güte und Reinheit der heiligen Etilia wieder. Hier fand die Schlacht statt, die zur Gründung des Klosters geführt hat.
Das Kloster selbst liegt auf einem kleinen Berg namens Krähensattel. Gen Norden, Westen und Süden fällt der Krähensattel relativ steil ab. Die recht steilen Hänge an diesen drei Seiten sind sehr dicht mit Schlehenbüschen bewachsen. Auf Fuße der Westseite des Berges gehen dieser Schlehenbüsche fließend in einen dichten Wald über, der sich bis zum Hochgebirge des Finsterkammes hinaufzieht.
Gen Osten ist der Berghang wesentlich flacher und ähnelt eher eine Rampe. Hier schlängelt sich in mehreren Serpentinen der Weg zum Kloster hinauf. Links und Rechts des Weges leben gut 2 Dutzend Leibeigene in ihren Katen. Rund um Weg und Katen liegen die Felder, die die Leibeigeigenen und Klosterbewohner gemeinsam bestellen und mit deren Erträgen das Kloster zum Teil versorgt wird. Durch die Höhe des Krähensattels hat man vom Kloster aus eine sehr gute Sicht auf die Umgebung.

Status:
Bereits Baron Marbert Böcklin hat den Krähensattel an die Boronkirche „verschenkt“. Ebenso führt das nahegelegene Dorf Schneekrume seinen Tempelzehnt und auch den Zehnt für den Lehensherren komplett an das Kloster ab. Unter Baron Firian Böcklin erhielt das Kloster weiteres Land an den Hängen des Krähensattels. Er bestätigte für 12 mal 12 Jahre, dass die Abgaben aus Schneekrume (Tempelzehnt und Zehnt für den Lehensherren) an das Kloster gehen sollten. Sowohl die Familie Böcklin als auch einige andere Weidener Adelsfamilien haben seither einige Spenden an das Kloster getätigt. Der Schutzritter des Kloster ist offiziell mit einem Turm im Kloster belehnt, welcher gleichzeitig Teil der Finsterwachtturmkette ist. Der Turm trägt den Namen Krähenbecher.
Beschreibung des Klosterareals:
Die Tore des Klosters sind vom Finsterkamm abgewandt. Dieser liegt also quasi im Rücken des Klosters. In den Felsspalten des Krähensattels, im nahen Wald und in den Mauerritzen des Klosters nisten viele Dutzend Finsterkammdohlen. Die Geweihten haben eine Methode entwickelt aus dem Flug der Vögel zu orakeln. Nahezu das gesamte Areal des Gipfels des Krähensattels ist von einem schulterhohen, äußeren, Mauerring mit drei kleinen Türmen umgeben. Jeweils eines dieser Türmchen liegt an der Nord-, West- und Südseite des Krähensattels. In ihm befindet sich jeweils eine schwere mit Eisenbeschlägen verstärkte Holztür. Über sie erreicht man einen schmalen Pfad zwischen den Schlehenbüschen, die zu kleinen Terassen führen. An der Ostseite des äußeren Mauerringes gibt es einem Torbogen mit hölzernem Doppeltor. An der Innenseite angelehnt, ihn aber überragend, sind Wirtschaftsgebäude und Ställe für Schafe und Ziegen, sowie die wenigen Pferde des Klosters bzw. für die Gäste des Klosters. Das Land innerhalb des Mauerringes gehört wirklich und vollkommen der Kirche Borons, die es vom Baron ordentlich gekauft hat. Bereits hier zwischen äußeren und inneren Mauerring liegen zum Kloster gehörende Felder und Weiden. Die Außenmauer ist aber zu niedrig um einen wirklichen Nutzen im Verteidigungsfall zu haben oder um das ganze Zwinger nennen zu können.
Innerer Mauerring und Tempel:
An die Innenseite der Wehrmauer des Klosters lehnen sich diverse Fachwerkhäuser: Schmiede, Stall, Tintenhaus, Brennerei für Klostergeist, Scheune, Remise usw. Auch ein kleines Gästehaus mit 2-3 kleinen Kammern steht hier.
Turm 1 Noionitenturm: im KG Zellen für hoffnungslose Patienten, im EG Schlafsaal (Dormitorium) für die Patienten mit Heilungschancen, im Obergeschoß Unterkunft für 3 Akoluthen und den Noionit Nikanor. Der Eingang im EG in den Turm ist zugemauert. Die Schießscharten, die Licht in den Turm lassen, sind zu schmal, um einem Menschen den Ausbruch zu ermöglich. Zudem fangen sie erst in 3m Höhe an. Zugang in den Turm hat man über Türen vom Wehrgang aus. Diese sind stets verschlossen. Den Schlüssel haben der Abt des Klosters und der Noionit.
Turm 2 Etilianerturm: KG "Rumpelkammer", EG Gemeinschaftsraum der Etilianer, 1 OG, Raum der beiden Akoluthen des Ordens, die immer im Turm sind, 2 OG Raum für Etilianer und deren Novizen.
Turm 3 Refectoriumsturm hat einen steinernen Anbau an der Innenseite. In diesem und im halben EG des Turms der Speisesaal (Refectorium), im restlichen EG die Küche des Klosters. Der Turm hat ein "Mannloch" in der "Vorburg“ mit schwerer Eichentür. Im OG befindet sich eine Schreibstube, ein Lesesaal und eine sehr kleine Bibliothek. Mehrere Akoluthen (2-3) verdienen hier Geld für das Kloster indem sie Bücher kopieren. Im KG findet man die Vorratskammer.
Turm 4: Torturm mit schweren, eisenbeschlagenem, doppelflügeligem Eichentor und Fallgitter. Es ist aber keine Zugbrücke oder Graben vorhanden. Im OG des Turms ist eine Kammer für die wenigen Bediensteten des Klosters.
Jeder der 4 Türme hat ein Dachgeschoss mit umlaufendem Wehrgang. Darüber befindet sich ein offenes Spitzdach. Eine Besonderheit bei Turm 1 ist, dass man das DG nicht über eine im Turminneren liegende Wendeltreppe erreicht, sondern über eine hölzerne nachträgliche angebaute Treppe vom Wehrgang der Mauer.
Finsterwachtturm "Krähenbecher":
Der Wehrturm ist direkt an den eigentlichen Tempel angebaut. Er hat die Funktion und den Aufbau wie ein Bergfried und dabei besonders dicke Mauern. Das KG ist Teil des Tempels. Im EG liegt das Dormitorium der Akoluthen. Von hier aus gibt es einen Zugang in den Tempelraum. Das 1 OG ist über eine hölzerne Treppe an Außenmauer zu erreichen. Hier liegt ein Gemeinschaftsraum und Schlafplatz für 3 Waffenknechte oder Schildmaiden. Im 2 OG sind die Räume des Ritters, im 1 DG ein umlaufender Wehrgang. Das 2 DG bietet eine Aussichtsplattform. Auf ihr liegt ständig vorbereitetet ein Holzstapel für Signalfeuer.
Grotesk wirken die Figuren auf dem Fresko des Etiliengrunder Totentanzes, das die Außenmauer des Finsterwachtturmes schmückt. Im flackernden Fackelschein scheinen die dargestellten Skelette und die Gestalten der Armen und Reichen, der Kaufleute und Priester, der Bauern und Edeldamen, die sich zum Tanze versammelt haben, lebendig geworden zu sein. Sie nehmen sich bei den Händen und vollführen einen Reigen zu Ehren des Unausweichlichen. Frauen in edlen Gewändern, Mägde und Kinder aber auch gekrönte Häupter, Geweihte und Ritter in glänzender Rüstung müssen dem Dunklen Vater in Gestalt des Schnitters oder tanzenden Skeletts folgen und sich dem Tanz des Todes, der allem Leben ein Ende bereitet, anschließen.
Borontempel:
Betritt man den inneren Mauerring des Wehrklosters Etiliengrund so blickt man auf die Längsseite des Borontempels. Auffällig ist der Finsterwachtturm an der Schmalseite des Gebäudes. Die Außenwand des Tempels wird von kleinen erkerartigen, zweistöckigen Anbauten mit Außentreppe und Schindeldach gegliedert. An jeder Langseite gibt es zwei kleinere und im Bereich der Apsis einen größeren eingeschossigen Anbau. In den kleinen Anbauten leben je zwei Novizen, den großen Anbau, der aus Vorraum und separater Schlafkammer besteht, bewohnt je ein Diener Golgaris und Bishdariels. Auch an die Apsis grenzt ein zweigeschossiger Anbau, der dem Abt vorbehalten ist. Er enthält im Erdgeschoß einen Vorraum mit einer Schlafnische für den persönlichen Diener des Abtes (Akoluth) und ein Arbeitszimmer. Im Dachgeschoss liegt die Schlafkammer des Abtes. Über eine Wendeltreppe kann der Klostervorstand die „Halle des Todes“ erreichen. Die Anbauten der Geweihten und des Abtes verfügen über einen eigenen Kamin.
Den Andachtsraum des Tempels betritt man durch ein Portal in der Mitte der Längsseite. In dem Portalvorbau befindet sich rechts ein kleiner Schrein der Sankta Etilia und links eine Bank auf der die Diener Borons denjenigen die Beichte abnehmen, die sich scheuen, das Innere des Tempels zu betreten.
Das Tempelschiff entspricht einer typischen langestreckten Basilika ohne Säulen im Innenraum. Nur ein paar kleine und hohe Fenster lassen wenig Licht ins Innere des Tempels. Ein paar harte Holzbänke sind auf die Apsis mit dem Chor ausgerichtet. Hier erhellen schmale, lange Fenster den Chorraum mit seinem glänzenden, schwarzen Steinaltar auf dem sich rechts und links je silberne Räucherschalen befinden. Dahinter erhebt sich die lebensecht wirkende Darstellung Golgaris mit ausgebreiteten Schwingen, deren Detailgenauigkeit jede Feder erkennen lässt. Sie ist das Meisterwerk eines Bildhauers aus Lowangen.
Der Zugang zum Untertempel, der die „Halle des Todes“, die für Gläubige zugänglich ist, und die „Halle der Träume“ liegt rechts und links der Treppe zur Apsis/ seitlich an den Längsseiten des Tempels. Er ist mittels einer Treppe zugänglich.
Die „Halle des Todes“ ist ein dunkler Raum mit tiefhängender Decke. Die Luft ist geschwängert von Weihrauch und dem Räucherqualm einiger Dufthölzer. 2 Liegen stehen an den Seiten des Raumes für die „Schläfer“ bereit, die Botschaften Bishdariels empfangen möchten. In der Mitte des Raumes hängt eine Räucherampel.
Der Zugang zur „Halle der Träume“ befindet sich im Erdgeschoss des Finsterwachtturms. Über eine Wendeltreppe ist der Raum zugänglich der ebenso groß wie die „Halle des Todes“ ist. Dort haben nur die Geweihten Zutritt.
Bewohner (Stand 1046 BF):
Geweihte
Seine Hochwürden Praetor: Eslamo Etiliano de las Dardas zu Etiliengrund (vorher Deuter Bishdariels)
Ihr Ehrwürden Deuterin Golgaris: Irmingard (Etilianerin)
Seine Ehrwürden Deuter Bishdariels: Nazir Nocturnus Heldor
Ihre Ehrwürden Deuterin Golgaris: Luitperga
Seine Gnaden Diener des Raben: Nikanor (Noionit)
Ihre Gnaden Dienerin des Raben: Coris Etiliane Fesslin (Etilianierin)
Mit Ausnahme des Abtes ist es im Kloster Etiliengrund üblich das sich die Geweihten untereinander nur mit dem Namen und einem Bruder bzw. Schwester davor ansprechen.
5 Novizen: Hogg und Nille, Richild, Boromundes und ein weiterer Novize/Novizin
21 Borondiener (Akoluthen)
davon 1 beim Abt, 3 im Noionitenturm, 2 im Etilianerturm, 2 „Bestatter“ Ulfert und Gunter
6 Bedienstete (Koch mit 2 Helfer, "Hausmeister", 1 Hirte, 1 Stallknecht)
1 Schutzritter Heiturod von Syllenwies
3 Waffenknechte Custodes, Korrick und Moribert
etwas mehr als 2 Dutzend Unfreie in Katen in der Nähe des Klosters, die das Land bewirtschaften, das dem Kloster zur Versorgung vom Baron von Schneehag überlassen wurde.
BRIEFSPIEL
• Spielerin
Sabine Zeitler