Recht und Gesetz

"...obwohl dem Weidener eindeutig überliefert ist was Recht und was Unrecht ist, basiert die Rechtsprechung in der Mittnacht zu einem großen Teil auf dem Gewohnheitsrecht. Gerade hierbei zeigt sich wieder einmal die Verbundenheit der Bewohner der Mittnacht zu ihrer Kultur und ihren eigenen Traditionen. Zusammengefasst findet sich die Weidener Rechtsprechung im Weydenschen Hand- und Halsrecht.
 
Die Rechtsprechung obliegt dem herrschenden Adeligen, oder, bei Verbrechen gegen die zwölfgöttliche Ordnung, auch einem Diener der Götter. Meist werden in diesem Fall Angehörige der Kirche der Rondra oder Travia herangezogen und nur weniger oft Diener des Götterfürsten. Das Beweisverfahren beruht in diesen Fällen beinahe gänzlich auf Zeugenaussagen. Die Glaubwürdigkeit der Zeugen kann bei großen Vergehen oder wichtigen Prozessen auch durch anwesende Geweihte bestätigt werden. Dennoch soll es auch in Weiden des Öfteren vorkommen, dass Vergehen von gesellschaftlich Höhergestellten gegen die "kleinen Leute" erst gar nicht verhandelt werden, oder dass Letztere schon von Haus aus den Kürzeren ziehen.
 
Zwar wird beim Streit zwischen zweier Adeliger in der Mittnacht öfter als andernorts das sogenannte Rondra- oder Götterurteil herangezogen - hierbei wird unter Obhut eines Rondrageweihten ein Duell ausgefochten, dessen Sieger sich im Recht wähnen darf - doch gibt es auch in den Weidener Landen ein Höchstgericht, das sich solcher Fälle annimmt. Bei Fällen, die den Hochadel betreffen, oder von sehr großer Wichtigkeit für das Herzogtum sind, obliegt es dem Cronrat als oberster Richter ihrer Hoheit Recht zu sprechen.
 
Die Strafen für Vergehen können hierzulande sehr drakonisch ausfallen. Für mindere Vergehen werden meist Ehrenstrafen, wie der Pranger oder die Halsgeige, Freiheitsstrafen, oder Geldstrafen herangezogen. Auf schwerere Vergehen - in manchen Breiten wird selbst das Jagen eines Hasen um der hungernden Familie ein Mal zu bereiten als solches gewertet - folgen meist Verstümmelungs- und Todesstrafen..."
 
- aus Mein Weg durch Weiden, von Alwine Nesselklamm, Geweihte des Aves

Krone und Lehn

„Im Namen der Gütigen Eidmutter schwöre ich meine Lehnspflichten mit allen meinen Kräften zu erfüllen. Im Namen der Donnernden schwöre ich, dass ich Euch folgen werde, wann immer Ihr mich rechtens zu den Waffen ruft. Im Namen der Schlangengleichen schwöre ich, Euch mit meinem Rat zu dienen, wann immer Ihr dessen bedürfen mögt...

Das Reisekaisertum

"Der Bärnwald - ein Mysterium in den Weidener Landen, das von den Menschen der Mittnacht ehrfurchtsvoll gemieden wird und, geht es nach den Geschichten eben jener Einheimischen, vom weißen Einhorn Mandavar und Elfen bewohnt werden soll...eben dieser entlegene Ort sollte für die nächsten Praiosläufe der Mittelpunkt des Dererunds werden.

Das Zunftwesen

Das Zunftwesen ist im Herzogtum nicht ganz so ausgeprägt, wie in den zentraleren Regionen des Reiches. Tatsächlich konzentriert es sich beinahe vollständig auf die Städte und hier vornehmlich auf Trallop und Baliho.

Das Weidener Fehdewesen

"Um durchzusetzen unser, durch Seine Hoheit Herzog Wallfried IV von Weiden, im Angesichte des Herre Praios und seiner zwölfgöttlichen Geschwister, Rondra und Travia voran, verbrieftes Recht künden wir Euch die Fehde.