Der Fall Burg Aarensteins - Am Ziel

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Spätsommer auf Burg Aarenstein

Vielstimmig brach sie ihr Heulen an den umgebenden Bergwänden. Sie hatten gesiegt, den Auftrag des Herzogs erfüllt und bewiesen, dass die Schwarzen Ritter des Dunklen Herzogs die stärksten Kämpfer in diesen Bergen waren. Rigbald von Granelfels erfreute sich an dem hochwertigen Kettenhemd, das er einem der Rondrianer vom toten Leib gerissen hatte. Es zu tragen, würde ihm zur Ehre gereichen.

Sokramors Hetzer hatten ihre Aufgabe erfüllt und den Weg in die Burg geöffnet. Die wenigen Ritter, die – wie er – dem Weg des Wolfes folgten, hatten ihn nicht enttäuscht. Ihr Angriff hatte die dezimierte Burgbesatzung völlig unvorbereitet getroffen. Gelähmt von der jähen und tatsächlich niederhöllischen Kälte, hatte der Angriff die Ordensstreiter überrascht. Einige hatten einen guten Kampf geliefert, doch unter den Wenigen, die die Zinnen bemannt hatten, war auch Gesinde gewesen und dieses war kein Gegner für des Herzogs beste Streiter.

Nun bauschte sich das goldene Banner Sokramors dort, wo zuvor das schwarz-rote des Ordens geweht hatte. Flankiert von blutigroten Fahne des Markverwesers und den Wimpeln nicht weniger transysilischer Streiter. Burg Aarenstein würde nicht lange sich selbst überlassen bleiben, das wusste der Granelfelser. Doch sie waren für jeden Sturm gewappnet und wenn der Treffsichere Hetzer mit ihnen war, blieb der Winter ihr Verbündeter. Seine eilfertigen Jünger würden schon dafür sorgen. Ein halbes Dutzend war übrig, nachdem Botschaften zurück zum Ehrenstein und nach Nalgardis gesandt worden waren. Die Erste der Meute selbst war geblieben. Gemeinsam mit ihren Hetzern durchstreifte sie rastlos die Umgebung, bereit, jeden feindlichen Späher schon Meilen vor der Festung abzufangen. Die Nachricht vom Fall des Aarensteins würden die besiegten Rondrianer ins Tal tragen. Oder sie würden zurückkehren, um ihr Schicksal zu besiegeln.

Rigbald war beides recht.