Rittergut Moosried

 

Grafschaft: Bärwalde
Baronie: Brachfelde
Gutsherr: Leoderich von Finsterborn (verwaltet das Gut für seinen Vater Erkenbald von Finsterborn, Kämmerer von Walderia von Löwenhaupt auf Olats Feste)
Wappen: folgt
Einwohner: 85
Orte: Moosried
Tempel: Traviaschrein (betreut von einem reisenden Geweihten aus Balsaith)
Garnison: folgt
Landschaft: Das Gut liegt nah am Fuchsholz, einem Moorwald mit Moorbirken, Waldkiefern und dem Ogniner Bruch, einem Feucht- und Seengebiet unweit des Nebelmoors. Die Landschaft ist gekennzeichnet durch ein Übergangsmoor mit Nieder- und Hochmooranteilen.
Wege: An der Wegkreuzung des Norderstiegs zwischen Balsaith und Ognin und dem Pfad, der nach Chircin führt.
Besonderheiten: Zentrales Gebäude des Gutes ist der Fuchsturm, über den – bei drohenden Gefahren – Feuerzeichen von den gräflichen Türmen von Olats Wacht und der Finsterwacht bis nach Balsaith weitergegeben werden können (der Turm selbst gehört nicht zu Olats Wacht)

 

Lage:

Das Gut liegt nah am Fuchsholz, einem Moorwald mit Moorbirken, Waldkiefern und dem Ogniner Bruch, einem Feucht- und Seengebiet unweit des Nebelmoors. Es befindet sich an der Kreuzung des Norderstiegs, einem Karrenweg zwischen Balsaith und Ognin, und einem Pfad, der aus Chircin kommt.

Allgemeines:

Die morastige Landschaft in der Nähe des Ogniner Bruchs ist von einer eigentümlichen Schönheit, verleiht den wenigen Bewohnern aber auch ein eher ruhiges, melancholisches Gemüt. Man lebt genügsam von der Hände Arbeit. Die Landschaft ist gekennzeichnet durch ein Übergangsmoor mit Nieder- und Hochmooranteilen.  Abhängig vom schwankenden Wasserspiegel gehen hier Niedermoorbereiche teilweise in Hochmoor, mit sehr spezieller Vegetation und Tierwelt über. Auf trocken gefallenen Bereichen hat sich ein Moorwald entwickelt, der Fuchsholz genannt wird. Die Anwohner nutzen den anstehenden Hochmoorboden zum Torfstechen für den Eigenbedarf, Korbflechter nutzen die Binsen und das Schilfgras, ein Pecher verarbeitet die Rinde der vielen Birken und kocht Pech daraus. Überhaupt werden die Birken eifrig genutzt. Aus dem Reisig bindet man Besen und ihr Saft dient, neben der Möglichkeit damit zu süßen, auch als Grundlage für Birkenwein und Birkenmet. Die wenigen Fische, die in den Seen und Teichen des Ogniner Bruchs unweit des Fuchsholzes gedeihen, werden von den Dorfbewohnern gefischt. Kleintieren wie Ratten, Mardern und Wieseln stellt man Fallen. Da auf dem sauren Boden des Moores nur spezialisierte Pflanzen gedeihen, leben die wenigen Bauern von ihrem Kleinvieh, das sie halten können und tauschen es im Umland gegen die benötigten Ackererzeugnisse. Dafür haben sie mit Entwässerungsgräben dem Moor festen Boden abgetrotzt, den sie für kleine Weiden nutzen.

"Fuchsturm" und Rittergut:

Der hölzerne Turm, "Fuchsturm" geheißen, ist eine wichtige Zwischenstation um den Hauptort der Baronie vor heranrückenden Feinden zu warnen. Dazu kann er Feuerzeichen, die von den Türmen von Olats Wacht und der Finsterwacht kommen, bis nach Balsaith weitergeben. Er bildet bis heute den Kern der dörflichen Gemeinschaft des mit einem Erdwall und Holzpalisaden bewehrten Ortes Moosried. Der ebenfalls palisadenbewehrte Gutshof des Ritters wurde direkt am Fuchsturm errichtet.

Fauna und Flora:

Direkt um das Dorf Moosried erstrecken sich Feuchtwiesen und wenige, durch Entwässerungsgräben dem Moor abgetrotzte Weiden. Auf den Feuchtwiesen blühen im Frühjahr die Sumpfdotterblumen gefolgt von den gelben Trollblumen und den tiefvioletten Schwertlilien im Frühsommer. Im Hochsommer dann sieht man vor allem verschiedene Gräser, Seggen und Binsen und das zarte violett der Blüte des Wiesenknöterichs.
Die Landschaft ist gekennzeichnet durch ein Übergangsmoor mit Nieder- und Hochmooranteilen.  Abhängig vom schwankenden Wasserspiegel gehen hier Niedermoorbereiche teilweise in Hochmoor, mit sehr spezieller Vegetation und Tierwelt, über. Auf trocken gefallenen Bereichen hat sich ein Moorwald entwickelt, der Fuchsholz genannt wird. Im Fuchsholz können aufgrund der speziellen Bodenbeschaffenheit dem neben Moorbirke und Waldkiefer nur wenige niedrige Fichten wachsen. Der Boden ist von dicken Moospolstern besetzt. Unterbrochen werden die Moospolster an lichten Stellen von Büscheln aus Pfeifen- und Wollgras.
Die Feuchtwiesen sind ein Vogelparadies. Man sieht die Feldlerche, den Wiesenpieper, die Wiesenweihe und je näher man dem Ogniner Bruch kommt, desto mehr Teiche uns Seen gibt es, in denen der ein oder andere Fisch seine Runden zieht. Die Fauna und Flora ändert sich. Hier sieht man die Uferschnepfe, das Tüpfelsumpfhuhn und den Kiebitz. Ab und an kann man im sumpfigen Bruch sogar die hochbeinigen Störche entdecken. Nicht ohne Grund fühlt sich der Fuchs hier wohl, füllen die Jungvögel und auch das ein oder andere Elterntier seinen Magen und den seines Nachwuchses.

 Geschichte um die Belehnung der jetzigen Ritterfamilie von Finsterborn mit Gut Moosried

Der Brachfelder Zweig der Familie von Finsterborn entstand, als 956 BF Gilamund, die Tochter eines weiteren Theofried von Finsterborn, der 889 bis 963 BF auf Dere weilte, als landlose Ritterin bei Baron Rowart Eichenstein von Saith im Dienst stand. Da begab es sich, dass zu dieser Zeit der Baron eine Jagdgesellschaft abhielt, zu der auch die Grafenfamilie von Bärwalde zu Gast war. Adilgunde von Löwenhaupt und Traviadan von Trallop waren erst kurz zuvor erneut Eltern geworden. Nach Waldemar hatte Adilgunde einem kleinen Mädchen mit Namen Walderia das Leben geschenkt. Das Grafenpaar ließ es sich nicht nehmen, den Säugling mitzunehmen.
Doch wurde die fröhliche Jagdgesellschaft von einem gemeinen Überfall überschattet. Eine Raubritterin mit ihren Schergen überfiel die illustre Gesellschaft in der Hoffnung auf reiche Beute. Im Chaos des Überfalls griff sich Gilamund die kleine Walderia, deren Eltern tapfer die Angreifer zu überwältigen suchten, focht sich den Weg frei und brachte das Kind unter Einsatz ihres Lebens in Sicherheit. Der Baron von Saith war Gilamund so dankbar dafür, dass sie den gräflichen Nachwuchs gerettet und damit Schaden vom Ruf seiner Familie abgewendet hatte, dass er ihr ein Lehen unweit des Ogniner Bruchs und des Fuchsholzes überantwortete.

Gilamund errichtete den "Fuchsturm" und ihr Rittergut, wo sie fortan mit ihrem Gemahl Thanûdrian Otternsang und ihren beiden Kindern Travianna und Boronwyn lebte. Später fand auch ihr kinderloser Bruder Cunrad, der lange im Aufgebot der Weidener Herzöge gedient hatte, sein Zuhause in Brachfelde.

Noch heute bewohnen die Nachkommen Gilamunds und Traviannas das Rittergut am Ogniner Bruch. Aktuell ist Moosried in den Händen von Leoderich von Finsterborn, einem Ritter aus echtem Schrot und Korn. Sein Vater Erkenbald von Finsterborn übergab das Lehen an seinen Sohn als er Kämmerer der Gräfin Walderia von Löwenhaupt am Grafenhof auf Olats Feste wurde. Den Traviabund vollzog Leoderich mit Ulmare von Zweifelfels einer Absolventin der Greifenfurter Kriegerakademie.