Erkenhild von Pandlaril

Titel: Ritterin
Lehen:
Tsatag: 1001 BF
Familienstand: Vermählt
Nachkommen: zwei
Kurzprofil: Zupackende, kompetente Verwalterin und erfahrene Ritterin ohne Standesdünkel. Passioniert und gebildet im Bereich von Ackerbau und Viehzucht.
Verwendung: Kompetente Ansprechpartnerin in Bezug auf Landbau und Viehzucht



Wappen der Familie von Falkenstein• Name
Erkenhild von Pandlaril (geb. von Falkenstein)

• Titel
Ritterin und Baroness von Pandlaril

• Wappen
Auf blau ein aufsteigender, goldener Falke

• Lehen


• Geburtsjahr
1001 BF

• Familienstand
verheiratet mit Arnwulf von Pandlaril

• Hauptgottheit
Praios, Peraine, Rondra

• Beschreibung
Wie ihr Bruder Leodobald ist Erkenhild sehr groß, allerdings ist sie beiweitem nicht so schlank wie er. Da sie gerne selbst mit anpackt, ist sie breitschultrig und zudem keine Kostverächterin. Rahjagefällige Maße sind von jeher ein Ideal, dem die Falkensteinerin nicht nahe kommt und - eigenen Angaben zufolge - auch gar nicht nahe kommen will. An den Händen trägt sie die Schwielen sowohl harter Arbeit, als auch die des Waffenhandwerks und in ihren blaugrauen Augen liegt häufig ein neugieriger, in ernsthaften Gesprächen ein durchdringender Ausdruck. Erkenhilds dunkelblonde Haare fallen offen bis zur Taille, doch nur wenigen ist dieser Anblick vergönnt, denn Erkenhild trägt sie überwiegend als Hochsteckfrisur oder zu einem Zopf geflochten.
Im Alltag kleidet sie sich zweckmässig, wobei sie Lederhosen und einfache Stiefel, bisweilen aber auch bäurisch anmutende Röcke mit Lederschürze bevorzugt. An der Seite ihres Gemahls und zu gesellschaftlichen Anlässen bevorzugt sie hingegen schlicht geschnittene Kleider aus edlen Stoffen, unter denen sie bei Bedarf Rüstung trägt. Ihr Schwert komplettiert stets ihr Erscheinungsbild und sei es nur, dass sie es samt Scheide in der Hand trägt.

• Aventurische Informationen
Erkenhild schickte sich gerade an, ihre Knappenschaft bei einem namhaften Adligen anzutreten, da wurde der Verrat ihrer Tante Praiodane offenbar. Ihr designierter Schwertvater beeilte sich, sämtliche Verbindungen zum in Ungnade gefallenen Haus Falkenstein zu kappen und weigerte sich „die Falkensteiner Blage“ in Knappenschaft zu nehmen. Ihr Vater Wilfing ließ in der Folgezeit nichts unversucht, um seine Zweitgeborene unterzubringen, musste dies schließlich jedoch weit unter (ehemaligem) Rang tun.
Was sich als späterer Glücksfall entpuppte, war in seiner Entstehung ein weiterer Schlag für die ehedem so untadelige und stolze Familie Falkenstein. Doch nachdem Erkenhild - verwöhnt von ihrer Pagenzeit am Weidener Herzogenhof - sich erst an die einfachen Verhältnisse auf dem Rittergut ihrer Schwertmutter gewöhnt hatte, begann für sie die „glücklichste Zeit ihres bisherigen Lebens“. Neben den ritterlichen Tugenden begründete die pragmatische Ritterin Roßwid von Wurzeneck in Erkenhild die Liebe zu Landbau und insbesondere der Geflügelzucht und hier vor allem der von Hühnern. Noch heute pflegt Erkenhild regen Kontakt zu der inzwischen ergrauten Ritterin.
Nachdem sie die Schwertleite empfangen hatte, warf Erkenhild sich mit Feuereifer in die Verwaltung des Familiengutes Wittkopp, dessen Gedeihen maßgeblich ihr Verdeinst ist. Darüber hinaus pflegt sie regen Umgang mit dem Hag der göttlichen Stute, aber auch den Tempeln der Prainekirche und dem Beoniter-Orden, um ihre Kenntnisse im Bereich von Landwirtschaft und Viehzucht stets zu erweitern.

• Besonderheiten
Obgleich Erkenhilt sehr bodenständig ist und auch mit Gemeinen kommuniziert, ohne den Standesunterschied zu betonen, ist sie als Ritterin Weidens sehr standesbewußt und nimmt ihre Pflichten ernst. Das Gebot steter Wehrhaftigkeit ist Erkenhild in den bewegten Jahren ihrer Jugend in Fleisch und Blut übergegangen und sie eine kompetente Schwertkämpferin.
Die andere ritterlichen Paradedisziplin - der Kampf mit der Reiterlanze - ist in ihren Augen nur im Kriegsfall sinnvoll. Gesellschaftliche Turniere tut sie als unnötigen, Geld verschlingenden Pomp ab und macht sich gerne darüber lustig. Im Gegensatz dazu ist sie eine passable Bogenschützin, die auch nicht davor zurückschreckt auf Greifvögel anzulegen, wenn diese ihren geliebten Hühnern allzusehr auf die Pelle rücken.

Als Passionierte Geflügelliebhaberin unterhält Erkenhild auf dem heimatlichen Gut gleich einige Zuchten, von denen ihr die Liebste die mit viel Herzblut betriebene Zucht einer eigenen Hühnerrasse - Balihoer Blaufüsse genannt - gilt. Daneben züchtet sie Enten, Gänse und Wachteln.


• Meisterinformationen
Lange Jahre galt Erkenhild als „schwer vermittelbar“. Der Makel, kurz vor Beginn der Knappenschaft von ihrem designierten Schwertvater fallengelassen zu werden, haftet ihr nach wie vor an. Ebenso das Wissen, dass ihre Ausbildung bei einer einfachen Ritterin ohne jegliche gesellschaftliche Relevanz erfolgte. Hinzu kommt ihre Begeisterung für ein ganz und gar unritterliches Fachgebiet und ihr weder rahja-, noch sonderliche rondragefälliges Erscheinungsbild.
So galt es in Weidener, insbesondere aber Balihoer Adelskreisen lange als ausgemacht, dass Erkenhild als alte Jungfer enden würde, denn der Niedergang der Falkensteins entwertete sie als „familienpolitisch taugliches Material“. Als schließlich verkündet wurde, dass Arnwulf von Pandlaril, Erbe einer der reichsten Weidener Baronien und zukünftiger oberster Freiherr des Reiches, um die Falkensteinerin freite, kam dies einem Paukenschlag gleich. Einige versuchen noch immer krampfhaft herauszufinden, auf welchem politischen Winkelzug diese Verbindung fußt, derweil andere in dieser "unbedachten Verbindung" vor allem den Grund dafür erkennen meinen, warum Haus Pandlaril im Ringen um den Status als (mindestens) zweitwichtigste Weidener Familie gegen die Binsböckels verloren hat.
Nur Wenigen ist inzwischen aufgefallen, dass diese Ehe auf einem Fundament gegenseitiger Wertschätzung fußt, aus der sich mit der Zeit veritable Liebe entwickeln könnte. Tatsächlich ist die Verbindung der beiden Häuser - beide blicken auf Balihoer Grafen in ihrem Stammbaum zurück - ein sehr kluger und langfristig gedachter Schachzug Arbolf von Pandlarils.

• Stärken
Erkenhild ist geradeheraus, zupackend und pragmatisch. Ihrem Selbstverständnis nach ist sie Adlige ohne Wenn und Aber, hält aber nichts davon, sich auf diesem Geburtsrecht auszuruhen. Da sie sich nicht nur mit dem praktischen Landbau beschäftigt, sondern über einen nimmermüden Forschergesit verfügt, ist sie eine - auf ihren Gebieten - recht gelehrte Frau.
Ihre Genese hat dazu geführt, dass sie der Adelsgesellschaft mit ihren vielfältigen Verflechtungen distaniert und mißtrauisch gegenübersteht. Das gegebene Wort hat einen sehr hohen Stellenwert für sie und ist Gradmesser für ihre Wertschätzung. Darüber hinaus hat sie die Zurückweisung in frühen Jahren inzwischen verwunden, sich aber ein hohes Maß an Mißtrauen bewahrt.

• Schwächen
Gesellschaftliches Treiben aus reinem Selbstzweck befremdet Erkenhild. Nichtssagende und oberflächliche Unterhaltungen stoßen sie ab und sie sieht sich außerstande, diesen zu frönen. Die vor allem auch, weil sie sich für die meisten gesellschaftlich relevanten Themen nicht im geringsten interessiert.
Ihre Selbstironie schlägt häufig und gerade dann, wenn sie ihrem natürlichen Umfeld entrissen ist, in bisweilen beißenden Sarkasmus um, was ihr bei manchem Standesgenossen den wenig schmeichelhaften Spitznamen „spitzzüngige Wuchtbrumme“ eingebracht hat.

• Hauszugehörigkeit
Haus Falkenstein durch Geburt, Haus Pandlaril durch Vermählung

• Bedeutende lebende Verwandte
Wilfing von Falkenstein (Vater), Praiodane von Falkenstein (Tante, ehemalige Gräfin von Baliho, ehem. Reichsrichterin, Baronin von Tobelstein, Reichsverräterin), Leodobald von Falkenstein (Bruder, Vogt von Herzgl. Nordheim), Rangardis von Falkenstein (Schwester, Vögtin von Zwerch, Rommilyser Mark) (...)

• Herausragende Ahnen
Stammmutter des Hauses Avia Gemmafalconis (*544 v.BF, eine kompromisslose Centuria und Kindheitsfreundin Isegreins des Wanderers); Gundmar von Falkenstein (ab 412 v.BF Pfalzgraf der Festung Flæchth-uf-stên, dem heutigen Moosgrund); Ailgrid von Falkenstein (ab etwa 220 BF erste Junkerin von Wittkopp); Uldreich von Falkenstein (ab 969 BF Graf von Baliho)

• Zugehörigkeit zu Orden, Ritterschaften und politischen Gruppen
Ritter Weidens

• Freunde & Verbündete
folgt

• Feinde & Konkurrenten
Familie Binsböckel

• Kurzcharakteristik
Zupackende, kompetente Verwalterin und erfahrene Ritterin ohne Standesdünkel. Passioniert und gebildet im Bereich von Ackerbau und Viehzucht.

• Herausragende Eigenschaften
MU, KL, FF

• Herausragende Talente
Schwert, Geschichtswissen, Etikette, Ackerbau, Hauswirtschaft, Viehzucht, Zechen

• Beziehungen
... in Baliho: gering
... in Weiden: gering

• Finanzkraft
Gering

• Zitate
“Putt ... putt ... putt, komm nur her du blaufüssige Schönheit. Du wirst mir noch viel Freude bereiten, wenn du nach deinen Eltern kommst. Legefreudig deine Töchter und fleischtragend deine Söhne, ganz wie es sein soll. Putt ... putt ... putt!”
„Ach? Dass diese Hühnerfedern sich mit ein bißchen gutem Willen - will sagen, mit Nadel, Faden und dank der Blindheit eures Gegenübers - wie Straußenfedern gerieren, hat euch euer Schneider versichert? Wie heißt er denn, dieser Meister seines Fachs, nur damit ich weiß, welchen Laden in der Grafenstadt es zukünftig zu meiden gilt.“