Griniguld von Weiden-Harlburg

 

Titel: Junkerin
Lehen: Guts Rauderloh in Herzoglich Nordheim
Tsatag: 21 . Peraine 978 BF
Familienstand: verwittwet
Nachkommen: 2 Töchter
Kurzprofil: Kompetente Kämpferin und meisterliche Verwalterin mit ruhigem Temperament und ehernen Prinzipien.
Verwendung: Als rettende Kavallerie auf den Straßen Weidens oder/und ausgleichende Ratgeberin.

 

NAMEN & TITEL

• Vollständiger Name
Griniguld Herrada Enn von Weiden-Harlburg, genannt Griet

• Geburtsname
dito

• Titel
Junkerin,
Bärenritterin im Ruhestand,
Ritterin Weidens

• Anrede
Euer Wohlgeboren,
Hohe Dame

• Persönliches Wappen
Folgt

LEHEN & ÄMTER

• Lehen & Besitztümer
Gut Rauderloh in Herzoglich Nordheim

• Ämter
Junkerin

• Wappen des Lehens
folgt

• Stand
Niederadel

WICHTIGE DATEN

• Tsatag
21 . Peraine 978 BF

• Belehnung
1009 BF,
nachdem ihr älterer Bruder Tobor zum Baron der Hollerheide erhoben wurde.

• Traviatag
5. Travia 1024 BF


• Borontag


FAMILIENBANDE

• Ehegatte
Wernulf Jarlak von Weißenstein (*975 BF - 1021 BF)


• Kinder
Edigna Griniguld Nortrun (*1003 BF)
Aarwulf Kasjan Waldemar, als Knappe gefallen im 3. Orkensturm (1005 BF - 1020 BF)
Levandra Erkengard Swantrud (*1007 BF)

ABSTAMMUNG

• Hauszugehörigkeit
Familie Weiden-Harlburg (väterlicherseits)
Familie Arpitz (mütterlicherseits)

• Familienwappen
Auf Silber eine flache Spitze in grün, darüber eine silberne Weide.

• Eltern
Aartrude von Arpitz (951 BF - 1026 BF)
Perdan Arborelius Emmeran von Weiden-Harlburg (914 BF - 991BF)

• Geschwister
Tobor Wallfried Arborelius von Weiden-Harlburg
Widufred Malepartus Harl von Weiden-Harlburg, genannt Griet

• Wichtige lebende Verwandte
Lanzelund von Weiden-Harlburg (Baron der Hollerheide, Neffe), Baraya von Weiden-Harlburg (Vögtin der Hollerheide & Cronrichterin Weidens, Nichte), Arbolf von Pandlaril (Baron von Pandlaril, Höchster Freiherr des Reiches, ihr Vetter), Arnwulf von Pandlaril (Graf von Baliho, Neffe), Baeromar von Arpitz (Burgvogt von Burg Rauschenstein, Stadtmark Baliho, Vetter), Praihild von Arpitz (Tempelvorsteherin des Praiostempels von Altnorden, Base), Weldmar von Arpitz, der Junge (Leiter der Balihoer Kriegerakademie Schwert und Schild, Vetter), Thargrîn von Arpitz (Baronin zu Wehrfelde, Markgrafschaft Greifenfurt, Base),  Eberwulf von Weißenstein (angeheiratet, Kanzler Weidens), Aldewein von Weißenstein zum Weißenstein (angeheiratet, Junker von Weißenstein), Baltram von Weißenstein (Magier, angeheiratet), Thordenin von Weißenstein (angeheiratet, Baron von Fuchshag).

• Bedeutende Ahnen
Die Weidener Herzöge/Herzoginnen Emmeran von Weiden (Stammvater der Familie Löwenhaupt), Odila von Weiden, Emmeran von Weiden II, Harl von der Harlburg (Stammvater),  Weldmar von Arpitz (Weidens legendärer Märchenonkel), Heldar von Arpitz (Held wider die Orks).

AUSSEHEN & AUFTRETEN

• Beschreibung
Auch jenseits der 60 Winter ist Griet noch immer eine ansehnliche Erscheinung: hoch aufgerichtet blickt sie aus wachen grauen Augen in die Welt, derweil ihre edel geschwungenen Lippen meist die Andeutung eines Lächeln ziert. Ihre Haare sind überwiegend blond, unterdessen teilweise weiß und leicht gelockt. Sie trägt sie meist kinnlang und sorgsam frisiert. In ihren jüngeren Jahren war Griniguld von Weiden-Harlburg nur selten ohne Rüstung anzutreffen. Heute bevorzugt sie bequemere Kleidung und auf Ritten über Land eher ein solides Kettenhemd, denn ihre leichte Platte. Dennoch wählt sie stets standesgerechte, edle Kleidung, sei dies nun ein Kleid aus feinem Wollstoff im Winter, oder luftigem Bausch im Sommer, oder Beinkleider aus Samtleder und darüber eine schön bestickte und pelzverbrämte Tunika.
Griniguld hat in ihrem Leben einiges gesehen, manches erlebt und vieles erdulden müssen. Infolgedessen ist die in ihrer Jugend gerne draufgängerische Ritterin mit den Jahren zurückhaltender und besonnener geworden. Sie ist eine aufmerksame Beobachterin, die ihre Meinung nicht gleich herausposaunt, allzumal dann nicht, wenn sie kritisch ist. Treue und Loyalität sind Griniguld sehr wichtig - in beide Richtungen. Der Herzogin ist sie daher eine zuverlässige Vasallin und entfernte Verwandte, sowie ihren Untergebenen eine strenge, aber gerechte Herrin. Höfisches Betragen ist ihr in Fleisch und Blut übergegangen und so ist sie stets höflich und von ausgesuchtem Benehmen.

• Aventurische Informationen
Auf Betreiben ihrer Mutter Aartrude von Arpitz genoss Griniguld eine typische Weidener Adelsausbildung, bei der sie Pagen- und Knappenschaft durchlief. Nach ihrem Ritterschlag im Jahr 998 BF diente sie dem Herzogtum zunächst als Bärenritterin, bevor sie sich beurlauben ließ, um sich in Beilunk zur Jurisdikarin ausbilden zu lassen.
Im Jahr 1002 BF heiratete sie Wernulf von Weißenstein aus einem Sichelwachter Familienzweig der Hohensteins. Obgleich es eine, wie in Adelskreisen üblich, arrangierte Ehe war, schätzte Griet ihren Gemahl Wernulf und vermisst ihn bis auf den heutigen Tag sehr. Zu seinen Verwandten in der Sichelwacht hält sie regen Kontakt.
Recht bald nach der Hochzeit wurde mit Edigna das erste gemeinsame Kind des Paares geboren und Griet kehrte nach Weiden zurück. Hier entdeckte sie ihre Freude an verwalterischen Aufgaben und wandte sich zunächst vor allem Rauderloh,  dem Stammgut der Familie Weiden-Harlburg, zu. Derweil zog Tobor, der Erbe und zugleich ihr Bruder, als strahlender Ritter durchs Land und machte sich einen guten Namen. Als dies schließlich zu seiner Erhebung zum Baron der Hollerheide führte, trübte sich das Verhältnis von Bruder und Schwester erstmals ein. Denn Tobor verbat sich jegliche Einmischung Edignas in die Geschäfte seiner Baronie und wies sie - als Familienoberhaupt - an, stattdessen Rauderloh in seinem Sinne zu verwalten. Diese Herabsetzung hat Griniguld ihrem Bruder nie verziehen und sich in der Folge von ihm zurückgezogen.
Weitere Spannungen bauten sich auf, als Griet ihre Zweitgeborene Levandra nicht auf dem Rhodenstein, sondern in Donnerbach ins Noviziat des Rondratempels gab, was Tobor, als Ehrenkapitular des Ordens zur Wahrung, ihr sehr verübelte. Es ist vor allem dem gemeinsamen Bruder Widufred zu verdanken, dass die Familie nicht auseinanderbrach. Seit Tobor seine Pilgerreise in den Hohen Norden antrat, von der nicht zurückkehrte, hat sich das Familienleben der Weiden-Harlburgs wieder merklich entspannt. Grinigulds Verhältnis zu Neffen und Nichten in der Hollerheide und sonstwo in Weiden, sowie zu ihrem Bruder, ist sehr gut und von regem Austausch geprägt.
Auch im heimatlichen Nordheim stand lange nicht alles zum Besten, denn Griniguld missbilligte zutiefst den Lebenswandel der Hezoglichen Vögtin Ilsewude von Spillenstein-Harffenberg und von Binsböckel, der diese immer wieder mondelang ins Bornland und an die Seite ihres mutmaßlichen Gespielen zog. Da die Abneigung beiderseitig war, sich die Vögtin aber ohne der Herzogin Zustimmung nicht der lästigen Lehensfrau entledigen konnte, war Rauderloh lange Jahre das ungeliebte "Stiefkind" Ilsewudes. Dies gereichte Griet meist zum Vorteil, weil sie schalten und walten konnte, wie es ihr beliebte, so lange der entrichtete Zehnt den Erwartungen entsprach. Bisweilen aber ließ sich die Vögtin etwas einfallen, damit es der Weiden-Harlburgerin nicht allzu wohl wurde, seien dies nun unangekündigte Buchprüfungen, Umritte, oder gerne auch Nachprüfungen und dergleichen. Doch all diese Anfechtungen konnte Griet, vor allem dank ihrer peniblen Verwaltungsarbeit, gelassen aussitzen. Dennoch war sie erleichtert, als Herzogin Walpurga die Dinge in ihrem Allod 1036 BF neu regelte, Vögtin Ilsewude aus ihren Diensten entließ und Leodobald von Falkenstein als neuen Vogt Nordheims einsetzte. Dieser Wechsel war ein Segen für Giniguld, die dem neuen Vogt gerne ihre vollumfänglichen Unterstützung zusagte und von diesem inzwischen als Beraterin sehr geschätzt wird.
So sind die Tage Grinigulds unterdessen um einiges lichter, woran sie sich sehr erfreut und ebenso daran, dass die Familie Weiden-Harlburg so prächtig wächst und gedeiht.

• Stärken
Götterfurcht, Loyalität und Gewissenhaftigkeit sind die Säulen, die Griniguld ihr Leben lang gestützt haben. Selbst komplizierte juristische Sachverhalte durchschaut sie schnell und sie empfindet tatsächlich Freude an der Verwaltungstätigkeit, die das Leben als Junkerin so mit sich bringt. Ihre Lebenserfahrung und ihr gelassenes Naturell machen sie zu einer ruhigen und besonnenen Ratgeberin, die sich jedoch niemals aufdrängt.

• Schwächen
Der jahrelange Zwist mit ihrem Bruder hat Griniguld geprägt: inzwischen meidet sie - gerade in der Familie - Streit, wo es nur geht. Bisweilen hält sie mit ihrer Meinung und ihren Standpunkten hinter dem Berg, wenn sie befürchtet, sie könne zu Konflikten führen. Wenn sie sich nicht äußern will, kann (fast) niemand sie dazu bringen, es doch zu tun. Ihre Verpflichtungen und Prinzipien nimmt sie sehr ernst und ist darin unflexibel. Über die Jahre hat sie es sich angewöhnt, auf ihren Spaziergängen mit ihrem toten Mann zu reden, eine Schrulle, die in der Familie bekannt ist und respektiert wird.

• Kurzcharakteristik
Kompetente Kämpferin und meisterliche Verwalterin mit ruhigem Temperament und ehernen Prinzipien.

HERAUSRAGENDE WERTE

• Eigenschaften
GE, MU, KL

• Vor- und Nachteile
Adel II, Begabung (Rechstkunde, spez. Verwaltung).
Hitzeemfindlich, Verpflichtungen II, Prinzipientreue II, Schlechte Angewohnheit (redet mit ihrem toten Mann).

• Kampffertigkeiten
Schwerter, Zweihandhiebwaffen, Lanzenreiten, Sauspieß & Wurfspeer.

HINTERGRÜNDE

• Gottheit
Rondra, Ifirn/Firun, Praios

• Besonderheiten
Zwar ist ihr Vetter Lanzelund Oberhaupt der Familie Weiden-Harlburg, doch Griniguld ist deren "graue Eminenz". Es ist schwer vorstellbar, dass Baron Lanzelund etwas gegen den Willen seiner Tante durchsetzt, die er als mütterliche Beraterin sehr schätzt.
Griet ist sehr naturverbunden und liebt es, den teilweise in ihrem Lehen gelegenen Keilershag zu durchstreifen, wie sie es früher stets mit ihrem Gemahl Wernulf getan hat. Obgleich in der Jugend keine allzu begeisterte Jägerin, ist sie unterdessen eine fähige. Dies vor allem, um den stets zahlreichen Schwarzkittel-Rotten Einhalt zu gebieten. Wenn Griniguld zur Jagd einlädt, ist dies eher ein bestens organisierter Waldspaziergang, bei dem der Besucher gut versorgt wird und nur auf Wild gehen muss, wenn er das ausdrücklich wünscht. Griniguld hält es nämlich streng mit den Lehren Firuns und seiner milden Tochter und jagt nur, wenn es unbedingt erforderlich ist, also die Unversehrtheit ihrer Bauern gefährdet ist, der Wildbesatz überhand nimmt, oder ein Tier krank, verletzt oder alt ist und erlöst werden muss.

• Seelentier
Hund (Espener Saupacker)

• Meisterinfos
Die Ereignisse der Dritten Dämonenschlacht haben Widufred derart verstört, dass er danach einige Monde in der Obhut der Noioniten in Gräflich Espen verbringen musste, ehe er sie überwunden glaubte und nach Hause zurückkehrte. Ganz erholt hat er sich jedoch nir, was auch an den anderen Schicksalsschlägen - dem Tod zweider Kinder und den seiner geliebten Ehefrau - liegt. Zwar ist er meist ein ausgeglichener Zeitgenosse, ein bis zweimal jährlich aber durchlebt er Phasen tiefer Betrübnis und wandelt sich dann häufig zu einem anderen Mann, der rücksichtslos und bisweilen auch brutal agiert. Letzteres sind glücklicherweise nur sehr kurze, eruptive Phasen, die Widufred im Nachgang stets ungemein bedauert. Einen tieferen Boronglauben haben seine Erlebnisse nicht befördert, er hat sich im Gegenteil eine spürbare Scheu vor dem "dunklen Gott" bewahrt. Trotzdem bedenkt er das Kloster in Espen regelmäßig mit Spenden und ist den Brüdern und Schwestern nach wie vor sehr verbunden.

BEZIEHUNGEN

• Freunde & Verbündete
Griniguld hatte die Geschehnisse um das gefallene Schwert der Schwerter, zugleich Abtmarschall der Wahrer, sehr genau verfolgt und war gar nicht zufrieden mit der Rolle des Ordens, woraus sich familieninterne Spannungen entwickelten. Auch huete noch beäugt sie den Orden kritisch und hätte es lieber gesehen, wenn Levandra ihm nicht beigetreten wäre. Sie ist eine treue Förderin des Balihoher Rondratempels Lohenharsch.

• Feinde & Konkurrenten
Ilsewude von Spillenstein-Harffenberg und von Binsböckel (ehemalige Vögtin von Nordheim) (...)

• Zugehörigkeit zu Orden, Ritterbunden & sonstigen Gemeinschaften
Bärenritterin

• Pagin (986 BF - 992 BF) bei
Helchtruda von Arpitz (ältere Schwester von Heldar von Arpitz)

• Knappe (992 BF - 998 BF) am
Herzogenhof zu Trallop

Zöglinge
• Pagen:
folgt

• Knappen:
folgt

BRIEFSPIEL

• Verwendung
Griniguld pendelt bisweilen zwischen der Baronie Hollerheide, der Reichsstadt Baliho, wo die Familie ein Stadthaus hat, der Herzogenstadt Trallop, Verwandten in der Sichelwacht und Rauderloh. Als Reisebekanntschaft kann sie einen tieferen Einblick in die Gegebenheiten der Grafschaft Baliho geben, in Zwistfällen als ausgleichende Ratgeberin und bei Zwischenfällen der unangenehmen Art als rettende Kavallerie eingesetzt werden, denn sie reist stets in Bedeckung und ist auch heute noch eine kompetente Kämpferin.

• Spieler
Liomara

• Beziehungen
im Weidener Adel: hinlänglich

• Finanzkraft
ansehnlich

• Eindruck gefällig?
folgt