Waldhold von Leufels

Titel: Junker
Lehen: Junkertum Goldacker
Tsatag: 20. EFF 1008 BF
Familienstand: Verheiratet
Nachkommen: Zwei Söhne
Kurzprofil: Kriegsmüder Ritter, der eher redet als zum Schwert greift.
Verwendung: Folgt

 

• Name
Waldhold von Leufels

• Titel
Junker von Goldacker

• Wappen
Von einem schwarzen Keil geteilter Schild in grün. Darauf ein sitzend-steigender Löwe in gold, rot bewehrt und bezungt.

• Lehen
Junkertum Goldacker (Baronie Schroffenfels)

• Geburtsjahr
1008 BF

• Familienstand
Verheiratet mit Grinugildis Rinnfoldshaus von Waldenklamm (seit 1035 BF)
Zwei leibliche Söhne – Waidhardt (1036 BF) und Ulfert (1039 BF)
Zwei adoptierte Kinder – Peraidan (1025 BF) und Oleana (1026 BF)

• Hauptgottheit
Travia, Rondra

• Beschreibung
Die knapp 9 Spann Größe, der athletische Körperbau und der meist ernste Blick hinterlassen oft den ersten Eindruck, dass man es mit einem typischen Weidener Rittersmann zu tun hat. Die überlegte, eher zurückhaltende Art widersprechen dann oft diesem ersten Eindruck. Waldholds Haar taugt nicht für die in Weiden verbreitete eher längere Haartracht, da er bereits deutlich sichtbare kahle Stellen hat. Daher ist sein dunkelblondes Haupthaar stets kurz gehalten, ebenso wie sein klassischer Spitzbart.

• Aventurische Informationen
Waldhold wurde als jüngstes von drei Kindern auf dem Lehen Leufels in der Baronie Schneehag geboren. Vor der Borbarad-Krise war sein Vater ein angesehenes Mitglied der Silberfalken. Der Orden wechselte jedoch während des Krieges die Seiten und die meisten Mitglieder wurden zu Verrätern. Waldholds Vater gehörte zu den wenigen Unverbesserlichen, die sich auch nach der Niederlage nicht der Herzogin unterwarfen. Dennoch behielt er seinen Kopf und wurde „nur“ entlehnt und aus dem Herzogtum verbannt. Waldhold war zu dieser Zeit das einzige noch unmündige Kind und hatte keine andere Wahl, als das Herzogtum mit seinem Vater zu verlassen. Sie kamen bei Verwandten in Wehrheim unter. Da jedoch keiner den Sohn eines Verräters als Knappen haben wollte, wurde Waldhold von seinem eigenen Vater ausgebildet. Zumindest bis zum Untergang Wehrheims bei der Schlacht auf dem Mythraelsfeld. Im Weltenbrand wurde letztlich alles vernichtet, was für den jungen Waldhold von Bedeutung war, inklusive des Vaters und der Familie.
In den kommenden Jahren der Wildermark zog Waldhold ziellos umher. Zu tief saß die Scham, Sohn eines Verräters zu sein und sich nicht schon – trotz seiner Jugend – damals gegen ihn gestellt zu haben. Er verdingte sich als Söldner und Leibwächter und nahm sich der beiden Waisen Peraidan und Oleana an. Irgendwann traf er auf Graf Emmeran von Löwenhaupt und Firutin von Hohenstein traf. Diese waren mit einigen Getreuen des Grafen im Rahmen einer zwölfgöttlichen Pilgerreise durch das Mittelreich auch in die Wildermark gekommen, um Rondra zu Ehren einen Anteil an der Befriedung des Landes zu tragen. Waldhold schloss sich den Weidenern an, ohne seine wahre Herkunft zu verraten. Erst als sich ihre Wege trennten, offenbarte er sich und bat um Erlaubnis, in die Mittnacht zurückkehren zu dürfen. Obwohl er sich vor den geltenden Gesetzen nichts zu Schulden hatte kommen lassen, verstand Emmeran das Verhalten Waldholds und es gefiel ihm. Da er mit Waldholds älterem Bruder Walthari einen treuen Gefolgsmann hatte und der junge Leufels sich in den gemeinsamen Kämpfen hervorgetan hatte, lud der Graf Waldhold nach Reichsend ein, um mit ihnen den Abschluss der Pilgerreise zu feiern.
Der Zufall wollte es, dass just zu dieser Zeit Waldholds Bruder Walthari auch seinen Traviabund feierte. Ganz im Sinne der Schutzgöttin der Familie fand die Familie an diesem Feiertag wieder zusammen.
In der Folgezeit setzte sich vor allem Walthari dafür ein, seinem Bruder einen sicheren Stand in Weiden zu verschaffen. So fädelte er die Hochzeit mit Grinugildis Rinnfoldshaus von Waldenklamm ein. Die Zeit von der Verlobung bis zur Heirat dauerte hier deutlich länger als üblich, da Grinugildis dem Ingerimm geweiht war und dementsprechend einige Jahre auf Reise ging, um neues Wissen in ihrer Handwerkskunst zu erlernen. Er selbst blieb in Schroffenfels bei seiner zukünftigen Schwiegermutter, welche die Baronie für die Herzogin verwaltete und so die Gelegenheit hatte, ihren Schwiegersohn genaustens auf seine Fähigkeiten zu prüfen.
Anschließend erhielt Waldhold das Junkertum Goldacker in der Baronie Schroffenfels, wo er seit dem mit seiner Frau und den Kindern lebt.

• Besonderheiten
Die Schlacht auf dem Mythraelsfeld und die dunklen Jahre in der Wildermark haben Waldhold des Kämpfens Müde gemacht. Er genießt die Beschaulichkeit in seinem abgelegenen Junkertum und hat sich als besonnener und fähiger Verwalter erwiesen.
Dennoch ist ihm bewusst, dass dieses friedliche Familienleben gerade in der Sichelwacht schnell vorbei sein kann. Er lässt daher seine Kampfertigkeiten nicht schleifen. Dennoch wird man ihn in Goldacker meist in einer einfachen Tunika gekleidet und ohne Schwert an der Seite antreffen.

• Meisterinformationen
Waldhold hat gleich zwei Geheimnisse:
Zum Einen wurde seine Knappenzeit zweimal unterbrochen. Einmal mit der Verbannung des Vaters und dann durch den Tod des Vaters im Flammeninferno von Wehrheim. Er hat also die Knappenzeit nie „ordentlich“ abgeschlossen und eine Schwertleite erfahren. Den Ritterschlag hat er von seinem Bruder Walthari in dessen damaliger Funktion noch als Vogt von Dergelquell recht unwürdig in seiner Kammer erhalten.
Zum Anderen hat er seine zwei Adoptivkinder selbst zu Waisen gemacht. Er führte damals eine Gruppe Söldner an, die einem anderen Kriegsfürsten der Wildermark auflauern sollten um ihn als Konkurrenten für seinen Auftraggeber auszuschalten. Der Hinterhalt erfolgte in einem Waldstück kurz nach Sonnenaufgang. Zudem verschlechterte Nebel die Sicht. Zu spät erkannten sie, dass sie nicht über eine bewaffnete Soldatentruppe, sondern über eine Gruppe Flüchtlinge hergefallen waren. Die beiden Kinder saßen weinend und verstört im Wald, umgeben von Leichen. Er nahm sich der beiden an, gab das Söldnerleben auf und versuchte – mehr schlecht als recht – den beiden ein zu Hause zu schaffen. Erst sein Treffen mit Emmeran und die spätere Rückkehr nach Weiden schafften die Möglichkeiten dafür. Dieses Geheimnis weiß niemand, nicht einmal sein Bruder oder seine Frau. Die Kinder waren damals noch zu jung, um sich an Details zu erinnern. Sie wissen nur, dass Waldhold sie gefunden und aufgenommen hat. Einen anderen Vater haben sie nie kennen gelernt.
In der Vereinbarung zum Traviabund mit Grinugildis ist festgehalten, dass das Junkertum Goldacker nur an leibliche Kinder aus der Ehe mit Grinugildis vererbt werden kann und ansonsten an die Ehefrau bzw. deren Familie fällt.

• Stärken
Überlegt, diplomatisch, bodenständig, kampferprobt

• Schwächen
Zögerlich, kriegsmüde, pessimistisch

• Hauszugehörigkeit und wichtige lebende Verwandte
Familie Leufels
Walthari von Leufels

• Freunde & Verbündete
Familie Rinnfoldshaus
Familie Keilholtz

• Kurzcharakteristik
Kompetenter Kämpfer, herausragender Verwalter

• Herausragende Eigenschaften
MU, KO, GE

• Herausragende Talente
Schwerter, Reiten, Lanzenreiten, Überzeugen, Staatskunst

• Beziehungen
…innerhalb der Baronie: groß (Vögtin ist Schwiegermutter)
…innerhalb der Grafschaft: gering
…innerhalb des Herzogtums: gering

• Finanzkraft
gering

• Spieler
Leufels