Eilhart von Mäuseburg

Titel: Junker und Ritter
Lehen: Flachswerder, Mäuseburg
Tsatag: 24. TRA 1004 BF
Familienstand: Verheiratet mit Lavinija Auenwacht von Feynwerth
Nachkommen: Noch keine
Kurzprofil: Standesbewusster Vertreter des Weidener Ritteradels, meisterlicher und besonnener Kämpfer, erfahrener Lehrmeister und Diplomat, herrischer bisweilen nicht ganz gerechter Vorgesetzter
Verwendung: Auftrageber / Mittler im Namen Gräfin Walderias

 

Name:
Eilhart Isewein Hardger von Mäuseburg

Titel:
Junker zu Flachswerder
Ritter des Hains und zur Mäuseburg

Wappen:
Schildhaupt in schwarz belegt mit zwei rechtsgewendeten Mäusen in gold über grünem Feld belegt mit einem Turm in schwarz.

Lehen:
Junkerngut Flachswerder, Rittergut Mäuseburg

Wappen EilhartsKurzbeschreibung des Lehens:
Die Mäuseburg war ehemals lediglich ein Wehrgut mit einem Turm und keine Burg, wie man sie zumeist hinter diesem Wort vermutet. Seinen Namen hat es vermutlich von einer anhaltenden Nagerplage, welche letztlich auch der Grund für die Aufgabe des Gutes war. Außerdem hatte man immer wieder Probleme mit den Wesen des Ifirnstann, an dessen südlichem Rand das Gut liegt. Einstmals war es errichtet worden um die Schätze des Waldes für die Baronie nutzbar zu machen. Heut scheinen in der Ruine neben den Nagetieren höchstens Geister und Feenwesen zu wandeln. So erzählen es zumindest die wenige Köhler, welche immer noch im Bereich des ehemaligen Gutes ihrem Handwerk nachgehen.
Das im südlichen Teil von Mittenberge gelegene Flachswerder bildet den östlichsten Zipfel der Baronie, direkt angrenzend an die Stadtmark Trallop und den Pandlaril besteht vor allem aus einem Dorf, dessen Bewohner vom Anbau von Flachs und Bausch und vom Fischfang leben. Seinen Namen hat es jedoch von dem Werder, von dem aus die kleine Wasserburg Feynwerth den Fluss beherrscht.

Geburtsjahr:
24. Travia 1004 BF

Familienstand:
seit 12. PER 1032 BF verheiratet mit Lavinija Auenwacht von Feynwerth

Hauptgottheiten:
Rondra, Ifirn, die Fee Pandlaril

Beschreibung:
Im strahlenden Glanze von Lanzelunds Erscheinung erscheint Eilhart, von kleiner aber kräftiger Statur – manche würde sagen: „breit wie hoch“ – wie die sprichwörtliche graue Maus. Sein schwarzes etwas widerspenstiges Haar ist meist auf eine Länge von wenigen Fingern gestutzt. Haare und auch der buschige Vollbart sind schon von ersten grauen Strähnen durchzogen. In dem nicht durch Haare bedeckten Teil seines Gesichts lassen allerdings einige Lachfältchen auf eine gewisse Lebensfreude schließen, was sich durch einen Blick in die meist munter blitzenden braunen Augen bestätigt. Noch ist der Körper in bester Form, gestählt durch die täglichen Übungen mit seinen Schützlingen und den waffendienstpflichtigen Bauern sowie den Ritten wider Orks und zwielichtiges Gesindel. Sollte jedoch etwas Ruhe einkehren, könnte mit dem Müßiggang auch schnell ein kleines Bäuchlein entstehen.
Gekleidet ist der Ritter des Hains meist in Kettenhemd oder zumindest Lederpanzer, wie es die Ausübung seiner täglichen Pflichten bedingt. Ist dem nicht so, findet man ihn gern auch in höfischen Trachten weidener Art, wie hüftlange Tuniken, Beinligen, gern auch aus Leder, Stiefel und bei kalter Witterung auch dicken Umhänge. Auf Aventiure hingegen kommt noch Plattenzeug und ein traditioneller Topfhelm hinzu. Als Waffen bevorzugt er Ogerschelle, Schwert und Lanze.

Aventurische Informationen:
Eilhart ist sich seines Standes als Abkömmling traditionellen Weidener Ritteradels bewusst und fühlt sich diesem Standesbewusstsein in konservativer Weise verbunden. Jeder hat seinen von Praios und Rondra bestimmten Platz in der Gesellschaft und wer gegen diese Ordnung aufbegehrt, vergeht sich gegen die Götter. Nichtadligen gegenüber reagiert daher oft arrogant und borniert. So herrscht bei Wehrübungen meist auch ein eher rauher Ton, auch wenn er bei Zufriedenheit mal ein Fass Gesternsaft springen lässt.
Generell ist Eilhart eine geselliger Typ, der gern mal Rahjas Gaumenfreuden frönt und den Erzählungen von nah und fern lauscht, wo er doch selber nicht mehr allzu oft aus Hollerheide raus kommt. Trotzdem ist seine Lust an höfischen Aktivitäten wie Tjosten und Jagd ungebrochen.

Besonderheiten:
-

Meisterinformationen:
Eilhart steht für einen einfachen Ritter des Hains recht hoch in der Gunst der Gräfin und kommt durch ihre Aufträge weit herum. Immerhin hat er schon mehrfach in ihren Diensten den Reichscongress besucht. Er bietet somit Angriffsfläche für ihre Feinde, kann aber durchaus auch als Auftraggeber für Heldengruppen im Sinne des Bärwaldener Hofes fungieren.

Stärken:
Allein durch sein physische Präsenz ist ihm eine natürliche Durchsetzungs- und Überzeugungskraft gegeben. Die gemeinsame Jugend mit dem ungestümen Lanzelund von Weiden-Harlburg-Streitzig hat ihn gelehrt, nicht für sich sondern auch für andere die Gefahren geplanter Schritte genau abzuwägen. Sein Jugendfreund schalt ihn deswegen schon oft ein Zauderer zu sein, ward aber auch das ein oder andere Mal vor Strafen der Erwachsenen oder Schlimmeren bewahrt. Seine ehrliche und offene Art wird von seinen Wegbegleitern teils ge- aber auch verachtet, je nach deren eigenem Charakter und Einstellung zu ritterlichen Werten.

Schwächen:
Trotz seiner Besonnenheit ist der Mäuseritter vor allem ein Mann der Tat. Seine geistige Bildung beschränkt sich auf die, die er sich während seiner typischen weidener Ritterausbildung aneignete. Dazu fühlt er sich nicht berufen. Seine Treue zu den ritterlichen Prinzipien macht ihn jedoch auch angreifbar.
Sein Verständnis von der göttergwollten Ordnung führt gegenüber verschiedenen Gesellschaftsgruppen zur Entfremdung. Er kann nur wenig Verständnis für die Unsitte aufbringen auch Kinder edler Herkunft außerhalb des ritterlichen Systems, z.B. an einer Kriegerakademie erziehen zu lassen, so sie nicht von den Göttern zum Tempeldienst oder Magier bestimmt wurden. Insbesondere Ritter, die diese Würde ehrenhalber ohne die entsprechende Ausbildung erhalten haben, betrachtet er von oben herab, solange sie sich in seinen Augen nicht ausreichen bewiesen haben. Von unten mag diese Eigenschaft durchaus wie Arroganz wirken.

Hauszugehörigkeit:
Das Haus Mäuseburg steht traditionell im Dienst der Barone und Baroninnen der Hollerheide, auch nachdem die Mäuseburg mit dem dazugehörigen Gut vor langer Zeit aufgegeben werden musste.
Durch die Verheiratung mit Lavinija besteht nun auch eine Verbindung zum ehemaligen Baronsgeschlecht der Baronie Mittenberge.

Wichtige lebende Verwandte:
Sein Onkel Frodewin Gereon 'Amandinus' von Mäuseburg ist Geweihter im Hag der göttlichen Stute zu Baliho.

Herausragende Ahnen:
Houtman, der Waidman, Stammvater der Familie und früher Pionier im Ifirnstann

Zugehörigkeit zu Orden, Ritterschaften und politischen Gruppen:
Ritter des Hains

Freunde & Verbündete:
Seine Hochgeboren Lanzelund Isegrein Arnfried von Weiden-Harlburg-Streitzig, Baron zur Hollerheide
Ihre Hochgeboren Baraya Irmwilde Erlgard von Weiden-Harlburg-Streitzig, Vögtin und Schwester des Barons zur Hollerheide
Seine Wohlgeboren Walram Arbogast Firminius von Durrnwangen
Gräfin Walderia schätzt ihn als verlässlichen Gefolgsmann (er ist ihr mehr als namentlich bekannt).

Feinde & Konkurrenten:
Gegen den Darpaten aus dem Bereich der heutigen Rabenmark Lyrodian Helme von Föhrenstieg-Bregelsaum hegt Eilhart ein tiefe Abneigung seitdem er den Ritter zu Dragenthron nach einem Kampf auf der Turney zu Hungersteg im Vorfeld des Reichskongresses zu Weidleth 1031 der zur Hilfenahme eines Waffengiftes verdächtigte (Fantholi 34, S. 43/44) und derselbige dem Baron von Rosenbusch im Auftrage seines Herrn Welfert von Mersingen ä.H. ein Todesdrohung in Form eines Sarges überbrachte. Der Rosenbuscher hatte auf dem Reicheskongress Anklage gegen die Kaiserin erhoben (Fantholi 35, S. 40).
Die Feindschaft des Landvogts der Baronie Mittenberge, Arnulf von Falkenstein zog er sich durch die Verheiratung mit Lavinija Auenwachter von Feynwerth zu, da deren Familie erneut Anspruch auf die Baronswürde Mittenberges erhebt.
Rahjane von Löwenhaupt wurde aus demselben Grunde zu einer Gegnerin Eilharts. Sie will ihren Enkel Rupold von Geltring-Weiden auf dem Thron zwischen den Burgen sehen (Fantholi 35, S. 24-26).

Kurzcharakteristik:
Standesbewusster Vertreter des Ritteradels Weidens, besonnener Kämpfer, pflichtbewusster aber noch lernfähiger Lehrmeister, herrischer bisweilen nicht ganz gerechter Vorgesetzter

Herausragende Eigenschaften:
MU, IN, KK, Gefahreninstinkt
AG, Arroganz, Prinzipientreue (ritterliche Werte und ständische Ordnung), Verpflichtungen gegenüber Gräfin Walderia von Löwenhaupt und dem Baronshaus zu Hollerheide

Herausragende Talente:
Kettenwaffen (Spezialisierung: Ogerschelle), Schwerter, Zweihandschwerter, Lanzenreiten, Reiten, Heraldik, Kriegskunst, Selbstbeherrschung, Zechen

Beziehungen:
... in Weiden: gering
... in Bärwalde: hinlänglich

Finanzkraft:
Gering

Zitate:
„Schlag zu, schlag verdammt noch mal zu, sonst steckst du selbst ein.“ *rums* „Vielleicht hörst du beim nächsten Mal gleich!?“
„Du sollst mich doch nicht Mausi nennen, Lanzelund, wir sind doch keine kleinen Jungen mehr. Brauchst du vielleicht mal einen hinter die Ohren?“ Lacht.
„Ihr könnt Grodewin als Knappen mitnehmen, er weiß sich bei Tisch zu benehmen und wird Eure Gewänder nicht mit dem Wein bespritzen. Außerdem hat er sich zuletzt gut gemacht. Ihr könnt Euch auf ihn verlassen, Frouwe Walderia.“
„Auf, auf, Jungens und Madeln. Die Praiosscheibe schaut schon beinahe über die Baumwipfel. Zwei Runden um die Feste. Wer nach mir ankommt, leert die Donnerkübel.“


Quellen:
Fantholi 34 - "Beonspforter und Mäuseburger streiten in den Nordmarken"
Fantholi 35 - "Von einer Turney in der Heldentrutz", "Tu felix silvaursae nube - du, glückliches Bärwalde, heirate",
Fantholi 36 - "Travia-Bund mit Hindernissen", "Auf der Suche nach dem steingeborenen Weber der Winde"
Fantholi 37 - "Dergelquell bangt um seine Herrin", "Erschütternde Wahrheiten"