Einhart von Isenfold

Titel: Junker
Lehen: Junkergut  Waldenwinkel
Tsatag: 8. HES 1006 BF
Familienstand: Ledig
Nachkommen: Keine
Kurzprofil: Sehr rondragläubiger und pragmatischer junger Ritter. Als Gutsverwalter gerecht aber hart. Seine einzige lebende Verwandte im Ort ist seine Mutter, die ihm bereits länger einzureden versucht, sich zu endlich zu verloben. Einhart verweigerte sich bisher, sucht nun aber doch, wenn auch mit etwas ungewöhnlichen Methoden, nach einem Weib. Einhart isst und jagt gerne, wobei er am liebsten mit seinen Freunden in den Wald  auszieht.
Verwendung: Folgt

NAMEN & TITEL

• Vollständiger Name
Einhart von Isenfold zu Waldenwinkel

• Titel
Junker von Waldenwinkel
Ritter Weidens

• Anrede
Wohlgeboren

• Persönliches Wappen
Als Familienoberhaupt trägt er das Familienwappen derer von Isenfold: Ein dreigeteiltes Wappen, mit drei blauen Rauten auf gelbem Grund im oberen Drittel, zwei gelben Rauten auf blauem Grund im mittleren Drittel und einer gelben Raute auf blauem Grund im unteren Drittel.

LEHEN & ÄMTER

• Lehen & Besitztümer
Das Junkertum Waldenwinkel im Südwesten der Baronie Adlerflug und im Nordwesten der Sichelwacht

• Ämter
Folgt

• Wappen des Lehens
Folgt

• Stand
Niederadel

WICHTIGE DATEN

• Tsatag
8. Hesinde 1006 BF

• Belehnung
20. Efferd 1034 BF

• Traviatag
Folgt

• Borontag
Folgt

FAMILIENBANDE

• Ehegatte
Folgt

• Kinder
Folgt

ABSTAMMUNG

• Hauszugehörigkeit
Familie derer von Isenfold

• Familienwappen
Ein drei geteiltes Wappen, mit drei blauen Rauten auf gelbem Grund im oberen Drittel, zwei gelben Rauten auf blauem Grund im mittleren Drittel und einer gelben Raute auf blauem Grund im unteren Drittel.

• Eltern
Ratger von Isenfold (Boronstag: Herbst 1034 BF während eines Scharmützels mit Goblins nahe Dunkelbrunn in der Baronie Zollhaus)
Ailgrid von Iselfold-Feldmark

• Geschwister
Ellmholda von Isenfold (Boronstag 29. Rahja 1035 BF)

• Wichtige lebende Verwandte
Gernlind von Isenfold-Hengstbach, Ritterin im Orden des Donners zu Trallop und Cousine väterlicherseits
Dankward von Isenfold, fahrender Ritter und Onkel väterlicherseits

• Bedeutende Ahnen
Sighelm "Eisenschlag" von Isenfold, Stammvater des Geschlechts, erstritt das Adlerfluger Lehen "Waldenwinkel" im Zweikampf für seine Familie

AUSSEHEN & AUFTRETEN

• Beschreibung
So grob und urtümlich wie rote Sichel, an dessen Ausläufer sich das Lehen Waldenwinkel befindet,  erscheint einem auch der Junker.  Mit seinen etwa 2 Schritt  Größe und den breiten Schultern brauch er diesen Vergleich keineswegs zu scheuen. Die langen, oft wirren Haare, die ebenso wie der kaum gestutzte Bart, mehr rot als braun erscheinen, haben ihm bei der Bevölkerung den Namen, „der rote Berg“ eingebracht. Obgleich ebenso passend  zu Einharts eher ruhigem und nachdenklichen Auftreten, wagt keiner der Einwohner des Lehens, ihn offen auszusprechen. Denn so ruhig der Berg sein kann, so wild sind seine Ausbrüche.
Nicht nur das ist das Erbe seines Vaters, dem bärbeißigen Ratger von Isenfold, einem Recken, der als waldkundiger und kampferprobter Mann in der Baronie gekannt und geschätzt wurde. Zumindest bis zur Krankheit des Barons und der Übernahme der Geschäfte durch den Vogt. Ratger und Einhart hatten bis zum Tod des Vaters ein freundschaftliches Verhältnis.
Auch die Neigung manche Dinge laut auszusprechen, die man lieber für sich behalten sollte, brachte ihm oft den Vergleich mit seinem Vater ein. Meist geschah dies aus dem Mund seiner Mutter, was ihm jedes Mal einen wohligen Schauer über den Rücken jagte aber auch vom Vogt, der derzeit die Baronie führte, kam dieser Vergleich bereits auf den Tisch. Hier wogte der Schauer aber eher über Einharts Arm hinunter zur Hand, die auf seinem Streitkolben lag. War der Vogt es doch, der Ratger auf die selbstmörderische Suche nach den Goblins in der Sichel geschickt hatte.
Gern dachte Einhart an seinen Vater, dem er so ähnlich war, sei es im Verhalten oder im Aussehen. Auch wenn Ratger oft streng und ein wenig grob war, seine Kinder hat er geliebt. Oft hatte er seinen Sohn nach dessen Schwertleite mit in die Wälder genommen und ihm das Fährtensuchen und Jagen näher gebracht. Auch sein Pferd „Feno“ hatte Einhart von seinem Vater geschenkt bekommen, auch wenn dies dem jungen Ritter zu Beginn eher als schlechter Scherz vorkam, denn Feno mochte es nicht sehr, wenn Einhart sich auf seinen Rücken setzte, was er auch des Öfteren nachdrücklich deutlich machte.
Ein Jahr und etliche zerbeulte Rüstungsteile später, hatte sich die von Ratger beschworene Geduld aber bezahlt gemacht. Eine Lehre, für die der junge Isenfolder seinem Vater heute noch dankbar war.
Junker Einhart trifft man als Bewohner des Lehens nun so gut wie immer auf seinem übellaunigen Tralloper Braunschecken Feno an. Das Tier soll schon so manchen neugierigen Bauernjungen das Fürchten gelehrt haben. Einige behaupten sogar, hinter vorgehaltener Hand, dass der Hengst beim versuchten Legen (Kastration) zwei Männer getötet haben soll. Ein weiterer Versuch wurde dann wohl nicht mehr unternommen.
Gewandet in einen langen Kettenmantel mit Haube sowie in feste Stiefel und Lederhose, ausgerüstet mit Schwert, Wurfspeer und der Stammwaffe, dem von Junker zu Junker vererbten Streitkolben „Eisenbiss“, flieht Einhart gern vor der staubigen Schreibstube, die er dann seinem Schreiber, dem sehr jungen ehemaligen Praiosschüler Linnart Hechtweiler überlässt, was in manchen Briefen schon zu Verwirrung beim Empfänger geführt hat. Man muss wissen: Der junge Linnart neigt zum Ausschmücken der Worte, wie es der Weidener an sich normalerweise nicht tut.  Meist führt Einharts Weg fort aus dem Weiler in den Adlerfluger Wald oder zum Ifirnschrein am Ortsrand. Gern genießt er hier die Ruhe und grübelt über allerlei Dinge nach. Auch der Jagd auf die dreistesten Keiler der Region spricht er gerne zu. Meist im Herbst, nach der Rübenernte, gibt der Junker dann nach erfolgreicher Jagd ein Dankfest, bei dem das erlegte Wild zusammen mit scharf gewürzten Rüben als Eintopf an alle Bewohner verteilt wird. Regemäßig  kann man dabei auch den manchmal im Gut Halt machenden Ifirngeweihten treffen, mit dem Einhart ein freundschaftliches Verhältnis pflegt.
Auch abseits des Fests gilt Junker Einhart als gerechter und besonnener Herr.  So kann sich ein jeder im Gut sicher sein, dass harte Arbeit und Zusammenhalt zu Ehre und Ansehen bei der Herrschaft führt. Doch ebenso sicher können sich der Faulpelz und der Eidbrecher sein, dass die Strafe für verantwortungsloses Handeln hart und schnell erfolgt. So erinnert man sich noch heute, etwa ein Jahr später, an den jungen Beusel, dessen unhaltbare Verleumdungen und körperlichen Attacken gegenüber der hübschen Kräuterfrau Fenia dazu führten, dass er von keinem Geringerem als dem Junker selbst ohne Zunge aus dem Weiler hinaus in den Wald gejagt wurde. Der Junker bemüht sich, in dem ihm anvertrauten Lehen, für Ordnung zu sorgen, wenn auch die Armut der Bevölkerung und der Herrschaft dem Junkergut Waldenwinkel zu schaffen macht, findet sich hier meist mehr Zusammenhalt und Eintracht als in so manchem reichen Lehen, in dem jeder nur an sich denkt.

• Aventurische Informationen
Die jährlichen Übungen mit seinen Wehrfähigen, etwa 15 tapferen Männer und Frauen, überlässt Einhart seinen beiden Waffenknechten. Traditionell findet diese in den Tagen nach dem Erntefest statt. Einhart  ist bei diesen Übungen in der Regel sporadisch anwesend. Bei der ersten Übung seit seiner Lehnsübernahme, hat er sich,  zur Überraschung seiner Waffenknechte und der übrigen Einwohner, die Fähigkeiten an den bäuerlichen Waffen Aug in Aug mit den tapferen Streitern demonstrieren lassen. Auch wenn Axt, Spieß und Knüppel nicht seine bevorzugten Zweikampfwaffen sind, will er seinen Wehrfähigen mit der Wahl der gleichen Waffe vor Augen führen, dass er von Ihnen nicht mehr verlangt, als er selbst zu geben bereit ist. Lediglich bei den Steinschleudern überlässt er die Rolle des imaginären Feindes, lieber dem Holzeimer der stattlichen Haarika die neben dem wackeren Eichwart als Waffenknecht dient und deren narbenreiches, aber dennoch hübsches Gesicht, von einigen Auseinandersetzungen zeugt.
Dass der Junker an die gute Haarika vor etwa 12 Jahren seine Unschuld verlor, weiß außer den beiden und Einharts  Mutter offiziell niemand. Gerüchte gibt es aber auch hierüber genug, und manches Mal wurde Haarika in der Vergangenheit schon im Spaße mit edles Fräulein angeredet. Das Techtelmechtel war aber zunächst nicht von Dauer, da es während eines kurzen Besuchs im Junkergut, in dem die junge Haarika als Tochter des örtlichen Schmieds Botengänge erledigte, stattfand. Einhart hatte mit seinem Schwertvater die Familie besucht, als seine Cousine Ihre Weihe zur Knappin der Göttin erhalten hatte und ebenfalls zu einem Familientreffen auf dem Junkergut weilte. Selbst heute treffen die beiden sich noch gelegentlich außerhalb des Weilers, in einem dichtgewachsenen Waldstück, auf ein Stelldichein, was in letzter Zeit jedoch seltener vorkommt, da die gute Haarika das Versteckspielen verständlicherweise  satt hat und Einhart nun nach einer "richtigen Frau" sucht.
Ein schlechtes Gewissen plagt den Junker hierbei schon, was auch einer der Gründe für sein hinausgezögertes Brautwerben ist. Doch möchte er seinen Untergebenen und somit auch Haarika ein besseres Auskommen bescheren, wofür er sich nun "opfern" will. Mittlerweile hofft Einhart auf eine gute Partie. Seinen Wunsch, dass ein Prospektor ein neues Erzvorkommen auf seinem Land entdeckt, hat er nämlich aufgegeben. So nimmt er nun sein eigenes und damit auch das Schicksal des Gutes selbst in die Hand. Einen seiner Jugendträume, ein Knappe der Göttin zu werden, hat er nach dem Tod seiner Schwester und der darauffolgenden  Lehnsübernahme, mit ihr zusammen begraben. Das hält ihn aber nicht davon ab, peinlichst genau nach deren Tugenden und Ideale zu leben.
Einer der Träume des Junkers  ist es, einen riesigen Keiler, den er und seine Jagdgesellschaft liebevoll „Schwarzkamm“ nennen, zu fangen. Dieses Untier war selbst dem sonst so Treffsicheren Jagdmeister entkommen. Einige Male hatte auch Einhart seinen Wurfspeer nach dem Tier geworfen, aber es entkam ihm, was zu einem Wutausbruch sondergleichen führte.

• Stärken
Einhart ist ein fähiger Waidmann und lässt es sich nicht nehmen, für das jährliche Dankfest an der Seite der Freunde Wild zu erjagen. Er ist sehr rondragläubig und versucht stets die Gebote der Göttin zu befolgen.
Obgleich in allen Waffengattungen ausgebildet, bevorzugt der Junker den Streitkolben und das Schwert als Waffe. Aber auch mit dem Wurfspieß ist seine Treffsicherheit und Durchschlagskraft über die Grenzen seines Lehns bekannt.
Krankheit oder körperliche Unzulänglichkeiten sind ihm, in Gegensatz zu einer Seite seiner restlichen Familie, unbekannt. Sowohl die Mutter als auch die bereits verstorbene Schwester kann oder konnte  man durchaus als anfällig beschreiben.
Seine sprichwörtliche „Isenfolder Zähigkeit“ kann wohl der väterlichen Seite zugeschrieben werden denn bis zu seinem Tode  erfreute sich auch sein Vater stets bester Gesundheit.

• Schwächen
Einhart  hässlich zu nennen, wäre falsch, dennoch wirkt er auf viele Menschen eher ungepflegt und teilweise auch abstoßend, denn – um es mal mit den Worten einer jungen Adligen zu beschreiben, die für einen Abend seine Tischnachbarin am Hofe des Barons war und später in der Kammer ihrer Zofe berichtete – „dieser Mann sieht aus wie ein Troll und frisst auch wie einer. Ich hatte Angst dass er mich versehentlich für ein Brathähnchen hält und verschlingt.“ Aufgrund solcher Reaktionen, die ihm nicht verborgen bleiben, ist Einhart im Umgang mit Frauen eher zurückhaltend und unsicher. Dazu trägt bei, dass Einharts Mutter in jeder weiblichen Adligen eine potenzielle Verlobte sieht, was ihm mit fortschreitendem Alter zusehends unangenehmer wird. Er fühlt sich unter Druck gesetzt. Lediglich zu Haarika hat er Vertrauen und fühlt sich in ihrer Gesellschaft frei und sicher.
Der Junker sieht in fast jeder Diskussion oder handfesten Auseinandersetzung das Potenzial eines Duells, das die Angelegenheit schon regeln wird. Hierbei streitet in ihm auf der einen Seite das Verlangen, nicht in jeder Situation zu den Waffen zu greifen, auf der anderen Seite aber, sein geerbter Jähzorn, der jegliches Verhandlungspotenzial zunichtemachen kann. Meist siegt der Verstand, aber es gab in der Vergangenheit schon Situationen, in denen der Junker seinem Ruf als brodelnder roter Berg gerecht wurde und der potenzielle Gegner beispielsweise aufgrund eines unbedachten falschen Wortes über seine Mutter, grün und blau geschlagen aus dem Junkergut fliehen musste und dort Kind und Kegel zurückließ.
Obwohl in allen Waffengattungen geschult, ist Einhart nie so recht mit der Lanze warm geworden. Sollte es notwendig sein, ist er zwar in der Lage, an einem Lanzenstechen teilzunehmen, doch den Gegner mit der Lanze getroffen hat er noch nie. Der Junker macht dafür seinen sonst so treuen Feno verantwortlich, der am liebsten auf den Gegner zu rennen, anstatt an ihm vorbei laufen würde. Dieser Kommentar bringt ihm aber jedes Mal ein verächtliches Schnauben des Streitrosses ein. Dafür ist der Junker aber schon einmal bei einem Lanzengang trotz schweren Treffers auf dem Pferd geblieben, während der Gegner von der Kraft seines eigenen Angriffs aus dem Sattel gehoben wurde. Ob dies an dem Umstand lag, dass er die Lanze zu spät losgelassen hatte oder Einhart einfach zu fest im Sattel saß, war in diesem Moment unerheblich. Während des Turniers hatte irgendein Weib seinen Spitznamen gebrüllt, worauf mehrere  Menschen einstimmten und „Roter Berg“ skandierten.

• Kurzcharakteristik
Sehr rondragläubiger und pragmatischer junger Ritter. Als Gutsverwalter gerecht aber hart. Seine einzige lebende Verwandte im Ort ist seine Mutter, die ihm bereits länger einzureden versucht, sich zu endlich zu verloben. Einhart verweigerte sich bisher, sucht nun aber doch, wenn auch mit etwas ungewöhnlichen Methoden, nach einem Weib. Einhart isst und jagt gerne, wobei er am liebsten mit seinen Freunden in den Wald auszieht.

HERAUSRAGENDE WERTE

• Eigenschaften
Konstitution, Körperkraft

• Vor- und Nachteile
Eisern, Zäher Hund / Jähzorn, Verpflichtung gegenüber Lehnsherr

• Talente
Stumpfe Hiebwaffen, Schwerter, Wurfwaffen (Wurfspeer), Kriegskunst, Götter und Kulte: Rondra, Reiten, Wildniskunde, Orientierung, Tierkunde

HINTERGRÜNDE

• Gottheit
Rondra, Ifirn

• Besonderheiten
Einhart erscheint auf den ersten Blick eher wie ein raubeiniger Heckenritter, da sowohl sein Kettenmantel, als auch seine übrige Kleidung zweckmäßig und eher als schäbig anzusehen sind. Lediglich der feste, blaue Umhang, welcher mit dem Wappen der Familie bestickt ist, macht am Adlerfluger Baronshof einiges her. Besuche dort sind auch die einzige Gelegenheit , zu der er ihn trägt. Sein Bart und sein Haar könnte man am besten mit den Worten "struppig und borstig wie Kupferdrähte" beschreiben. Nein, schön hat den Junker noch niemand genannt, was aber seiner beeindruckenden Erscheinung keinen Abriss tut. Die Augen, die Zähne und die Hände eines Mannes, das redet ihm seine Mutter gern ein, entscheiden darüber, ob ihm eine Frau verfällt. Und genau darauf hat Einhart sein Augenmerk immer gelegt, was ihm bis heute prächtig gelungen ist.
Wie schon erwähnt, ist Einhart ein guter und fleißiger Jäger, der es aber ausschließlich auf das im Gut reichlich vorhandene Schwarzwild abgesehen hat. Sein Wurfspeer trifft fast immer sein Ziel, ganz zur Freude der alten Äarl, die schon für seinen Vater als Köchin und Magd in der engen Küche schuftete.
Derzeit liegt Einharts Priorität klar dabei, eine Frau zu finden. Er weiß jedoch noch nicht so recht, wie er das anstellen soll. Eine Horde Goblins zu vertreiben wäre ihm lieber, doch seine Mutter und die alte Magd beraten ihn gern und oft, was er gekonnt ignoriert. Einhart will hier ebenso eigenständig wie bei der Verwaltung seines Lehns bleiben. So brütet er seit Wochen Abend für Abend über Minne und Stammbäumen, bis er – bedeckt von Papier – laut schnarchend auf seinem massiven Holzbett einschläft und von der Jagd auf "Schwarzkamm" träumt.

• Meisterinfos
Einhart möchte gern weiter den Zusammenhalt in seinem Lehen stärken. Dazu setzt er auf Belohnungen für fleißige Arbeit. Viermal im Jahr findet die Handwerksschau statt, bei der jeder Bauer und jeder Handwerker ein besonderes Stück auf einen Gabentisch legt. Die größte Rübe, die schönste Spange oder der robusteste Korb, werden dann von Einharts Mutter gekürt und für mindestens1 Silberstück von Einhart gekauft.
Der Jagdmeister, ein guter Freund und Jagdgefährte des Junkers, scheint in letzter Zeit für mehrere Tage und Nächte im Wald zu verschwinden. An einem Morgen kam er nur mit einem zerrissenen, weißen Hemd bekleidet aus dem Forst gestolpert. Was er dort getan hat, wollte oder konnte er dem Junker bis heute nicht erzählen.
Einhart bekommt jeden Monat eine besondere Kräutermischung von der ortsansässigen Kräuterfrau Fenja, welche er ohne das Wissen seiner Mutter heimlich raucht. Mancher mag  das Verhalten Einharts hier belächeln, doch seine Mutter macht das Rauchen für den Tod von Einharts Schwester verantwortlich. Diese starb im Sommer 1035 BF an einer Krankheit, die auch Fenja nicht heilen konnte. Ein starker Husten hatte ihr schlimm zugesetzt. Letzen Endes erstickte sie qualvoll. Einige der Bewohner von Waldenwinkel meinen, dass ihr Herz ob des Verlusts des Vaters ein Jahr zuvor gebrochen war und sie daran elendig verreckte. Andere machen ihre Vorliebe für geistige Getränke und Räucherwaren verantwortlich.
So versucht Einhart mit seinem Verhalten, lediglich die Sorgen seiner Mutter so gering wie möglich zu halten, wobei er sich aber ein ums andere Mal selber reichlich dämlich vorkommt. Er vermisst seine Schwester, die ein rechter Haudegen war, sehr. Sie war ihm immer der Bruder, den er nie hatte. Nach ihrem Tod, fing seine Mutter plötzlich an, ihn wegen einer Heirat in die Mangel zu nehmen. Dies hält bis heute an.

BEZIEHUNGEN

• Freunde & Verbündete
Echte Freunde hat Einhart  wenige. So ungewöhnlich das für einen Junker sein mag, zählt dazu auf jeden Fall sein Hengst Feno. Auch wenn es große sprachliche Barrieren gibt, bildet sich Einhart – ganz zum Leidwesen seiner Mutter – ein, dass der bösartige Gaul ihn versteht wie kein anderes Lebewesen. Er selbst würde nie wirklich etwas auf seinen treuen Feno kommen lassen, obwohl er den Hengst gern neckt.
Ein richtiger Freund Einharts ist sein Jagdmeister Karfan Krayenacker, ein sich in den mittleren Fünfzigern befindender ehemaliger Söldner. Ebenso den reisenden Ifirngeweihten Erlwulf Wildfang, auch wenn dieser nicht oft da ist, verstehen sich beide Männer doch recht gut. Gern wird dann zusammen gejagt, in der Jagdhütte im Wald getrunken und Boltan gespielt. Rau geht es dann zu zwischen den drei Junggesellen, so dass man auf dem Platz im Weiler gern mal von einem Junggesellenabend spricht, wenn sie sich morgens schlurfend zum Wehrturm bewegen und sich von der guten Äarl mit Speis und Trank versorgen lassen.
Würde man Einhart auf seine Verbündeten ansprechen, würde er zunächst fragend zurück starren. Am ehesten würde ihm wohl noch sein Schwertvater Oswald von Högelstein, welcher seit geraumer Zeit als Jagdmeister des Grafen der Sichelwacht fungiert, einfallen.

• Feinde & Konkurrenten
Einhart hörte davon, dass die Familie von Hohenlot zu Dachsbockel einen Groll gegen sein Geschlecht hegt. Warum, konnte ihm die Mutter nicht erklären und der Vater wollte es zu Lebzeiten nicht. Es scheint allerdings etwas damit zu tun zu haben, dass sein Vater Ratger es mit den Grenzen nicht immer ganz genau nahm und Waldenwinkels Schweine öfter mal im Dachsbockler Wald fressen ließ. Die alte Äarl jedenfalls spricht manchmal abfällig von den „Drecksbuckeln“ und meint, dass sie allesamt weiche Pflaumen sind, was Einhart stets mit einem Kopfschütteln abtut.

• Zugehörigkeit zu Orden, Ritterbunden & sonstigen Gemeinschaften
Keine

BRIEFSPIEL

• Verwendung
Folgt

• Spieler
Oliver Elin

• Beziehungen
... zum Weidener Heer: gering
... zum Weidener Adel: gering
... zum Adel in Adlerflug: ansehnlich
... zum Weidener Herzogenhof: gering
... zum mittelreichischen Adel: minimal

• Finanzkraft
Gering (geringe Einnahmen aus dem Junkergut mit seinen rund 45 Bewohnern, hauptsächlich aus dem Verkauf von kunstvoll gefertigten Waldenwinkler Rotschiefergriffeln und geschliffenen Waldenwinkler Schieferbrettern, die im Gegensatz zu Papier wiederverwendbar sind.)
Ansonsten versuchen die Bewohner Waldenwinkels, sich mit Rübenanbau und eigenständigen Wirtschaftsbereichen an den Häusern wie Hühnern, wenigen Schafen und Ziegen sowie Schweinen selbst zu versorgen.

• Eindruck gefällig?
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