Familie Nimerfro


Familie Nimerfro - Die Sauertöpfischen

»Na, da guckt sie wieder, als würde sie gleich losgreinen, meine kleine Ministerin für Schießkunst und Jägerslust. Fürwahr, wenn ich mir das noch länger anschauen muss, wird mir ganz trübsinnig. Heda Persevant, schreib' auf, dass die Ministerin Wunnedora item geheißen sei 'von Nimerfro' und dass sie bekommen soll ein Gut in … irgendwo weit weg, im Wald, wo es niemanden stört, dass sie gar so sauertöpfisch ist. Weiden vielleicht, da hab' ich sie her. Als Wappen soll sie führen einen traurigen Mann oder sowas, der Herold soll's richten. Und nun, mir aus den Augen und her mit dem Wein!«
—Kaiser Bardo von Gareth 973 BF

Die Familie Nimerfro ist ein vergleichsweise junges Geschlecht aus der Grafschaft Baliho und aufgrund seiner wenig ruhmreichen Gründungsgeschichte eines, das sich immer wieder Hohn und Spott ausgesetzt sieht. Die Familie erklärte Firun zu ihrem Hausgott, bringt aber auch Rondra und insbesondere den Silberschwänen große Verehrung entgegen. Wunnedora, die Eltern und Geschwister zu sich nach Sichelgau holte, mauserte sich zu einer kundigen Jägerin und begründete damit die Tradition ihrer Familie, den Jagdtugenden (mindestens) die gleiche Priorität wie den ritterlichen einzuräumen. In Baliho gelten die Nimerfros zwar als ein wenig sauertöpfisch und zu ernst, aber ebenso als hervorragende Waidmänner- und frauen.
Frauen dominieren in der Familie Nimerfro und das nicht nur aus der Tradition heraus, dass nach Stammmutter Wunnedora stets eine Frau Familienvorstand zu sein hat und weibliche Nachkommen bevorzugt erben. Bislang haben aber ohnehin nur wenige männliche Nachkommen das Licht Deres erblickt.



Familiengeschichte

Mit einer Mutter aus dem Hause Löwenhaupt kamen die Kaiserlichen Zwillinge Bardo und Cella nicht ganz darum herum, dem Herzogtum Weiden einen, vielleicht auch zwei Besuche abzustatten. Von einem dieser Besuche brachte Bardo Wunnedora Dunkelrode mit, die bildhübsche Tochter eines Weidener Jägers. Der Kaiser war Wunnedoras bei einer Jagd ansichtig geworden und hatte sie sogleich zur Ministerin für Schießkunst und Jägerslust ernannt, denn letztere weckte sie in ihm. Wunnedora war wenig angetan von der Wende, die ihr Leben nahm, denn eigentlich hatte sie selbst Jägerin werden wollen. Sich dem Kaiser zu verweigern war freilich keine Option und so folgte sie ihm widerwillig nach Gareth. Hier wurde Bardo ihrer schnell überdrüssig, denn obgleich sehr hübsch, was sie von ernsthaftem und schweigsamen Gemüt, woran weder Schmeichelei noch Drohung etwas ändern konnten. Nach nur einem halben Jahr schickte der Kaiser sie darum wieder fort. In einem Anflug von Häme adelte er sie sogar und verlieh ihr Namen, Wappen und Lehen, wobei er es der Reichskanzlei überließ, das genaue Lehen auszusuchen. Es wurde Traunwart in Kaiserlich Sichelgau und Wunnedora von Nimerfro war tatsächlich ungemein froh, als sie in die alte und neue Heimat zurückkehren konnte, wo sie eine Familie begründete.
Sie heiratete Heldar Eichenwinkel (*953-1005 BF), einen jungen und hübschen Jäger, mit dem sie drei Kinder hatte, wovon zwei das Erwachsenenalter erreichten.


Familienangehörige

Oberhaupt der Familie:
Madelgard von Nimerfro (*999 BF) Familienvorstand, Junkerin von Traunwart

Angehörige (lebend):
Immberta von Nimerfro (*974 BF) Wunnedoras Erstgeborene. Ehedem Junkerin von Traunwart
Wolfhem von Nimerfro (*1002 BF)
Arnegund von Nimerfro (*1004 BF)
Ellmholda von Nimerfro (*979 BF) Wunnedoras Drittgeborene. Heiratete einen Firungeweihten, der nie lange bei ihr blieb, ihr aber dennoch vier Kinder schenkte und seit über zwanzig Jahren als verschollen gilt:
Yanrad von Nimerfro (*1000 BF) vermählt mit Inghild Corrhenstein von Hirschensprung.
Wolfgard Corrhenstein von Nimerfro (*1022 BF, Zweitgeborene Yanrads, Knappin und begabte Jägerin)
Nianrella von Nimerfro (*1003 BF), Ritterin von Bärntal, begründete einen eigenen Familienzweig;
Wunneroda von Nimerfro (*1004 BF)
Grimsam von Nimerfro (*1006 BF), wandernder Firungeweihter

Angehörige (tot):
Wunnedora von Nimerfro (*955 BF bis 1020 BF) (…); Ungeachtet ihres hohen Alters begleitete Wunnerdora Walpurga von Löwenhaupt auf ihrem Schwertzug gen Torbrien. Hier fiel die Stammmutter der Nimerfros – verbrannt von Hylailer Feuer – vor Eslamsbrück, wo der Vormarsch der borbaradianischen Truppen gestoppt werden sollte. Bis zu ihrem Tode soll sie treffsicher Pfeil um Pfeil abgeschossen haben, wofür die spätere Herzogin nach ihrer Rückkehr lobende Worte gegenüber ihrem Burggrafen Avon Nordfalk fand. Wunnedoras Bogen überlebte die Schlacht stark beschädigt. Ein Bogner reparierte ihn aufwendig und versah ihn mit sparsamen Verzierungen. Seither trägt der Bogen den Namen Flammentrutz und wird vom Familienoberhaupt geführt.
Gerswind von Nimerfro (*977 BF bis 982 BF) Wunnedoras zweite Tochter starb im Kindesalter.