Thargrin von Graufenbein

Titel: Donatrix Lumini
Tsatag: 4. RON 1004 BF
Familienstand: Witwe Erzelhardts von Graufenbein
Nachkommen: Ein verstorbener Sohn
Kurzprofil: Folgt

 

Thargrin von Graufenbein

• Name
Thargrin Schwertestreich von Graufenbein-Drôlenhorst

• Titel
Donatrix Lumini
ehemalige Baronsgemahlin zu Rotenforst

• Geburtsjahr
4. Rondra 1004 BF

• Familienstand
Witwe Erzelhardts von Graufenbein;
Ein Sohn: Gerbold von Graufenbein (1025 bis 1033 BF)

• Hauptgottheit
Praios

• Beschreibung
Mit ihren knapp 163 Halbfingern Körpergröße ist Thargrin von Graufenbein nicht gerade das, was man landläufig als 'Bild von einem Weib' bezeichnen würde. Neben vielen ihrer Weidener Landsleute wirkt sie klein und zerbrechlich, oft sogar ein wenig kränklich. Wenn ihre kühle Miene, der stechende Blick und das eigensinnige Kinn nicht wären, würde Thargrin vermutlich genau jenes weit verbreitete Bild von schützenswerter Unverdorbenheit bedienen, für das so mancher ehrenvolle Weidener Recke freudig in den Tod ginge.
Ihr langes, aschblondes Haar trägt die Herrin von Rotenforst stets aufgesteckt, die dicken, geflochtenen Zöpfe mitunter mehrfach um ihren Kopf geswunden. Müsste sie sich als Geweihter des Herrn Praios nicht an eine gewisse Kleiderordnung halten, dann wüsste sie ihrem Adel und Geschmack sicher ebenso geschickt Ausdruck zu verleihen, wie ihr Gatte dies seit seiner Hochzeit erstaunlicherweise vermag.
Wer zu einer über den ersten Eindruck hinausgehenden Einschätzung von Thargrin gelangen will, ist mit einem tieferen Blick in ihre sturmgrauen Augen sicher gut bedient. Soweit er es schafft, diesen länger als bloß für die Dauer eines Lidschlags zu halten, wird er schnell zu der Vermutung gelangen, dass er in der Praioranerin eine Frau vor sich hat, deren kleine und schmächtige Statur den stählernen Willen und das unerschütterliche Selbstbewusstsein kaum zu halten vermag.

• Aventurische Informationen
Der Spruch, dass hinter jedem starken Mann eine starke Frau steht, ist auf die Verhältnisse im Hause Graufenbein durchaus anwendbar. So unwahrscheinlich es auch scheinen mag, dass irgendjemand den sturköpfigen und aufbrausenden Erzelhardt lenken kann: Thargrin tut bisweilen genau dies.
Dabei ist der Wissensvorsprung der Geweihten ihr ebenso von Vorteil wie ihre Klugheit, die die des Gatten bei weitem übertrifft. Zudem ist der Baronsgemahlin eine Willenskraft, Zielstrebigkeit und Strenge zu Eigen, die der Erzelhardts in kaum etwas nachsteht.

• Besonderheiten
Bereits im zarten Alter von 19 Götterläufen wurde Thargrin mit dem 31 Jahre älteren Erzelhardt vermählt – der Heiratspolitik ihres Vaters entsprechend. Dabei wurde auf die Befindlichkeiten und Wünsche der ehrgeizigen jungen Geweihten, die ihre Ausbildung in Gareth und auf der Feste Auraleth genoss, keine Rücksicht genommen. Heute blickt Thargrin mit großer Unzufriedenheit auf ihr Leben. Die Tatsache, dass sie ihr Dasein quasi 'am Ende der Welt' frist muss, wo es für sie als Dienerin Praios' keine Aufstiegschancen oder überhaupt irgendwelche Perspektiven gibt, stellt sie – mehr noch als dem Gatten – dem kürzlich verstorbenen Vater in Rechnung und ist alles andere als dankbar dafür.

• Meisterinformationen
Nach ihrer Heirat kam die Praioranerin schnell zu der ernüchternden Einsicht, dass es für eine Frau von ihrem Format bei den 'ketzerischen' Rotenforstern nicht viel zu holen gibt. Es stellte sich zudem heraus, dass ihr Gatte nicht willens war, sie bei ihren Missionierungsversuchen zu unterstützen, dass sie ihm als Frau zwar willkommen war, nicht aber als Priesterin.
Nach Jahren des ergebnislosen Kampfes gegen das Desinteresse der Rotenforster Bevölkerung, legte Thargrin ihre allzu offenen Absichten fürs Erste auf Eis und begab sich in Klausur. Weit abgeschieden von ihren Glaubensbrüdern hat sie sich Studien gewidmet, die dem Geist einer jungen, unerfahren und wenig gefestigten Geweihten besser verschlossen geblieben wären. Die Baronsgemahlin gleitet immer mehr in ihre eigene, überaus reaktionäre Glaubenswelt ab, die von den Ideen einiger praioranischer Splittergruppen aus vergangener Jahrhunderte geprägt wird. Leider gibt es niemanden in ihrer Nähe, der sie auf den rechten Pfad zurückholen könnte.

• Stärken
Die Stärken Thargrins sind ganz klar im geistigen und klerikalen Bereich zu finden. Die Baronin von Rotenforst hat einen wachen Verstand und in den letzten Jahren genug Muße gehabt, sich mit Dingen zu beschäftigen, von denen viele Weidener ihren Lebtag noch nichts gehört haben.
Auch die Determiniertheit der jungen Praioranerin sucht ihresgleichen. Die Einsicht, dass sie mit ihrem Glauben so fern der Zivilisation ganz auf sich gestellt ist, hat sie mitnichten dazu veranlasst, ihre Waffen zu strecken. Vielmehr trägt sie den Kampf gegen Wîswartari, den Hüter des Ahnwissens, und auch gegen den religiösen Stumpfsinn der Rotenforster mit noch härteren Bandagen aus – aber vorerst im Verborgenen.

• Schwächen
Thargrin weiß um ihre Fähigkeiten. Viel zu gut, als dass sie noch dazu bereit wäre, sich in Demut und Bescheidenheit zu üben. Sie weiß, dass sie ihrem Gatten in vielen Angelegenheiten des täglichen Lebens haushoch überlegen ist und hat daher weit Besseres zu tun, als ihre Zeit mit der Befolgung seiner Befehle zu vergeuden.
Ihre Arroganz und Herrschsucht sind die größten Schwächen der jungen Geweihten. Sie hat Pläne für 'ihre' Baronie. Und wie sie mit einem eventuellen Veto Erzelhardts umgehen würde, muss sich in Zukunft erst noch erweisen.

• Hauszugehörigkeit und wichtige lebende Verwandte
Zugehörigkeit zum Hause derer von Silkenau. Die einzige wichtige lebende Verwandte ist Ihre Hochgeboren Sindaja Schwertestreich von Silkenau, die Baronin von Drachenstein.

• Herausragende Ahnen
Sirlan Schwertestreich von Silkenau, der beim Goblinfeldzug im Jahre 1030 BF auf mysteriöse Art verstorbene Heermeister der Sichelwacht.

• Zugehörigkeit zu Orden, Ritterschaften und politischen Gruppen
Gemeinschaft des Lichts, Thargrin ist Braniborierin

• Freunde & Verbündete
In der Sichelwachter Praios-Geweihtenschaft genießt Thargrin Rückhalt, obwohl die anderen Priester ihr intern Versagen bei der Bändigung der Rotenforster Heiden-Bande vorwerfen.

• Feinde & Konkurrenten
Im Laufe der Jahre hat Thargrin die Abneigung ihres Gatten gegen das Haus derer von Rauheneck übernommen, dessen lästerliche Existenz als unverbesserliche Raubritter ihr ein kaum zu ertragender Dorn im Auge ist. Auch Wîswartari, den Führer eines Rotenforster Naturkultes würde sie lieber heute als morgen auf den Scheiterhaufen stellen.
Darüber hinaus empfindet sie tiefe Abneigung gegen die Goblins. Die 'kleingeistigen Sichelwachter Hasenherzen', die in den vergangenen Jahren so weit gegangen sind einen Friedensvertrag mit den Rotpelzen zu schließen und Teile ihres Landes an sie abzutreten, verachtet Thargrin aus tiefstem Herzen. Neben Danje von Binsböckel-Glückshaus gilt ihr Zorn vor allem der eigenen Schwester, Sindaja Schwertestreich von Silkenau, die sie privatim als 'rückgratlose Verräterin' beschimpft.

• Kurzcharakteristik
Erfahrene Gesellschafterin und Burgherrin, durchschnittliche bis kompetente Gelehrte und Priesterin

• Herausragende Eigenschaften
MU, KL; Arroganz, Herrschsucht, Vorurteile gegen Gemeine

• Herausragende Talente
Selbstbeherrschung, Etikette, Menschenkenntnis, Überzeugen, Geschichtswissen, Götter & Kulte, Magiekunde, Rechtskunde, Sagen & Legenden, Hauswirtschaft.

• Beziehungen
... zum Sichelwachter Adel: ansehnlich
... zur Weidener Praios-Kirche: gering

• Finanzkraft
Gering bis hinlänglich