Herzoglich Waldleuen

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Grafschaft: Heldentrutz
Herrscher: Walpurga von Löwenhaupt, vertreten durch Landvogt Bunsenhold von Waldtreuffen
Wappen: Auf Grün, drei silberne schreitende Waldlöwen
Einwohner: 1.795
Baronssitz: Herzögliches Jagdgut Waldleuen
Orte: Hennsthal (120), Firnroden (140), Leuengrund (220), Mittnacht (90), Ulmenau (350), Tannwald (110), Waldleuen (160)
Tempel: 2x Firun (Tempel des Ewigen Eises, Tempel des Himmlischen Jägers), Rondra (Pilgertempel nahe des Leu), Travia (Tempel von Heim und Herd)
Garnison: Die Ritter der Vasallenlehen und ihr Waffengefolge; darüber hinaus zwei Dienstritter, ein Dutzend Waffenknechte und eine Zehnschaft Grünröcke auf dem herzoglichen Jagdgut
Landschaft: Blautann, Hennsthal, Iseholz, Vier-Lehen-See, ansonsten eher sanfte und (für Trutzer Verhältnisse) fruchtbare Vorgebirgslandschaft (Waldleusche Börde)
Wege: Hagweg, Urkenstieg, Wulfenstieg
Besonderheiten: Alte Klamm, Der Blautann, Hennsthal, Hexenzirkel vom Blautann, Hütte Hühnerbein, Iseholz, der Leu, Luzelins Grotte, Weißensee

 

“Woher die Baronie Waldleuen ihren Namen haben mag, erschließt sich dem Interessenten schon recht bald. Beinahe jeder Heldentrutzer kennt die Geschichte als König Isegrein der Alte von Baliho bei einer seiner Jagden im Bereich des heutigen Iseholzes auf den Tierkönig der Löwen getroffen sein soll. Jener Wald trägt auch heute noch den Namen des Königs und die Baronie jenen des Löwen im Walde.”


I Derographie:


Das herzogliche Allod Waldleuen liegt im rahjawärtigen Teil der Grafschaft Heldentrutz, zwischen der Stadt Nordhag und dem Blautann im Norden, sowie dem Hohenforst und Weißensee im Süden. Anders als bei vielen anderen Baronien, werden die Grenzen Waldleuens nicht anhand eindeutiger Landmarken gezogen. Hier scheint es als wären die Grenzsteine scheinbar willkürlich in die wilde Weidener Natur gesetzt worden. Einzig der Verlauf hin zur Baronie Weidenhag, deren Lande im Zuge der Neuordnung der Grafschaften des Reiches, unter Rohal dem Weisen, aus dem herzoglichen Lehen hinaus gelöst wurden, bildet hierbei eine Ausnahme. Die praioswärtige Grenze der Baronie verläuft entlang der Grenze des Hohenforstes und dann weiter bis hin zum Südufer des Weißensees. Rahjawärts grenzt die Baronie an die, in der Grafschaft Bärwalde gelegenen Baronien Urkentrutz und Blaubinge. Im Firun läuft die Grenze zur Baronie Schneehag entlang der Alten Klamm durch den düsteren Blautann und den fischreichen Vierlehenssee. Im Efferd grenzt das herzogliche Lehen an die Baronien Nordhag und Hzgl. Weiden.

Die Topografie der Baronie Herzoglich Waldleuen wird von einer sehr abwechslungsreichen, sanft-hügeligen Vorgebirgslandschaft dominiert. Betritt man das herzogliche Lehen firunwärts über den Hagweg, so kommt man kommt man alsbald nach der Grenze am Dorf Leuengrund vorbei. Diese Siedlung liegt direkt am fischreichen Vier-Lehen-See, welcher zusammen mit den (für Trutzer Verhältnisse) fruchtbaren Landen der Waldleu´schen Börde das Hauptauskommen der Bewohner dieser Gegend sichert. Die liebliche, lebensfreundliche Gegend um das Dorf mag dem Besucher jedoch ein falsches Bild vom Norden der Baronie vermitteln. Denn nur wenige Meilen rahjawärts von Leuengrund findet sich der mystisch-verwunschene Blautann. Die Gegend um den Wald wird von den Menschen weitestgehend gemieden, wiewohl sich mit der Burg Blautann hier der zerstörte Stammsitz eines alten weidener Rittergeschlechtes finden lassen mochte. Auch die kleinen Rittergüter Fialgralwawacht und Kranewitt finden sich praioswärts, in unmittelbarer Nähe des Forstes. Beide Güter wurden vor einigen Jahren zerstört - ob von Orks oder anderen Mächten ist dabei nicht bekannt.

Folgt man jedoch dem Hagweg, der Hauptverkehrsader der Baronie, von Leuengrund aus in Richtung Praios, so erreicht man schon bald das kleine Dörfchen Mittnacht. Hier haben sich über die Jahre Menschen im Schatten des Giesholdsthurms und einer alten Wegschenke angesiedelt, in deren Schatten der Hagweg auf den Urkenstieg trifft - einem Karrenpfad, der über das Dorf Firnroden hin in Richtung in die Grafschaft Bärwalde führt.

Das Herz der Baronie bildet das Iseholz. Hier soll einst König Isegrein der Alte auf den Tierkönig der Löwen getroffen sein. Der Wald bildet das komplette Gegenteil zum verwunschenen Blautann, denn dieser Ort wird von den Menschen gerne aufgesucht. Selbst die Herzogenfamilie hat hier ihr bevorzugtes Jagdgebiet, was vor allem das repräsentative herzogliche Jagdgut Waldleuen an der praioswärtigen Seite des Forsts zeigt. Efferdwärts des Forstes findet sich zwischen der Holzmotte Waldtreuffen und dem Dorf Hennsthal eine größere unfruchtbare Ebene, die den Menschen der Gegend, gleich dem Dorf, als Hennsthal bekannt ist. Hier soll sich einst einmal ein großer, inzwischen ausgetrockneter See befunden haben, der angeblich während der Magierkriege verschwand.

Der Tannenwald, das dritte Waldstück der Baronie findet sich einige Meilen efferdwärts des Hagwegs auf der Höhe des Hennsthales. Hier findet sich ebenso das gleichnamige Dorf und Rittergut. Seit jeher scheint dieser Forst von Orks und auswertigen Menschen gleichermaßen gemieden zu werden, sodass die Bewohner des Gutes ein abgeschiedenes, ruhiges Leben führen können. Der Praios der Baronie wird hingegen überstrahlt vom funkelndem Weißensee, der darüber auf einem weißen Kalkfelsen thronenden Festung Weißenstein und mit Ulmenau der größten Ansiedlung der Baronie.


II. Straßen und Gewässer

Die Lebensader Waldleuens stellt mit dem Hagweg einer der wichtigsten Handelswege der Heldentrutz dar. Von Nordhag weg führt diese Straße über Ulmenau und Weidenhag bis hin in die Mark Greifenfurt und der dortigen Reichsstraße 1. Eine Verbindung, die sich vor allem während des Bestehens der Wildermark (1028 - 1036 BF) einer erhöhten Frequentierung erfreute, scheuten doch Händler und Reisende die Baronien um Wehrheim. Der Urkenstieg ist ein weiterer Weg von größerer Bedeutung für die Baronie. Der Stieg führt von Mittnacht, wo er auf den Hagweg trifft, über Firnroden ins bärwaldener Urken.

Mit dem beständigen Ausbau des Jagdgutes Waldleuen wurde vor einigen Jahrzwölften der Wulffenstieg in Auftrag gegeben. Dieser gut ausgebaute Weg führt von Ulmenau hoch zum Dorf Waldleuen und bietet den hohen Gästen der Herzogenfamilie eine komfortable Möglichkeit das Gut zu erreichen.

Hagweg (Nordhag-Ulmenau-Weidenhag-Reichsweg)
Urkensteg (Mittnacht/Hagweg-Firnroden-Urken)
Wulfenstieg (Ulmenau-Waldleuen)

Finsterbach (Fialgrawla-Neunaugensee)
Vier-Lehen-See (See, der in vier Baronien liegt)
Weißensee (See unterhalb des Weißensteins mit gleichnamiger Feste)


III. Besondere Orte:


“Soll ich, du Finstrer Tann, einzutreten wagen?
Wirst du nicht zürnen der Vermessenheit,
dass ich den unruhvollen Funken Zeit
unter das Dach des ewigen Schattens trage?
-    Aus “vom Menschenskind und dem Blautann”, neuzeitlich

Waldleuen ist ein Land voller Geheimnisse, mystischer Orte und auch der Gegensätze. Vom düsteren Blautann, der von Hexenzirkeln, einem mächtigen Höhlendrachen und sonstigem Übel wollendem Viehzeug bewohnt wird, hin zum wildreichen Iseholz, das von den Herzögen Weidens als bevorzugtes Jagdgebiet gewählt wurde. Von der fruchtbaren Börde hin zum Hennsthal und vom fischreichen Vier-Lehen-See bis hin zum funkelnden, Männer verschluckenden Weißensee - überall finden sich Stätten der Mystik und der Magie.

Blautann (düsterer und verwunschener Forst)
  Alte Klamm (Schlucht im Blautann)
  Luzelins Grotte (geheimnisvolle Höhle des Hexenzirkels vom Blautann)
Der Leu (Rondraheiliger Findling)
Hennsthal (Ausgetrocknetes Seenbett)
Iseholz (Wildreicher Forst, der einst vom Tierkönig der Löwen bewohnt wurde)
Hütte Hühnerbein (Eine auf Hühnerbeinen wandelnde Hütte)
Weißensee (Funkelnder See, der junge Männer verschluckt)

 

IV Talismane:

Das Jagdhorn Herdan von Weidenaus ist seit dessen Regierungszeit vor fast 500 Götterläufen das Insignium des herzoglichen Jagdmeisters und wird im Firuntempel zu Waldleuen aufbewahrt. War das Horn bei herzoglichen Jagden lange Zeit in Verwendung, stellt es gegenwärtig bloß einen zeremoniellen Gegenstand zu Feiertagen oder bei Belehnungen innerhalb der Baronie dar.

Das Schwert Löwenbiss der lokalen Heiligen Fringilla vom Blautann wird noch heute vom jeweiligen Familienoberhaupt des alten weidener Rittergeschlechts getragen. Es gilt als unzerstörbar, in Drachenfeuer geschmiedet und soll Rondras Segen in sich tragen.