Brandulf von Rauheneck

Titel: Mehr als ein Jahrzehnt lang angemaßter Junker
Lehen: Junkergut Sturmrætzvallt in Rotenforst
Tsatag: 23. PER 971 BF
Borontag: Folgt
Familienstand: Witwer
Nachkommen: Jede Menge
Kurzprofil: Folgt

 

NAMEN & TITEL

• Vollständiger Name
Brandulf von Rauheneck

• Geburtsname
Brandulf Thorbjörkson

• Titel
Junker von Sturmrætzvallt;
Den Titel hatte eigentlich Brandulfs Gattin Falkmara von Rauheneck inne. Diese verstarb jedoch 1013 BF im Kindbett und auf sie folgten nach einem kurzen Gastspiel ihre ältesten Kinder, die beide 1021 BF im Krieg gegen Borbarad fielen. Der Drittgeborene, Widderich von Rauheneck, weigerte sich viele Jahre, das Erbe anzutreten und trieb sich stattdessen in der Ferne herum. Da seine jüngeren Halbgeschwister allesamt ebenso ungeeignet waren wie Brandulf, diesen aber als Oberhaupt der Familie anerkannten, erklärte er sich kurzerhand selbst zum Erben seiner Frau, was Baron Erzelhardt von Graufenbein freilich niemals anerkannte.

• Anrede
Wohlgeboren

LEHEN & ÄMTER

• Stand
Niederadel (eingeheiratet)

• Lehen & Besitztümer
Junkergut Sturmrætzvallt in der Baronie Rotenforst (WEI-III-09);
Das Lehen umfasst die Feste Klagenfels und ein gutes Stück Land, wobei das 'gut' sich vor allem auf die Quantität und nicht auf die Qualität des selbigen bezieht. Gelegen ist Sturmrætzvallt im Südosten der Baronie Rotenforst und damit in den nordöstlichen Ausläufern der Drachensteine.

WICHTIGE DATEN

• Tsatag
23. Peraine 971 BF

• Traviatag
7. Phex 1003 BF

• Borontag
Folgt

FAMILIENBANDE

• Ehegatte
Falkmara von Rauheneck

• Kinder
Drei Ziehkinder aus der ersten Ehe seiner Gattin Falkmara: Aarulan (994 bis 1021 BF, Schlacht vor Ysilia), Falkrade (998 bis 1021 BF, Schlacht an der Trollpforte) und Widderich (1000 BF);
Vier eheliche Kinder: Schwanhildt (1004 BF), Bärfang & Wolfherz (1005 BF; Wolfherz starb 1035 BF) sowie Firnfee (1007 BF);
Ein Ziehsohn aus einem späten Seitensprung seiner Gattin: Eberion (1009 BF)
und einige Bankerte.

ABSTAMMUNG

• Hauszugehörigkeit
Bürgerlicher

• Eltern
Thorbjörk Sigurdson und Dascha Hollerow

• Geschwister
Einige

AUSSEHEN & AUFTRETEN

• Beschreibung
Bis in die luftige Höhe von 202 Halbfingern hinauf reichte die breitschultrige Gestalt des ‚Junkers‘, die allein aus Bergen stählerner Muskeln, wildem, rotblondem Haar und wettergegerbter, vom Alter gezeichneter Haut zu bestehen schien. Unzählige Narben und eine erstaunlich schiefe Nase kündeten davon, dass Brandulf seine Schlachten nicht ausschließlich am heimischen Herd schulg und die verschlungenen Muster diverser Tätowierungen, die unter seiner Kleidung hervor blitzetn, verrieten dem versierten Betrachter, dass die Wiege des bärtigen Hünen nicht im schönen Weiden stand.

• Aventurische Informationen
Das Aussehen Brandulfs erlaubte zuverlässige Rückschlüsse auf seinen Charakter: Der "Junker" von Sturmrætzvallt war unbeugsam und unkultiviert. Ehrlichkeit und Loyalität standen bei ihm hoch im Kurs. Allerdings wich seine Definition dieser Worte stark von dem ab, was der durchschnittliche Mittelreicher sich darunter vorstellt. Einfach gestrickt und aufrichtig wie er war, hielt er ‚das Recht des Stärkeren‘ für die oberste Maxime und ging dabei zunächst ganz selbstverständlich davon aus, selbst der Stärkere zu sein. Wer sich Brandulf unterordnete, hatte keine Problem mit ihm. Wer dies allerdings nicht tat, musste sich darauf gefasst machen, auf die Probe gestellt zu werden.

• Stärken
Seine Aufrichtigkeit, die Unverwüstlichkeit und der unbeugsame Wille waren Brandulfs größte Stärken. Er war geradeheraus und hielt mit seiner Meinung nie hinter dem Berg. Das musste er auch nicht, denn auch im hphen Alter war er noch in der Lage, die meisten Neider, Spötter und Zweifler unangespitzt in den Boden zu rammen.

• Schwächen
Brandulfs Jähzorn, seine Sturheit und das mangelnde Feingefühl machten ihn zu einem schwierigen Zeitgenossen, mit dem so mancher lieber nichts zu tun haben wollte. Erschwerend hinzu kamen die mangelnde Bildung, fragwürdige ‚Methoden‘ sowie eine absolute Unfähigkeit in allen Belangen, die mit dem adeligen Gesellschaftsleben zu tun haben.

• Kurzcharakteristik
Brillanter Axtkämpfer, meisterlicher Tavernenaufmischer und Waffenschmied sowie kompetenter Spinner von Seemannsgarn.

HERAUSRAGENDE WERTE

• Eigenschaften
Mut, Konstitution und Körperkraft;
Aberglaube und Jähzorn.

• Vor- und Nachteile
Folgt

• Herausragende Talente
Hiebwaffen, Raufen, Wurfbeile, Körperbeherrschung, Sagen und Legenden, Schätzen, Grobschmie (Waffenschmied).

HINTERGRÜNDE

• Gottheit
Ingerimm & Swafnir

• Besonderheiten
Bevor der gebürtige Festumer sich auf Wanderschaft begab und bei seiner Gattin Falkmara in Ingerimms gelobten Land, der Sichelwacht, landete, führte er ein bewegtes Leben. Brandulf machte eine Ausbildung zum Waffenschmied und gab sich seiner Schaffenskraft bis zu seinem Ende mit großer Leidenschaft hin.
Sein unumstößlicher Glaube daran, dass die Götter diejenigen verlachen, die sich dem Kommando Schwächerer unterstellen, führte regelmäßig zu Reibereien mit Baron Erzelhardt von Graufenbein, den Brandulf für einen opportunistischen Dünnbrettbohrer hielt.

• Meisterinfos
Alkohol rührte der "Junker" nicht an. Das hatte einen recht einfachen Grund: Brandulfwar ein Walwütiger. Durch langes Training verfügte er zwar über eine sehr hohe Selbstbeherrschung, sodass ihm das schwere Erbe kaum einmal anzumerken war. Unter dem Einfluss von Alkohol allerdings ...

BEZIEHUNGEN

• Freunde & Verbündete
Brandulf von Rauheneck war ein treuer und gern gesehener Kumpan seiner Vasallen und deshalb nicht selten in der einzigen Taverne Bërcweilers anzutreffen. Während der Adel Rotenforsts sich am unstandesgemäßen Verhalten des "Junkers" massiv störte, flogen ihm die Herzen des einfachen Volks dafür zu.
Brandulf pflegte außerdem ein sehr gutes Verhältnis zu Seiner Gnaden Horeon von Baliho, einem Saltheler Rondra-Geweihten und Waffenmystiker sowie zu dem jungen Rondrianer Arleon von Firunen, der im rotenforstschen Birken lebt.

• Feinde & Konkurrenten
Erzelhardt und vor allem Heidelore von Graufenbein-Drôlenhorst.

BRIEFSPIEL

• Beziehungen
... zum Weidener Adel: minimal
... zum Sichelwachter Adel: gering
... zur Ingerimm-Kirche in Weiden: hinlänglich bis ansehnlich

• Finanzkraft
Die Bewirtschaftung des Lehnslands wirft kaum etwas ab. Der Anbau von Feldfrüchten auf den sturmumtosten Höhen der namensgebenden Berge ist eine überaus frustrierende Arbeit. Allein die Waldwirtschaft und Viehzucht haben sich in den letzten Götterläufen als einigermaßen ertragreich erwiesen.
Dennoch sollte man die finanziellen Mittel des Hauses Rauheneck nicht unterschätzen (hinlänglich bis ansehnlich).

• Eindruck gefällig?
Briefspielgeschichten: Anthologia Rubrasylvana 1 & 2 (Sichelwacht)