Erzelhardt von Graufenbein

Titel: Baron
Lehen: Baronie Rotenforst
Tsatag: 18. TRA 983 BF
Borontag: XX. ING 1036 BF
Familienstand: Verheiratet mit Thargrin von Silkenau
Nachkommen: Gerbold von Graufenbein
Kurzprofil:

Eigensinniger Sturkopf, der seine Baronie mit harter Hand führt, Verbrecher erbarmungslos jagt und nach seinem teils etwas kruden Gerechtigkeitsempfinden richtet. In feiner Gesellschaft wirkt Erzelhardt mit seiner polterigen, selbstgerechten Art oft ein wenig deplaziert.
1038 BF ist der Graufenbeiner bei einem Scharmützel in der Heide östlich seiner Baronsburg Praiosingen ums Leben gekommen. Weil er keinen Erben und keine nahen Angehörigen hatte, wurde das Lehen anschließend neu vergeben --- an seinen Widersacher Widderich von Rauheneck.

 

Erzelhardt von Graufenbein• Name
Erzelhardt von Graufenbein-Drôlenhorst

• Titel
Baron von Rotenforst
Ritter von der Weiten Au

• Wappen
Folgt

• Lehen
Baronie Rotenforst (WEI-III-09);
Die Baronie Rotenforst bildet den äußersten östlichen Zipfel Weidens und grenzt damit gleich an drei mehr oder minder fremde Hoheitsgebiete: Tobrien im Süden, das Bornland im Osten und die Freien Lande im Norden.
Rotenforst gehört zur Grafschaft Sichelwacht, ist größtenteils bewaldet, kann aber auch auf ein Hochmoor in seiner Mitte sowie eine ausgedehnte Heidelandschaft in seinem Nordosten verweisen. Das einstige Lehensland Erzelhardts von Graufenbein-Drôlenhorst wird im Norden von den südwestlichen Ausläufern der Roten Sichel begrenzt und nach Süden hin von den nordöstlichen Ausläufern der Drachensteine.
Der Stammsitz derer von Graufenbein war "Burg" Praiosingen, eine Motte, die sich auf einem Hügel über dem gleichnamigen Dorf am Rande der Roten Sichel unweit des alten Goblinpfades erhebt.

• Geburtsdatum
18. Travia 983 BF

• Familienstand
Verheiratet mit Thargrin Schwertestreich von Silkenau;
ein Sohn: Gerbold von Graufenbein (1023 bis 1033 BF).

• Hauptgottheit
Rondra

• Beschreibung
Mit seinen mittlerweile 49 Götterläufen hat Erzelhardt ein etwas gesetzteres Alter erreicht, das seiner von jeher recht eindrucksvollen Erscheinung ein Quäntchen zusätzlicher Autorität verleiht. Die grauen Strähnen, die sein braunes Haar an den Schläfen zieren, künden von seiner Reife, ebenso wie es die ersten tieferen Falten rings um seine stahlblauen Augen und die schmalen, deutlich nach unten geneigten Lippen herum es tun.
Der Baron von Rotenforst kann mit seinen 179 HF Körpergroße sicher nicht zu den Hünen des weidenschen Landadels gezählt werden. Auch seine Statur ist eher schlank denn muskulös, was sicher vor allem darin begründet liegt, dass er kein allzu begeisterter Kämpfer ist. Zwar hat er sich nie gedrückt, wenn es das Heimatland verteidigen hieß – wovon vor allem eine bemerkenswert lange Narbe auf seiner linken Gesichtshälfte kündet –, doch geschah dies meist eher aus der Notwendigkeit heraus und nicht etwa, weil der Kampf ihm zu einer zweiten Natur geworden wäre oder ihn mit besonderer Freude erfüllen würde.
Was die Gewandung betrifft, so ist Erzelhardt zwar nicht in der Lage, mit den modischen Finessen mitzuhalten, derer man sich in weiter südlich gelegenen Teilen des Reiches befleißigt. Er weiß sich jedoch – oder vielmehr: seine Gattin weiß ihn – in durchaus geschmackvolle Kleidung aus Wildleder und feinem Leinen zu kleiden, wobei er als standesbewusster Adeliger stets sein Langschwert an der Seite führt.

• Aventurische Informationen
Der Graufenbeiner rühmt sich einer zurückhaltenden und dabei erfreulich unaufdringlichen Art, was dazu führt, dass er nur selten in überflüssige Streitereien verstrickt wird. Gesprächen lauscht er lieber, als sich in den Mittelpunkt zu drängen. Allein wenn er dem Alkohol über Gebühr zugesprochen hat, lockert sich die Zunge des Herrn von Rotenforst.
Wer Erzelhardt genauer kennt weiß jedoch, dass der bisweilen gar als ‘unauffällig und übermäßig still’ zu bezeichnende erste Eindruck täuscht. Denn fühlt der Graufenbeiner sich angegangen oder gar in seiner Ehre verletzt, ist er durchaus in der Lage andere Saiten aufzuziehen. So friedfertig er grundsätzlich wirken mag: Einmal in Wallung geraten kennt Seine Hochgeboren keine Zurückhaltung mehr und auch keine Schonung für seine Gegner.

• Besonderheiten
Wo das Volk den Durchsetzungswillen und das harte Durchgreifen seines Barons bisher noch zu schätzen wusste, ist dieses Empfinden bei manchem mittlerweile einer bangen Unsicherheit – oder wenigstens doch eine gewissen Ernüchterung – gewichen. Zwar ist man nach wie vor der Meinung, dass es nicht schaden kann, einen starken Baron zu haben. Doch weiß der eine oder andere heuer nicht mehr so recht, was er von dem merkwürdigen Gebaren des Graufenbeiners halten soll.
Festzuhalten bleibt, dass Erzelhardt seine Baronie trotz ihrer ungünstigen Lage mittlerweile wieder voll im Griff hat. Sieht man einmal von der gewohnten, halsstarrigen Widersetzung der Rauhenecks im Südosten ab, gibt es in Rotenforst nichts, das sich seiner Kontrolle entzieht. Und das meint an dieser Stelle, dass er auch des ‘Problems mit dem Rotpelz’ auf rätselhafte Art Herr geworden ist.

• Meisterinformationen
In den letzten Götterläufen hat die Verbundenheit Erzelhardts zum rondrianischen Glauben arg gelitten. Neben dem Tod einiger enger Freunde musste er mit ansehen, wie große Teile seiner Baronie wieder und wieder vom Goblin überrannt wurden, wie seine Lehnsleute getötet wurden, Dörfer zerstört, Felder verheert, Vieh sinnlos dahingeschlachtet und Tempel geschleift. Im Kampf gegen diese Ungerechtigkeit und gegen den stets aufs Neue drohenden Verlust seines geliebten Heimatlands hat er sich schon zu mancher Verzweiflungstat hinreißen lassen, von denen einige ihm im Nachhinein schwer zu schaffen machen.
Darüber hinaus scheint auch das von jeher sehr rigide Gerechtigkeitsempfinden des Barons sich in letzter Zeit gewandelt zu haben. Wo er in der Vergangenheit schon Lappalien mit drakonischen Strafen ahndete, scheint er heuer nur allzu gern bereit, sich gänzlich über Recht und Gesetz hinwegzusetzen und nach eigenem Gutdünken zu walten.

• Stärken
Seine bestimmte, zugleich aber offene und ehrliche Art hat Erzelhardt im Weidenlande schon so manches Herz geöffnet. Ob all die Sympathien, die ihm zufliegen, sich allein auf ein Fehlurteil seiner Bekannten gründen, mag dabei einmal dahinstehen.
Der Graufenbeiner ist ein Mann, der nur dann handelt, wenn er voll und ganz von der Richtigkeit seines Tuns überzeugt ist. Eben jene Eigenheit führt dazu, dass er mit einem bewundernswerten Durchsetzungsvermögen gesegnet ist und in den unvermeidbaren Grundsatzdiskussionen des Adels ein beängstigender Gegner sein kann.

• Schwächen
Bei allem Durchsetzungsvermögen und aller Autorität, ist Erzelhardt nicht gerade eine Person, die mit Witz, geistiger Flexibilität oder herausragender Bildung zu begeistern weiß. Die beiden letzten Eigenschaften sind aber hervorstechende Charaktermerkmale seiner Gattin, die in den letzten Jahren bemerkt hat, dass ihr Mann Wachs in ihren Händen ist und diese Erkenntnis zu nutzen weiß. So kommt es, dass Erzelhardt in der Vergangenheit schon der einen oder anderen, für ihn nicht immer vorteilhaften Einflüsterung erlegen ist.

• Hauszugehörigkeit und wichtige lebende Verwandte
Zugehörigkeit zum Haus Graufenbein und zum älteren Haus derer von Drôlenhorst. Die einzig bedeutenden – wenngleich auch entfernten – Verwandten sind damit der ehemalige Baron von Ingerimms Steg, demissionierte Marschall der Kaiserlichen und Königlichen Truppen Darpatiens, ‘wegbeförderte’ Pfalzgraf von Brücksgau und jetzige Stellvertreter des Marschalls der Wildermark, Fenn Weitenberg von Drôlenhorst-Rabenmund, sowie dessen Sohn, Geron III. von Drôlenhorst.

• Herausragende Ahnen
Neidhardt von Graufenbein, der Begründer des Adelsgeschlechts, wurde nach der Schlacht auf den Blutfeldern bei Gareth zum Ritter geschlagen.
Roabh von Graufenbein, ein eifriger Inquisitor, machte sich in der Zeit um 923 BF bei der Jagd auf schwarzmagisches Gezücht einen Namen.
Rangunde von Graufenbein tat sich in 987 BF bei der Rückeroberung Maraskans positiv hervor.

• Zugehörigkeit zu Orden, Ritterschaften und politischen Gruppen
Keine

• Freunde & Verbündete
Seine Hochgeboren Sirlan Schwertestreich von Silkenau, ehem. Baron von Drachenstein und Heermeister der Sichel (1030 BF gestorben)

• Feinde & Konkurrenten
Erzelhardt liegt in einem immerwährenden Kleinkrieg mit den Lehnsleuten im äußersten Südosten Rotenforsts, dem Adelsgeschlecht derer von Rauheneck. Er pflegt außerdem eine gesunde Feindschaft zu allen Goblins, die es wagen sein Land zu betreten, zu der Herrscherin der Nachbarbaronie Hahnfels und zu dem mittlerweile mehrfach verurteilten ehemaligen Räuberbaron Darwolf von Binsböckel-Glückshaus. Seinem neuen Lehnsherrn, dem Grafen der Sichelwacht Bunsenholt von Wolkenstein und Wettershag, steht er mit großer Skepsis gegenüber.

• Kurzcharakteristik
Meisterlicher Schwertkämpfer, durchschnittlicher Lehensherr und erfahrener ‘Waldläufer’

• Herausragende Eigenschaften
Mut, Intuition;
Aberglaube, Jähzorn, Gerechtigkeitswahn

• Herausragende Talente
Bogen, Schwerter, Körperbeherrschung, Reiten, Selbstbeherrschung, Etikette, Menschenkenntnis, Götter & Kulte, Rechtskunde, Staatskunst

• Beziehungen
... zum Sichelwachter Adel: hinlänglich

• Finanzkraft
Gering bis hinlänglich