Schwanentempel in Beonfirn

Voller Name: Schwanentempel
Art: Ifirn-Tempel
Ort: Beonfirn, Baronie Brachfelde
Tempelvorsteher: Ilyoa
Geweihte: 2, 1 Novizin
Besonderheiten: Der Tempel wurde 790 BF zu Ehren Ifirns und der Ifirnsmaid Lirilya errichtet. Am 30. Firun ziehen die Gläubigen von Beonfirn aus zum Schwanenreigen im Ifirnstann und begehen den "Tag der Weißen Maid Ifirn".


Beschreibung:
Die Verehrung Ifirns und ihrer Töchter am Schwanenreigen im Ifirnstann ist eng verbunden mit dem Schwanentempel in Beonfirn, einem der wichtigsten Ifirntempel Weidens. Zu Ehren der Schwanengleichen wurde 790 BF dieser kleine Tempel aus schneeweißen Steinen erbaut. Auch dankten die Beonfirner damit der Ifirnsmaid Lirilya. Ihr war es der Legende nach gelungen, den finsteren Zauberer Lirobal mit dem Segen der Schwanengleichen zu überwinden und seinen Turm inmitten des düsteren Tauberwalds zerbersten zu lassen. Dabei sollen dem jungen Mädchen allein vier heilige Silberschwanenfedern geholfen haben, die ihr von Firuns Tochter am Schwanenreigen im Ifirnstann gewiesen wurden.

Der Betsaal mit dem wunderschön geschnitzten Hauptschrein und einer fast lebensecht wirkenden Ifirnsstatue wird durch viele Kerzen erleuchtet. In vier Nischen finden sich Statuetten der Schwanentöchter der Firunstochter, Felle, Bögen, Pfeile und andere Opfergaben sind kunstvoll um sie herum drapiert. Tritt der Pilger des Winters aus der Kälte herein, so hat er irgendwie das Gefühl "heimzukehren" und Zuversicht und Hoffnung erfüllen sein Herz. Neben der weisen, warmherzigen Tempelvorsteherin Ilyoa kümmern sich noch die Ifirngeweihte Fiya Schnewlin sowie eine Novizin um die Gläubigen.

In Lirilyas Tradition stehen auch heute noch die Feierlichkeiten zu Ehren der Weißen Maid Ifirn in Beonfirn am Hochufer des Finsterbachs. Wie auch andernorts in Weiden fertigen ausgewählte Kinder des Ortes eine stattliche, möglichst hässlich anzusehende Strohpuppe an. Dieser Winterunhold wird am 1. Firun, dem "Tag der Jagd", auf dem Marktplatz aufgestellt und "in Ketten" gelegt. Die weise Ilyoa und die junge Fiya, die Ifirngeweihten des Ortes, gehen derweil von Haus zu Haus, um mit Wolfsblut einen Schutzsegen vor der Wilden Jagd zu erteilen.
Bis kurz vor dem 30. Firun versammeln sich alljährlich Pilger von nah und fern in Beonfirn. Ihre auf Pergament geschriebenen Bitten an die milde Firunstochter bringen sie in den Schwanentempel und stecken sie in eigens dafür vorgesehene runde Fächer einer hölzernen Wand. Wenn es ihre Aufgaben erlauben, reist auch die Prolegatin der Firunkirche, Ivrain ni Catholainn, eigens an, um den Beonfirner Tempel rituell zu reinigen und vorzubereiten.

Beim ersten Tageslicht vom 29. auf den 30. Firun, dem "Tag der Weißen Maid Ifirn", schließlich führen die Ifirnsdienerinnen die Gläubigen in einer langen, andächtigen Prozession in den Ifirnstann, zum Schwanenreigen. Dort beten, singen und tanzen sie, um den Segen und die Gunst der Schwanengleichen zu erbitten, auf dass sie ihren grimmen Vater, den göttlichen Firun, milde stimme und dazu bewege, die Last des Winters von den Menschen zu nehmen. Doch wenn der Schnee unter den Füßen der Tanzenden nicht schmelzen sollte, gilt dies als Zeichen, dass der Winter wohl noch lange anhalten wird. Dann gilt es umso mehr, den Wintergott um Schutz vor den bösen Wintergeistern anzurufen.
In einem Fackelzug kehren die Gläubigen nun singend und betend nach Beonfirn zurück. Auf dem Marktplatz warten sie gespannt, bis die Ifirnsdienerinnen die gesammelten Fürbitten in den Bauch des Winterunholds gefüllt haben. Mit seiner rituellen Verbrennung bitten sie Firun, die bösen Wintergeister auszutreiben.

In diesem Zusammenhang ist auch der alte Brauch des Purgenlaufs mit seinen hölzernen, fratzenartigen Masken und wilden Verkleidungen zu sehen, der andernorts in Weiden in der Nacht vom 30. Firun auf den 1. Tsa begangen wird.