Ereignisse in der Sichelwacht

Wichtige Zahlen und einige interessante Informationen aus der Sichelwacht haben wir an dieser Stelle zusammengetragen. Dabei geht es mehr um Quantität als um Qualität. Die Liste soll einen möglichst umfassenden Überblick über bedeutsame Geschehnisse in dieser Grafschaft vermitteln und sie nicht erschöpfend erklären. Fließtexte zu weiteren interessanten historischen Eckpunkten gibt es an dieser Stelle.

541 bis 428 BF Eine erste Erwähnung der Lande, die später als Sichelwacht bekannt wurden, datiert auf die Zeit Isegreins des Alten. In der "Schrift der Herzöge" heißt es, dass der König im Norden unter anderem die Adlerspitze in der Roten Sichel erklomm und dort mit dem König der Adler sprach.
331 bis 288 v BF In der Regierungszeit Waldradas der Jungen legte der Fischer Beowein den Grundstein der Siedlung Trallop, von der später sowohl die Sichelwachter als auch die Bärwaldener behaupteten, dass sie auf ihrem Land liege.
253 v BF Miron der Jüngling gewährte den Bürgern "der Stadt am Neunaugensee" im Jahre 253 v BF das Stradtrecht und erklärte den dort seinerzeit herrschenden Schultheißen Nasildir, einen Neffen des alten Beowein, kurzerhand zum Grafen von Trallop.

Exkurs: Die Grafen von Trallop

Wie seine Nachfolger herrschte Nasildir allein über die Stadt und nicht über das Land vor ihren Toren. Zu eben jener gehörten seit der Regierungszeit Mirons des Jünglings von 261 bis 251 v BF Altentrallop und die Alte Veste. 247 v BF stoppte Nasildir die Orks in Trallop, und zwar indem er Nargazz Blutfaust eigenhändig erschlug. Außerdem heißt es, er habe seinen Sohn öffentlich von den Mauern seiner Burg erhängt, als der Furcht vor den Schwarzpelzen zeigte.
Die siebte Gräfin von Trallop, Dyrada ward Zeugin, als Zwerge und Elfen die Orks an der Saljethfurt vernichtend schlugen. Die elfte Gräfin, Gylda, schließlich ritt mit dem Heerbann Murak-Horas' und trieb die flüchtenden Schwarzpelze ins Nebelmoor hinein.

51 bis 31 v BF Angfold von Fürstenhof wurde als kaiserlicher Marschall zur Verwesung von Stadt und Land Baliho sowie von Trallop bestallt.
31 v BF bis 2 BF Galdur der Weise von Horasia kam mit Murak-Horas nach Trallop, weil er den Elfenkönig treffen wollte. Wegen seines Geschicks im Umgang mit Elfen wurde er zum Herzog über das ganze Weidenland bestallt. Er hob die Rundhelm-Reiter aus. Im Jahr 2 BF wurden jedoch die Herzogenzwillinge Thordenin und Thordenan, Söhne des alten Wachmanns am Herzogenhof in Trallop, von Kaiser Raul gen Weiden gesandt und übernahmen das Ruder. Der Horasier Galdur ging daraufhin in die Salamandersteine.

Exkurs: Die Rundhelme

Das Gründungsdokument dieses traditionsreichen Weidener Reiterregiments wird bis heute in Trallop aufbewahrt. Es besagt unter anderem, dass die Rundhelme die Herzogenstadt sowie die ganzen Weidener Lande und Burgen bewachen sollen, und wer dereinst für die Gründungskosten der Einheit geradestehen musste. Interessanterweise scheinen die edlen Spender nur zum Teil freiwillig zusammengefunden zu haben.
Zwei Namen aus der späteren Grafschaft Sichelwacht werden in dem Dokument erwähnt und beide fanden wohl gegen den Willen ihrer Träger Eingang in die Liste: der des Ritters Barschin von Fuchshag, weil er seinen Zehnt nicht pünktlich gezahlt hatte, und der eines gewissen Barons zu Salthel, weil dessen Frau einen Freien erschlagen hatte. Der Fuchshager trug sein Scherflein zum Kauf der Rösser bei, der Saltheler hingegen musste die Kosten für die Waffen der Rundhelme --- Schwert, Helm und Lanz' --- ganz allein stemmen. Ob und wenn ja wie sehr das seine Ehe belastete, ist nicht überliefert.
So unfreiwillig die Zahlungen damals erfolgt sein mögen, die Sichler haben ihren Stolz und tun was sie können, um dem Ruf als ärmste Schlucker Weidens entgegenzuwirken. Nicht zuletzt deshalb stellen die Herrscher in Salthel bis heute einen Gutteil der Waffen und in Fuchshag und Herzoglich Altentrallop werden Pferde gezüchtet, die von Rundhelmen zum Vorzugspreis erworben werden können.

43 bis 62 BF Thordenin gab Weiden ein Landrecht und einen Census in Auftrag: 30.000 Einwohner hatte das Herzogtum dieser Tage. Außerdem schenkte er dem edlen Bogner Olat für seine Dienste "alles Land westlich des Pandlaril" und erhob ihn zum Grafen von Bärenwalde.
62 bis 93 BF Die Herzogenzwillinge Thordenin III. und Thordenan III. haben einen "entherzten" Bruder namens Thorgrein (siehe Perchtruda von Salthel, 162 - 168 BF), der Geweihter und Tempelmeister im "Ordensbund der Göttlichen Kraft" ist.
131 bis 134 BF Thordenin V. fand den Tod in den Flammen seiner Herzogenhalle, als er seinen Sieg über das Rotgepelz aus der Roten Sichel in einem schinderischen Gelage feierte. Seine Herzogenschwester Luitperga ließ sich die zweite Herzogenkrone klauen --- danach gab es keine "Herzogenzwillinge" mehr.
162 bis 168 BF Thordenin VI. war laut "Schrift der Herzöge" schon ein wirrer Greis von 69 Lenzen, als er Herzog wurde. Er heiratete Perchtruda von Salthel, eine herrische Tempelmeisterin und Nachfahrin Thorgreins (siehe 62 - 93 BF). Im selben Jahr starb er. Der Rat der Geweihten zu Trallop war Perchtruda nicht gut gesonnen und erklärte die Ehe daher für nichtig.
185 bis 201 BF Ingramm von Weiden baute den Löwenturm, das erste Gebäude "andernufers des Pandlaril" --- also im Westen und damit sozusagen auf Bärwaldener Seite.
237 bis 292 BF Wunnemar von Weiden wurde in den Tagen des Namenlosen geboren, regierte aber dennoch 55 Jahre lang als Seneschalk. Das Amt hatte sein machthungriger Großvater Giselwulf einst ersonnen, weil es in seinen Augen keinen würdigen Herzogenanwärter gab und er "alle Lande von Pandlarin und Pandlaril" lieber selbst verwesen wollte. Wunnemar schloss einen Trutz- und Handelsbund mit den Theaterrittern und der Komturei Festum. Er selbst reiste sieben Mal nach Festum --- und zwar auf dem Goblinpfad, der noch heute quer durch die Grafschaft Sichelwacht führt.
319 bis 347 BF Als Erster wagte es Grifo der Junge von Weiden, mit seinem Heerhaufen "zu den Sicheln" zu reiten. Anschließend überantwortete er alles Land dort einem Grafen. Nach dem Tod Anshags von Goldenhof im Drachenspalt bei Braunenklamm verweigerte Grifo dem Heermeister der Praios-Kirche die Übergabe des Tralloper Stadtschlüssels und der Herzogenkrone und hielt der Belagerung mit seinen Rundhelmen zehn Jahre stand, während Baliho und Bärwalde an die Pfaffen gingen.
Trallop fiel schließlich durch den Verrat von Eudo von Salthel, Nachfahre Thorgreins (siehe 62 - 93 BF) und Praioshochgeweihter zu Trallop. Er ließ die Sonnenlegion in die Stadt ein. Sechs Monde hielt Grifo dem --- nunmehr --- Herzogen-Wahrer Eudo vom Löwenturm aus stand, wurde dann aber bezwungen und auf dem Markte Altentrallops enthauptet.
347 bis 374 BF Als Eudo II. von Salthel wurde der im Jahr 311 BF geborene Verräter und Praiosgeweihte 347 BF von Kaiser Aldec zu Gareth in aller Form auf den Thron der Weidener Lande gehoben. Obschon weit vom Garether Griff entfernt, war er ein willfähriger Handlanger und knechtete die Weidener so, wie es seine Amtsbrüder in den anderen Provinzen taten.
375 bis 411 BF Nach dem Meucheltod des Erz-Inquisitors Cron von Ferdok übernahm Gundowald von Salthel dessen hohes Amt zusätzlich zu dem des Herzogen-Wahrers von Trallop. Er wütete "greulich und rachsüchtig" unter den Weidener Rittersleuten: 200 von ihnen ließ er hinrichten. Zudem wollte er die Rondrageweihten an der Mündung des Donnerbachs niedermachen lassen, verschwand mit seiner Flotte auf dem Weg dorthin aber spurlos.
462 bis 465 BF Herzogen-Wahrer Gundobald von Salthel wurde von den Trallopern in den Feuerschlot der Insel im Neunaugensee geworfen, nachdem die erfahren hatten, dass der letzte Priesterkaiser Gurvan II. abgesetzt worden war. Vor seinem Tod soll der Herzogenwahrer noch einen Fluch über die Stadt und den See gesprochen haben.
469 bis 494 BF Die Albernierin Selinde von Weidenau wurde statt des eigentlich erwarteten Weidener Barons und Nachfahren der Seneschalke Wallfried von Weiden von Kaiser Rohal zur neuen Herzogin gemacht. Außerdem setzte Rohal eine Landesreform durch, in der die Verhältnisse in den Weidener Grafschaften neu geordnet wurden.
511 bis 562 BF Herdan von Weidenau ließ den Herzogenbau errichten, also einen Gutteil der heute vorhandenen Herzogenburg im Tralloper Stadtteil Hohenufern auf der rechten Seite des Pandlaril.
596 bis 601 BF Herzogin Odila von Weiden starb in der Schlacht gegen die Orks, als sie den Westteil Trallops vor dem Untergang bewahrte. Das Heer der Tordochai war nach der Schlacht auf den Blutfeldern auf der Flucht und hatte das rechtspandlarilsche Altentrallop bereits überrannt, als die Herzogin sich ihm mit den Rundhelmen entgegenstellte.

Exkurs: Der Marschall und der Lindwurm

Der Marschall der Mark, Sighelm von Triggenfels, wollte um 696 BF herum gern Markgraf einer noch zu gründenden Markgrafschaft Sichelwacht werden und außerdem eine Nichte des Herzogs Tsadan ehelichen. Um beide Ansprüche zu legitimieren, plante er Ruhm an seinen Schild zu heften, indem er einen Drachen aus den Drachensteinen bezwang, der öfter einmal Ausflüge bis zur Roten Sichel unternahm und dabei üble Verheerungen in der sogenannten Drachenpforte anrichtete. Allerdings kehrte der Marschall von jener Queste niemals zurück. Die Bestie wurde später offenbar vom Blitz erschlagen.

um 969 BF Dier Ersten Weidener Unruhen waren eine schwere Zeit für die gesamten Bärenlande. Wichtig für die Sichel: Die "Marken zur Sichelwacht" werden in der "Schrift der Herzöge" an dieser Stelle zum ersten Mal erwähnt.
ab 981 BF In drei Ritten zog Waldemar von Löwenhaupt in den Grafschaften Bärwalde und Baliho sowie in der Markgrafschaft Sichelwacht gegen Räuber und Schwarzpelze zu Felde. Der Census Waldemariensis ergab 1009 BF: 110.000 Einwohner in den Bärenlanden.
1024 BF Die Goblins erhoben sich und besetzten ganze Baronien in der Sichelwacht. Erst mit dem Tod des Kriegshäuptlings Gragh Krigscha kehrte wieder Ruhe ein.
1027 BF Während das Reich sich den Angriffen von Borbarads Erben erwehrte, erhoben sich die Goblins erneut und erzwangen mit heftigen Angriffen über die Namenlosen Tage die Abtretung von Teilen des Lands in Drachenstein und Uhdenwald.
1029 BF Nach der Ermordung des alten Markgrafen Ralmir von Zornbrecht-Hauberach wurd die Reichsmark Sichelwacht --- gemäß den Vereinbarungen in der Ochsenbluter Urkunde --- eine reguläre Grafschaft. Bunsenhold von Wolkenstein und Wettershag bestieg den Thron in Salthel.
1030 BF Bereits kurz nach der Inthronisierung rief Bunsenhold seine Vasallen zu einem Kriegszug gegen die Goblins der Roten Sichel. Der Marsch gipfelte in einem Blutbad, in dem die Truppen des Grafen schwere Verluste hinnehmen mussten. Trotzdem wird das Ganze als Sieg gegen den Rotpelz gewertet.