Wallbrord von Löwenhaupt-Berg

Titel: Baron
Lehen: Baronie Vellberg, Perricum
Tsatag: 7. PRA 987 BF
Boronstag: 30. RAH 1039 BF
Familienstand: War mit Fredegard von Hauberach verheiratet
Nachkommen: Selinde von Pandlarilsforst und vom Berg und Ugdalf von Pandlarilsforst und von Hauberach sowie Elissa vom Berg (illegitim)
Kurzprofil: Unfreiwillig zurückgetretener ehemaliger Herzoglich-Weidener Marschall, demissionierter kaiserlicher Marschall zu Weiden, Stachel im Fleisch des Herzogenhauses, Hassfigur für viele Weidener, die ihm niemals verzeihen werden, dass er die Mittnacht beim Vierten Orkensturm aufgab und damit verriet.

 

ABSTAMMUNG

• Hauszugehörigkeit
Väterlicherseits Zugehörigkeit zum Haus Löwenhaupt,
mütterlicherseits Zugehörigkeit zum Haus Berg.

• Eltern
Wallfried von Löwenhaupt, ein Onkel der Herzogin,
und Tsaja vom Berg.

• Geschwister
Emmeran von Löwenhaupt, Selinde von Trallop, Tsaja die Jüngere vom Berg

HINTERGRÜNDE

• Aventurische Informationen
Wallbrord von Löwenhaupt-Berg wurde in der nordmärkischen Baronie Meilingen, dem Lehen seiner Mutter Tsaja der Älteren vom Berg, geboren. Seine Ausbildung erhielt er an der Wehrheimer Kriegerakadamie und wurde 1012 BF nach Weiden versetzt.
Im Herzogtum bekleidete er ab 1022 BF den Posten des Soldgrafen, musste aber nach nur zwei Jahren zurücktreten. Grund dafür: Der ehrgeizige Militär hatte sich zum Ziel gesetzt, das Weidener Heer umzustrukturieren --- weg von ritterlichen Verbänden, die sich in erster Linie dem Herzogtum und den Idealen Rondras verpflichtet fühlen, hin zu einer stehenden Truppe nach dem Vorbild der kaiserlichen Armee, in der die Soldaten auf ihre Vorgesetzten eingeschworen und unbedingt gehorsam sind. Gegen diese Reform liefen zahlreiche traditionsbewusste Weidener Adelige Sturm und weigerten sich, dem Soldgrafen ihre Leute zu unterstellen. Der Streit eskalierte und führte letztlich dazu, dass Wallbrord seine Truppen vor dem Heidenstein, einer Burg seines Intimfeinds Baron Knorrhold von Harffenberg-Binsböckel, aufmarschieren ließ. In der Nacht vor der Erstürmung wurde er jedoch zurückgepfiffen und war seinen Posten kurz darauf los.
Viele Weidener glaubten, dass die Karriere des Mannes in der Mittnacht damit erledigt sei. Sie hatten die Rechnung aber ohne Leomar vom Berg gemacht: Der Reichserzmarschall ernannte Wallbrord noch im selben Jahr zum Oberst des neuen Kaiserlich-Weidener Garderegiments Pandlaril. 1025 BF drängte Leomar den bisherigen kaiserlichen Marschall zu Weiden, Geldor von Eberstamm-Mersingen, aus dem Amt, um ihn durch Wallbrord zu ersetzen und dem Abgänger der Wehrheimer Akadamie damit einen neuerlichen Sprung auf der Karriereleiter zu ermöglichen. Ob der Reichserzmarschall den Schritt später bereut hat, ist nicht überliefert. In jedem Fall führte er zu einem neuerlichen Eklat in den Bärenlanden.
Im Herbst 1026 BF brach Wallbrord mit 300 Berittenen in den Finsterkamm auf, um die Winterlager der dräuenden Orks zu zerstören. Bei dem Unterfangen geriet er in einen Hinterhalt und unter die Hufe einer feindlichen Übermacht. Er verlor seine gesamte Truppe und brach Hals über Kopf in Richtung Wehrheim auf, um Leomar zu berichten, statt die Weidener persönlich vor der Gefahr zu warnen. In Wehrheim riet Wallbrord dem Reichserzmarschall, die Mittnacht verloren zu geben und die Frontlinie nach Süden zu verlegen. Leomar musste sich jedoch den Befehlen von Reichsregentin Emer beugen, die Weiden beistehen wollte, Wallbrord kurzerhand entließ und Geldor von Eberstamm-Mersingen wieder zum kaiserlichen Marschall der Bärenlande machte.
Von diesem Tag an gingen Weiden und Wallbrord von Löwenhaupt-Berg getrennte Wege.

• Besonderheiten
Wallbrord von Löwenhaupt-Berg ist für viele Weidener --- Adelige wie Gemeine --- eine Hassfigur. Nicht einmal sein Tod im Jahre 1039 BF vermag daran etwas zu ändern. Zu viel Schaden hat er zu Lebzeiten angerichtet. Anderswo mag der Abgänger der Wehrheimer Akademie als bescheiden und brillanter Truppenführer gelten, die Weidener nehmen ihn vor allem als herzlosen Technokraten, Emporkömmling und Feigling wahr, der seinen Willen auf Gedeih und Verderb durchsetzen wollte.
Dass Wallbrord im Zuge seiner Heeresreform fast einen Krieg im Inneren verursacht hätte und eine Weidener Burg belagerte, wiegt schon schwer. Dass er das Herzogtum im Vierten Orkensturm aufgab, brach ihm das Genick. Kaum ein Weidener kann dem Ex-Marschall verzeihen, dass er nach Wehrheim eilte, statt in Reichsend, auf dem Rhodenstein oder von Trallop aus an der Seite jener zu kämpfen, die ihre Leben zum Schutz der Schwachen und des Reiches gaben.

• Meisterinfos
Außer dem mittlerweile altersstarrsinnigen Pagol würde es kein Löwenhaupter je laut aussprechen, aber Wallbrord von Löwenhaupt-Berg wird als Stachel im Fleisch des erweiterten Familienkreises empfunden. Dass nicht offener mit der Schmach umgegangen wird, hat allein mit dem besonderen Familienverständnis in der Mittnacht zu tun. Andere Löwenhaupter hüllen sich in Schweigen, auch wenn es bisweilen schmerzt.
Antipathie und peinliche Berührtheit machen übrigens nicht beim Vater Halt, sondern erstrecken sich auch auf die Kinder. Eines davon hat sich einst als unfähiger Pfalzgraf erwiesen und wurde von Kaiserin Rohaja erst geschasst, später aber rehabilitiert (Quellen: MwB S. 137 & AvB 175 S. 3). Das andere war nicht nur Mitglied eines Zirkels vergnügungssüchtiger Adliger und Patrizier, sondern organisierte dessen orgiastische Treffen auch mit --- ohne jedoch zu wissen, dass er von einer Belkelelpaktiererin kontrolliert wurde (Quelle: GaretienWiki). Und beide erfuhren vom Vater so wenig Respekt und Anerkennung, dass er ihnen sein illegitimes drittes Kind als Erbin vorzog.
Den Ärger über die ungeliebte Perricumer Verwandtschaft schlucken die Weidener Löwenhaupts bislang herunter, es ist aber bekannt, dass das Zähnekirschen immer lauter wird. Vor allem im Anbetracht der Tatsache, dass zumindest Ugdalf von Löwenhaupt-Hauberach bei jeder passenden wie unpassenden Gelegenheit seine Zugehörigkeit zum Haus Löwenhaupt und die Nähe zur Weidener Herzogenfamilie erwähnt.

FÜR ALLE WEITEREN INFORMATIONEN ZU WALLBRORD ...

... siehe den entsprechenden Artikel auf der GaretienWiki.

ZEITLEISTE / OFFIZELLE QUELLEN

TRA 1023 BF Wallbrord organisiert mehrere große Versorgungszüge von Weiden nach Tobrien und führt den ersten selbst an.
Quelle: AvB 85, S. 2
PHE 1023 BF Wallbrord übernimmt auf Wunsch des Nordmärker Herzogs und im Einvernehmen mit Herzogin Walpurga die Leitung der Untersuchungen bezüglich der Ermordung des nordmärkischen Marschalls Wunnemar von Hardenfels auf Weidener Boden. Die Ermittlungen verlaufen jedoch im Sande.
Quelle: AvB 86, S. 2 & AvB 89, S. 7
BOR 1024 BF Der Soldgraf (= Herzoglich-Weidener Marschall) Wallbrord von Löwenhaupt-Berg lässt den Heidenstein, die Burg von Baron Knorrhold von Harffenberg-Binsböckel, belagern, weil der sich seiner Heeresreform nicht beugen will. Die Krise wird kurz vor der Eskalation vom Cronrat beendet, der Wallbrord auf Geheiß der Herzogin zurückpfeift. Wallbrord tritt daraufhin von seinem Amt zurück.
Quelle: AvB 91 S. 2-3
ING 1024 BF Wallbrord wird von Reichserzmarschall Leomar vom Berg zum Oberst des neuen Weidener Garderegiments Pandlaril ernannt.
Quelle: AvB 92 S. 9 1025 BF
RAH 1025 BF Leomar vom Berg zwingt den kaiserlichen Marschall zu Weiden, Geldor von Eberstamm-Mersingen, zum Rücktritt und erklärt Wallbrord zu dessen Nachfolger.
Quelle: AvB 99 S. 6
TRA 1026 BF Marschall Wallbrord bricht mit 300 Berittenen in den Finsterkamm auf, um die Winterlager der Orks nahe Reichsend auszulöschen und erzielt einige Anfangserfolge.
Quelle: AvB 100 S. 8-10 & AvB 101, S. 23
FIR 1026 BF Wallbrords Heer wird Opfer eines Orküberfalls; seine Reste erreichen am 29. Firun die Feste Reichsend. Wallbrord lässt seine Einheit im Stich und eilt nach Wehrheim, wo er den Reichserzmarschall davon überzeugen will, dass Weiden verloren ist.
Quelle: AvB 102 S. 1-2 & AvB 104 S.11
TSA 1026 BF Leomar vom Berg schließt sich Wallbrords Urteil an und will sich auf die Verteidigung der inneren Provinzen konzentrieren. Reichsregentin Emer lässt das nicht zu: Sie enthebt Wallbrord seines Amtes, setzt Geldor von Eberstamm-Mersingen wieder ein und entsendet das Elitegarderegiment Bärengarde nach Norden.
Quelle: AvB 102 S. 4
PER 1026 BF Beim Reichstag auf der Bärenburg zu Trallop erhält Wallbrord die Kaiser-Raul-Schwerter in Gold für seine Verdienste um die Reorganisation der Kaiserlich-Weidener Truppen und damit seine zumindest indirekte Rehabilitation durch Reichsbehüterin Emer.
Quelle: AvB 106, S. 3
PRA 1027 BF Herzogin Walpurga erhebt Wallbrord aufgrund seiner früheren Verdienste zum "Edlen der Weidener Lande".
Quelle: Fantholi XXVII, S. 3, siehe dazu auch folgende Briefspielaktion.