Bejubelt unseren Retter

In einer Stadt am Großen Fluß,
da herrscht Jast Gorsam, großer Mann.
Auf Weidner Land setzt er den Fuß,
von Menzheims Au bis zum Blautann.
 
Refrain:
Bejubelt unseren Retter, denn was bleibt uns schon.
Laßt uns preisen den schönsten Tag,
an dem er uns presste in seine Fron,
mit seinem Schandvertrag.
 
Als edler Ritter zog er in den Krieg,
auf seines Pferdes Hufen.
Gegen Baeromar, den wir fast besiegt;
wer hat Nordmarken gerufen?
 
Refrain
 
Er ist ganz Sieger auf dem Pferd.
Gegen Baeromar, der bei uns hauste.
Er führt auch noch das Reichsrichtschwert.
Doch wir sind's, auf die's niedersauste.
 
Refrain
 
Zu unsrem Schutze, was für Ehr'
seine Heerschar noch lang bei uns ist.
Und sicher fühlten wir uns sehr,
solang' sie uns das Korn wegfrißt.
 
Refrain
 
Und dafür daß sie abzieh 'n müssten,
gab man vieles ihnen in die Hand.
Uns können sie nicht weiter schützen,
viel Gut dafür aus unsrem Land.
 
Refrain
 
Voll Tränen waren die Augen mir,
als abzog Jast Gorsams Heeres Rest.
Doch ließ er uns das Vertragspapier,
hört, wie er uns sich danken läßt.
 
Refrain
 
Geht Ihr nach Trallop dieses Jahr,
seht Ihr die Statue, oh wie hold,
gleicht dem Nordmärker bis auf Haar,
der unser Land besetzen wollt'.
 
Refrain
 
Zum Spottpreis kauft er unsre Rinder,
was brauchen wir Fleisch, jetzt haben wir Geld.
Im Winter sterben unsere Kinder,
vor seinem Bildnis. unserem Held.
 
Refrain
 
Vom Erze leer sind unsre Minen,
denn Jast gehört das Erz im Berg.
Die Bergleut' sicher gern ihm dienen,
mit ihrem ganzen Tagewerk.
 
Refrain
 
Und wie wir bedauern Hardenfels' Mord,
der ankam mit Rittern und Lanzen-
Wir spucken auf seinen Begräbnisort,
auf seinem Grab wir tanzen!
 
Refrain
 
Laßt uns ihm danken mit ganzem Herzen,
für alles Gute, was er uns getan.
Als er ging, weinten wir vor Schmerzen,
um unsren Retter, Jast Gorsam!

von Christoph Pilger